Jahrgang 
1904
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ſelbſt, ſondern auch in deſſen Umgebung zu erwerben, daß die Zahl ſeiner Schüler ſich von Jahr zu Jahr vermehrte. Da ſeine Anſtalt bereits im Juni 1836 von 39 Schülern, worunter ſich auch fünf auswärtige Knaben befanden, beſucht war, mußte er zu ſeiner Unterſtützung einen Hilfslehrer heranziehen.Die Zahl der Kinder war zu bedeutend und die Lehrgegen⸗ ſtände zu verſchiedenartig, namentlich da neben den Gymnaſialkenntniſſen und Realien durch die kleineren Kinder auch noch der Elementarunterricht notwendig gemacht wurde, als daß er in dieſen allen hätte unterrichten können. Auf Wunſch derGeſellſchaft, welche die Schule unterhielt, zog Schwalbach den Schulkandidaten Kaut aus GCötzenhain zu ſeiner Unter ſtützung heran.

Da auch in den folgenden Jahren ſeine Schule eines guten Beſuches ſich zu erfreuen hatte, ſo hatte er im Verlauf von fünf Jahren eine größere Anzahl von derartigen Lehrkräften, welche in der Regel kurz nach ihrer Entlaſſung von dem Schullehrerſeminar hier eine vorübergehende Beſchäfti⸗ gung in ihrem Berufe ſuchten, an ſeiner Seite. Außer Kaut wirkten an ſeiner Schule Haaſenzahl, Schaffner, Hein, Bernritter*) und Heldmann.

Der ungewöhnliche Erfolg, welchen Schwalbach als Lehrer an der damaligen Privatſchule zu verzeichnen hatte, ermutigte ihn zur Errichtung einer Handwerkerſchule, für welche damals ſchon insbeſondere in den Kreiſen der gewerbtreibenden Bevölkerung ein lebhaftes Intereſſe vorhanden war. Außer ihm erteilten die Kreisbauaufſeher Amendt und Bernritter und der Lehrer Schaffner Unterricht an derſelben. Auch bei dieſem Unternehmen hatte Schwalbach einen ebenſo günſtigen Erfolg wie bei ſeiner Privatſchule zu verzeichnen; denn 3040 junge Männer nahmen am Unterricht in ſeiner Handwerkerſchule teil.

Am Ende des Jahres 1839 verl ieß Schwalbach Groß⸗Gerau und ſiedelte nach Darmſtadt über. Denn ſein Vertrag, welchen er auf fünf Jahre abgeſchloſſen hatte, war abgelaufen, und eine Erneuerung desſelben wünſchte er vielleicht ſelbſt nicht, da er ſich nach fünfjähriger Lehrtätigkeit wahrſcheinlich nach der Uebernahme eines Kirchenamtes ſehnte.

Der verwaiſten Schule nahmen ſich zunächſt der frühere Mitprediger und nachmalige Diaconus Textor und Lehrer Scha ffner an und bielten ſie während mehrerer Monate aufrecht, bis der Kandidat Rein hard aus Oehringen in Württemberg die Leitung derſelben im Herbſt 1840 übernahm. Er ſcheint indeſſen nicht lange hier gewirkt zu haben, ebenſowenig ſein Nachfolger Stein. Nach deſſen Weggang teilten ſich Pfarrer May und Mitprediger Ritſert in den Unterricht, welchen im Jahre 1843 der Kandidat der Philologie Berghaus übernahm. Durch den häufigen

*) Kreisbauaufſeher Bernritter erteilte Unterricht in den techniſchen Fächern.

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