Jahrgang 
1914
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Unter Beifügung einer Feſtordnung erlauben wir uns, Sie herzlichſt zur Teilnahme an unſerem Jubel⸗ feſte einzuladen. Möge es uns vergönnt ſein, Sie nebſt Ihren Angehörigen am 20. und 21. September be⸗

grüßen zu dürfen. Der Vorſitzende 3

Die Großherzogliche Direktion des Vereins ehemaliger Schüler der Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule: der Großh. Landwirtſchaftsſchule:

Göchel.. A. Gg. Weber VIII.

, Feſtordnung. Samstag, den 20. September 1913. Schulfeier

10 ½ Uhr in dem Feſtſaale der Großh. Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule.

(Die Muſik ſtellt an beiden Feſttagen die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.⸗Regts. Nr. 61 aus Darmſtadt unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters M. Weber.)

1.Hymnus(Die Himmel 6. Feſtrede des Direktors. rühmen des Ewigen Ehre) L. v. Beethoven. 7. Geſang des Schülerchors: 2. Gebet. Hoch, Kaiſer Wilhelm. A. Holtzmann. 3. Geſang des Schülerchors: 8. Begrüßungen. Preis Gottes... Joh. Göhring. 9. Geſang des Schülerchors: 4. Feſtſpruch. Waldvögelein.. Mendelsſohn⸗Bartholdy. 5. Ouvertüre z. Iphigenie in 10. Largo.... G. Händel. Aulis.... Gluck.

Feſteſffen 1 Uhr im Gaſthaus zum Lamm.

Feſtaufführungen und Ball 7 Uhr abends im Weißen Roß.

1. Muſikſtück. 3. Muſikſtück.

2. Feſtſpiel: Durch eiſerne Hand, von Prof. 4. Reigen, getanzt von ehemaligen und jetzigen Schüle⸗ Henkelmann. Aufgeführt von Schülern der rinnen der Anſtalt. Landwirtſchaftsſchule. 5. Ball.

Sonntag, den 21. September 1913. Frühſchoppen: 11 bis 12 ½ Uhr im Gaſthaus zur Krone. Am Nachmittag 2 ½ Uhr: Feſtzug nach dem Feſtplatz.

Konzert. Turneriſche Vorführungen, Turnſpiele. Tanz.

In dem Bericht über den Verlauf des Feſtes wollen wir im großen und ganzen dem Berichte in Nr. 78 desOdenwälder Boten folgen.

Am 20. und 21. September feierte die Anſtalt ihr ſilbernes Jubiläum. Der Verlauf der Feier, die Anhänglichkeit der früheren Schüler, die in großen Scharen zum Feſte herbeigeeilt waren, die Anerkennung, welche die Anſtalt ſeitens der Eltern der Schüler fand, zeigen am beſten, welchen Wert dieſe Landwirtſchaftsſchule für die heſſiſche Landwirtſchaft hat.

Das Jubiläum begann mit einer ſtimmungsvollen Schulfeier in dem feſtlich ge⸗ ſchmückten Turnſaale der Anſtalt. Mächtig erklang der Hymnus in Beethovenſcher Ver⸗ tonung:Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre(geſpielt von der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.⸗Regts. Nr. 61 unter Leitung des Obermuſikmeiſters M. Weber). Ein von Pfarrer Loos geſprochenes Gebet wurde vom Schülerchor, den Reallehrer Frey leitet, mit demPreis Gottes, von Joh. Göhring, aufgenommen. Geſang und Muſik durch⸗ zogen die Feier, die einen von einem Schüler vorgetragenen Feſtſpruch(von Profeſſor G. Taſché gedichtet), die Feſtrede des Großh. Direktors Göckel und zahlreiche Be⸗ grüßungen umfaßte.

Die Feſtrede des Großh. Direktors bot einen kurzen Rückblick in die Geſchichte der Anſtalt, einen Einblick in den Betrieb und einen Ausblick auf das Streben der Schule,die ihren Schülern nicht bloß den Verſtand ſchulen und praktiſche Kenntniſſe übermitteln, ſondern ihnen auch den Willen zur Charakterbildung ſtählen will.