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Aus der fünften Klaſſe: Roth, Wilhelm, Babenhauſen, nach Darmſtadt gezogen. Aus der ſechſten Klaſſe: Roth, Ludwig, Babenhauſen, nach Darmſtadt gezogen. Knöll, Jakob, Klein⸗Umſtadt, geht in die Volksſchule. Aus der Vorſchule. Stühlinger, Heinrich, Reinheim, geht in die Volksſchule.„
Chronil.
1. Mit Beginn des neuen Schuljahres, am 18. April 1887, trat Herr Dr. Günther nach Ablauf ſeines einjährigen Urlaubs den Dienſt an unſrer Schule wieder an.
Sein Stellvertreter, Herr Dr. Langstroff, verließ uns mit Schluß des Schuljahres 1886/87 und erhielt eine definitive Anſtellung an der Realſchule in Bingen.
Gleichzeitig wurde Herr Glaſer von hier an das Gymnaſium in Darmſtadt und im Herbſt Herr Ramge an die höhere Mädchenſchule in Darmſtadt verſetzt.—
Im November trat ein weiterer Wechſel dadurch ein, daß Herr Pfarrer Klein, der den katholiſchen Religionsunterricht ſeit einer Reihe von Jahren an unſerer Anſtalt geleitet hatte, die Pfarrei in Wimpfen erhielt..
Den vier genannten von uns geſchiedenen Lehrern, die als tüchtige Kräfte an unſerer Anſtalt wirkten und ſich die Liebe der Kollegen ſowohl, als der Schüler ſtets zu erwerben wußten, wird unſere Schule ein gutes Andenken bewahren.
Durch Allerhöchſtes Dekret vom 5. März erhielt Herr Henkelmann die durch die Verſetzung des Herrn Glaſer erledigte Stelle mit Wirkung vom 1. April 1887 und wurde am 18. April in den Dienſt an unſerer Schule eingewieſen. 1
Für Herrn Ramge bekamen wir als Erſatz eine akademiſch gebildete Lehrkraft, nämlich Herrn Dr. Heil, der durch Allerhöchſtes Dekret mit Wirkung vom 1. Oktober als Lehrer an hieſige Realſchule ernannt und hier am 6. Oktober in den Dienſt eingewieſen wurde.
Beide neu eingetretenen Lehrer machten uns über ihren Lebenslauf folgende Mitteilungen:
a)„Ich, Karl Albert Henkelmann, bin geboren am 8. Dezember 1858 zu Dodenau, Regb. Wies⸗ baden, als Sohn des dortigen ev. Pfarrers Ludwig Henkelmann. Oſtern 1872 trat ich in die Tertia des Gymnaſiums zu Gießen ein und verließ dasſelbe mit dem Zeugnis der Reife Oſtern 1877. Sodann ſtudierte ich in Gießen klaſſiſche Philologie und Franzöſiſch und erhielt in meinem Fakultätsexamen am 21. April 1881 die kacultas in Latein, Griechiſch, Deutſch und Franzöſiſch. Durch Verfügung vom 19. Mai 1881 wurde ich zum Acceß am Großh. Gymnaſium zu Darmſtadt zugelaſſen und im Herbſt 1882 mit der proviſoriſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle an derſelben Anſtalt betraut. Durch Verf. v. 29. März 1883 wurde ich in gleicher Eigenſchaft an das Gymnaſium in Mainz verſetzt und durch Verf. v. 15. Sept. 1883 für ein Jahr zur Abſolvierung der einjährigen Militärdienſtzeit beurlaubt. Nach eingetretener Untauglichkeit im Mai 1884 vom Militär entlaſſen und ohne Verwendung. Durch Verf. v. 1. Auguſt 1884 wieder verwandt am Gymnaſium zu Darmſtadt für den erkrankten Dr. Korn⸗ meſſer. Nach Geneſung desſelben der Verwendung enthoben, durch Verf. v. 30. Oktbr. 1885 wieder für Dr. Walther verwandt. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 5. März 1887 zum Lehrer an der Großh. Realſchule zu Groß⸗Umſtadt ernannt mit Wirkung vom 1. April 1887.“
b)„Am 4. April 1859 wurde ich zu Rohrbach im Kreis Dieburg als Sohn des Lehrers Heil geboren. Nachdem mir der erſte Unterricht in der Schule meines Vaters in Rohrbach, ſowie auch in Privatſtunden des dortigen Pfarrers erteilt worden war, beſuchte ich von Herbſt 1872 an die Großh. Realſchule I. Ordnung zu Darmſtadt. Herbſt 1878 wurde ich aus dieſer Anſtalt
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