16. Goſchenke
Im Laufe des Schuljahres ſchenkten uns:
Die Heinkel⸗Flugzeugwerke in Roſtock eine Schnittzeichnung der He III, ſowie ein Heft über die theore⸗ tiſchen Grundlagen und die Praxis des Schnellflugzeugbaues mit dazugehörigen Diapoſitiv⸗Bildſtreifen.— Der NSSB., Kreis Wetterau, 25,— RM als Preis beim Segelflugwettbewerb.— Das Oberkommando der Kriegsmarine: Je ein Stück des„Nauticus“ 19309 für die Lehrer⸗ und Schülerbücherei.— Univ. ⸗Prof. Dr. Stoltenberg ſein Buch„Der eigendeutſche Wortſchatz der Weisheitslehre“.— Frau Baurat Schön, Ww. eine ſtattliche Anzahl von Büchern für die Lehrerbücherei.— Die Bezirksſparkaſſe Gießen 5 Bücher für die Schüler⸗ bücherei als Anerkennung für fleißiges Sparen; außerdem 35 NSLB.⸗Kalender. Das Poſtamt Gießen den deutſchen Reichspoſtkalender 1939 und zwei Stück„Poſtmerkbuch für den Schulunterricht“.— Die Glas⸗ bläſerei Kühne, Neuen Bäue, ein Barometer.— Die Ludwigsuniverſität: Die Feſtſchrift A. Seiſer, Wege und Ziele der Seuchenforſchung, Gießener Rektoratsrede 1938 und die„Chronik der Univerſität 1937/38.— Der Volksbund Deutſche Kriegsgräberfürſorge, Berlin, vier vergrößerte Aufnahmen der Kriegerehrenſtätte zu Langemarck(zu verbilligtem Preiſe) und zwei Wandſprüche.— Schriftſteller Ettighofer, Bonn, eine Vergröße⸗ rung eines Frontbildes aus ſeinem Buche: Verdun, das Große Gericht.— Kaufmann Stein, Gießen, ein großes Bildnis ſeines Sohnes †.— Kaufmann Kerber, Gießen, zwei gerahmte, wertvolle Künſtlerzeichnungen: Hempfing, Ausmarſch 1914 und Jank, Eiſerne Wehr.
So ſind wir durch die letzten Schenkungen wieder einen Schritt weitergekommen in der Durchführung des Grundſatzes„Schönheit der Arbeitsſtätte“, der auch für die Schule, als einen der wichtigſten Arbeitsplätze, dieſelbe Aufmerkſamkeit verdient wie die Sorge um die geſundheitlichen Einrichtungen. Allen freundlichen Gebern ſei herzlicher Dank geſagt.
17. Voreinigung ehem. Angeh. des Realgymnaſiums Gießen
Auch in dieſem Jahre traten wieder alle Abiturienten bei. So ſammeln ſich Geſchlechter um Geſchlechter zu einer ſtarken Gemeinſchaft nicht nur der Erinnerung an gemeinſame Schulzeit mit ihren Freuden und Sorgen, ſondern auch zur Pflege wertvoller Tradition und zu gemeinſamer Betätigung für die alte Schule. Der Mit⸗ gliederſtand hat 600 weit überſchritten.— Wir durften anläßlich ſeines 70. Geburtstages am 20. Nov. unſere herzlichen Glückwünſche Herrn Prof. Dr. Adolf Krämer übermitteln, der lange Jahre an der Schule wirkte und ihr noch heute treu verbunden iſt.— Mit großer Freude und Genugtuung nahmen wir auch Kenntnis von den Ehrungen, die dem verehrten Vorſitzer unſerer Vereinigung, Herrn Sanitätsrat Dr. Becker, Sprendlingen b. Offenbach, am Tage der 50. Wiederkehr ſeiner Doktorpromotion vor allem durch Erneuerung des Doktordiploms ſeitens der Landesuniverſität zuteil wurden. Mit herzlichen Wünſchen ſchloſſen wir uns dem Begleitſchreiben der mediziniſchen Fakultät der Univerſität an, die dem„vorbildlichen und erfolgreichen Arzte, der ſein Leben dem Wohle der Kranken, darüber hinaus aber im aktiven Kampfe gegen die Feinde ſtaatlicher Ordnung dem ganzen deutſchen Volke gewidmet hat, in dankbarer Anerkennung“ das Diplom erneuerte.— Einen überaus ſchmerzlichen Verluſt hatte die Vereinigung zu beklagen durch den Fliegertod ihres jungen Mitgliedes Rudolf Stein, der als Fahnen⸗ junker⸗Gefreiter der Luftwaffe am 17. Mai 1938 tödlich abſtürzte. Dem hoffnungsvollen und für alles Große und Edle aufgeſchloſſenen jungen Menſchen widmete die Schule bei der Einholung der Fahnen am 7. 7. 1938 eine Gedenkſtunde, Studienrat Dr. Kraft pries ihn als deutſchen Jüngling von ernſter Pflichterfüllung, als be⸗ geiſterten Gefolgsmann des Führers, als Gründer der Flieger⸗HJ. Gießen, den Neigung und Führereignung zur Luftwaffe führte und der im Leben und Sterben bewieſen hat, daß der Geiſt von Langemarck nicht vergangen iſt.— Sein Bildnis ſchmückt einen Klaſſenſaal der Prima.— Zur Pflege der Tradition und zur Anregung und För⸗ derung ſteten und ununterbrochenen Austauſchs zwiſchen ehemaliger Schülerſchaft und Schule gedenkt die Schule, in Zukunft ihren ehemaligen Abiturienten am Tage der goldenen(50.) Maturitas nicht nur wie ſeither ihre Gückwünſche zu überſenden, ſondern ihnen als Zeichen unverlierbarer Zuſammengehörigkeit in einer künſtleriſch ausgeſtatteten Urkunde das Zeugnis der Reife zu erneuern. Dem Glückwunſch der Schule werden als Beilage angeſchloſſen ein Verzeichnis der Mitabiturienten und der ehemaligen in Prima unterrichtenden und der übrigen Lehrer der Anſtalt, ſowie eine Zuſammenſtellung der Themen und Prüfungsaufgaben. Das Glück⸗ wunſchgedicht für 1939 verfaßte Studienrat Dr. Kraft. Von den 19 Abiturienten des Jahres 18809 gedachten uns acht Herren am 14. März, als an ihrem ehemaligen Maturumstage, zu beſuchen, der Beſuch mußtte wegen verſchiedener Krankheitsfälle leider auf ſpätere Zeit verſchoben werden.— Nach Mitteilung des Rechners der Vereinigung, des Herrn Studienrat Scharmann, iſt die Vermögenslage der Vereinigung gut. Der Rechner bittet die Mitglieder, ſich der anliegenden Zahlkarte zur Einſendung des Jahresbeitrages bedienen zu wollen.
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