Jahrgang 
1912
Einzelbild herunterladen

10

ſehr gepflegt und im Winter wurde dem Rodel⸗ und Eislaufſport gehuldigt. Zu dieſem Zweck fiel am 16., 19. und 30. Januar der Nachmittagsunterricht aus.

6. Geſchenke gingen ein von der Landwirtſchaftskammer für Heſſen: 1 Pferdeſtammbuch, Bd. 1; dem Reichsamt des Innern: Berichte über Landwirtſchaft, Heft 23; der Kaiſerl. biologiſchen Reichsanſtalt: Heft 25 der Arbeiten; der geologiſchen Landesanſtalt: die geologiſche Ueberſichtskarte des Odenwaldes und der Bergſtraße von G. Klemm; von den Schülern Schildknecht LI: ein mittelfränkiſches Butterfaß; Mezger LI: 1 großes Aquarium mit Tiſch; Stoll LI: 1 Flachsbreche; Reeg IIIa: 1 Fuchsſchädel; Ohl IIIa: 1 Dachsſchädel; Schütz IV: 1 Rabenſchädel; Stauth IV: 1 Tannenhäher; den Oſtern 1912 abgegangenen Schülern der LI: 1 GetreidereinigungsmaſchineIdeal; der Firma Spratt, Rummelsburg: 1 Präparaten⸗Sammlung.

7. Unterſtützungen von Schülern. Die von der Bezirksſparkaſſe alljährlich geſtifteten 200 Mk. wurden zur Unterſtützung würdiger, bedürftiger Schüler aus dem Bezirk Groß⸗ Umſtadt mit Ausnahme ſolcher aus der Stadt Groß⸗Umſtadt verwendet.

8. Ferien für 1912.

Schulbeginn am 15. April 1912.

Pfingſtferien vom 26. Mai bis 2. Juni(einſchl.). Sommerferien vom 7. Juli bis 4. Auguſt.

Herbſtferien vom 22. September bis 6. Oktober. Weihnachtsferien vom 22. Dezember 1912 bis 5. Januar 1913. Schulſchluß am 15. März 1913.

Qꝑᷓ

Mitteilungen an die Eltern der Schüler.

1. Wie im vorigen, ſo richten wir auch in dieſem Jahre die dringende Bitte an die Eltern und Pfleger unſerer Schüler, unterſtützen Sie uns im Kampfe gegen einen der gefähr⸗ lichſten Feinde unſerer Jugend, gegen die unſittlichen Schriften und Bilder und gegen die Schundliteratur. Haben Sie unabläſſig ein wachſames Auge auf die Bücher, die Ihre Kinder in ihren Erholungsſtunden leſen. Forſchen Sie gegebenenfalls nach der Herkunft ſchlechter Bücher und bekämpfen Sie mit uns das unſaubere Geſchäftsgebaren ſolcher Firmen, die ſich mit dem Vertrieb ſolch elender Machwerke befaſſen, dadurch, daß Sie Ihren Kindern und Pflegebefohlenen verbieten, dort Einkäufe zu machen. Sorgen Sie dafür, daß Ihr Haus frei iſt von ſolchen minderwertigen Literaturerzeugniſſen, die die Nerven der Kinder überreizen, den Geſchmack verderben, Zerfahrenheit, Arbeitsunluſt, Trotz, Verrohung und vielleicht noch Schlimmeres zur Folge haben. Die Erfahrung hat gelehrt, daß gerade die letzte Bitte durchaus nicht unberechtigt iſt. Mancher Vater und manche Mutter gibt für derartige Lieferungswerke Summen aus, durch die eine Anzahl guter Bücher erworben werden könnte. Begnügen Sie ſich aber nicht bloß mit dem Verbieten und Verſagen, ſondern ſetzen. Sie an Stelle des Schlechten das Beſſere und geben Sie Ihren Kindern gute und ihrem Alter entſprechende Bücher in die

Hand. Jeder Lehrer wird Ihnen bei der Auswahl ſolcher Bücher gern behülflich ſein.

2. Wir warnen die Eltern dringend vor einer zu weitgehenden Heranziehung der Schüler zu anſtrengender Mithilfe im Berufe des Vaters. Nach vielfach gemachten Er⸗ buhregen iſt eine ſolche Nebentätigkeit ſehr häufig die Urſache unbefriedigender Leiſtungen in

er ule.

3. Erregen die Leiſtungen oder das Betrageneines Schülers Bedenken, ſo bitten wir Sie, alsbald, nicht erſt gegen Schluß des Schuljahres, mit dem Direktor oder dem Klaſſen⸗ lehrer in Verbindung zu treten. Jeder Lehrer iſt gerne bereit, Ihnen in dieſer Beziehung mit Rat zur Seite zu ſtehen. Ein freundſchaftliches Einvernehmen zwiſchen Schule und Elternhaus iſt uns in jeder Hinſicht erwünſcht.

Der Direktor iſt zu dieſem Zwecke werktags in ſeinem Amtszimmer, im Sommer von 11 12, im Winter von 121 Uhr, zu ſprechen..

4. Bei Verſäumnis des Unterrichts in Krankheitsfällen iſt der Schule von dem Eltern⸗ haus an demſelben Tage ſchriftlich oder mündlich Mitteilung zu machen; iſt bis zum 2. Tag keine Mitteilung an die Schule ergangen, ſo erfolgt eine Nachfrage auf Koſten der Eltern.