aber nur der Betrag von 450 Gulden ausgeworfen,„womit er umſomehr zufrieden iſt, da ſich ihm Gelegenheit darbietet, durch Unterricht angehender Bauhandwerker noch Verdienſt zu finden“.
Als Vergütung für die Erteilung des Geſangunterrichtes waren 36 Gulden in Anſatz gebracht.
Zur Beſchaffung von Lehrmitteln und zur Beſtreitung der ſonſtigen Bedürfniſſe war in den Voranſchl ag die jährliche Summe von 140 Gulden eingeſtellt.
Die geſamten Ausgaben für die Anſtalt beliefen ſich auf rund 840 Gulden, welche durch einen Zuſchuß aus der Gemeindekaſſe in der Höhe von 300 Gulden und die Schulgelder hinreichend gedeckt werden konnten, wenn die Schule von dereßſchniſtlich 40 Kindern beſucht war.
Das Schulgeld veira für jedes Kind ohne Unterſchied des Geſchlechts monatlich einen Gulden. Diejenigen Schüler aber, we lche an dem Unterricht in den alten Sprachen teilnahmen, hatten außerdem in der unteren Klaſſe einen halben, in der oberen einen ganzen Gulden für den Monat mehr zu entrichten. Dazu kamen noch die Beträge, welche jedes ſchulpflichtige Kind monatlich ſo wie ſo an die Lehrer zu zahlen hatte. Denn der Beſuch der höheren Bürgerſchule befreite deren Zöglinge nicht von dieſer Verpflichtung. Die Erhebung des Schulgeldes geſchah durch den Gemeindeeinnehmer, und die daraus erzielten Einnahmen entſprachen, ſoweit aus den noch vorhandenen Schülerliſten erſichtlich iſt, wenigſtens in der erſten Zeit, den in dem Vor— anſchlag eingeſtellten Beträgen.
Als die höhere Bürgerſchule ins Leben getreten war, machte ſich gleichzeitig das Bedürfnis nach einer Lehranſtalt fühlbar, worin die Kinder, welchen eine höhere Bildung zu teil werden ſollte, die aber das vor— ſchriftsmäßige Alter noch nicht erreicht haben, um jene Schule beſuchen zu können, aufgenommen werden ſollen, um einen umfaſſenderen, gründlicheren, ihrer zukünftigen Ausbildung angemeſſeneren Unterricht zu genießen, als dies in den Volksſchulen der großen Kinderzahl wegen möglich iſt. Kreisrat Heim und Dekan Clotz haben als Mitglieder der Bezirksſchulkommiſſion daher die erforderlichen Schritte unternommen, um die beiden Lehrer Ganzert und Schaffner, welche an der Volksſchule wirkten, zur Gründung einer derartigen Anſtalt zu veranlaſſen. Beide haben dieſem Anſinnen entſprochen, und ſo entſtand noch im ſelben Jahre, wo die höhere Bürgerſchule ins Leben getreten war, eine„Vorbereitu ngsanſtalt“, die ſich gleichfalls eines regen Beſuches erfreut zu haben ſcheint.
Mit den ſchönſten Ausſichten auf eine verheißungsvolle Zukunft trat die höhere Bürgerſchule in ihr zweites Schuljahr ein. Statt des erwarteten Zuwachſes war jedoch ein Rückgang in der Schülerzahl eingetreten. Nur 36 Schüler beſuchten zur damaligen Zeit die Anſtalt. Dieſe Erſcheinung ſtand im engſten Zuſammenhang mit einer Strömung, welche von einer
=—


