12. 22 A. und Schule.-Deutſthes Jugendherbergswerk
Die VDA.⸗Schulgruppe hat ſich als„Kameradſchaftsopfer“ zuſammengeſchloſſen. Ihre Mitgliederzahl be⸗ trug während des Schuljahres 90. An den Sammlungen waren ſämtliche Schüler beteiligt. Das Ergebnis der Sammlung im Juli war 205 RM. Die Sammlung im Oktober erbrachte 376 RM. Zum Feſt der deutſchen Schule am 19. 9. ſprach Studienrat Dr. Stotz, der ſelbſt lange Jahre als Lehrer im Ausland zugebracht b 1
uß.
Der Iugenherbergspfennig wurde von allen Schülern entrichtet. Die Jugendheftchen„Heinzelmann“, „Ränzlein“ und„Freudenborn“ wurden von den Schülern eifrig bezogen und werden gerne geleſen. An der Heft⸗ chenſammlung für das JH.⸗Werk am 14. und 15. Mai beteiligten ſich die Klaſſen l a— 4 a. Es wurden in 270 Heftchen 260 RM zuſammengetragen. Beſonders erfreulich war der Sammeleifer in den Klaſſen 1 a, 1b, 1c. Von der Ausweis⸗Ausgabeſtelle in der Schule wird reger Gebrauch gemacht. Dr. Keßler
13. Elternbeirat
Der Elternbeirat blieb in ſeiner Zuſammenſetzung beſtehen. Seit Schaffung dieſer Einrichtung im Jahre 1935 hat ihr Oberregierungsrat Wecker ununterbrochen angehört. Wir verdanken ihm nach vielen Richtungen Förderung und Anregung. Unſere herzlichſten Wünſche begleiten ihn nach Saarbrücken, wo er die Leitung des Verſorgungsamtes übernommen hat.
14. Kriegsgräberfürſorge
Schon bald nach der Verleihung des Namens„Langemarckſchule“ traten wir dem Gedanken nahe, durch die Pflege der Kriegergräberehrung Schule und Schüler auch tätig an dem Verſtändnis für den tief verpflichtenden Namen„Langemarckſchule“ mitwirken zu laſſen. Mit großem Verſtändnis kam die Leitung des Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfürſorge unſeren Plänen entgegen, in der ſchmückenden Ausſtattung der Schule Anklang an die gewaltige Vergangenheit zu ſuchen. Durch die Stiftung einiger Bilder, über die andernorts berichtet iſt, unterſtützte der Volksbund unſere Ziele ſofort in freundlichſter Weiſe. Es war uns eine beſondere Freude, als von ſeiten der Landesregierung die Unterſtützung des Gedankens der Kriegsgräberpflege durch Verfügung vom 5. Januar 19309 allen Schulen zur Pflicht gemacht wurde, nachdem Lehrerſchaft und Schüler der Langemarck⸗ ſchule bereits den Beitritt zum Volksbund beſchloſſen hatten..
15. Geſundheitszuſtand.-Wohlfahrt
Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen befriedigend. Eine Steigerung der Krankheits⸗ fälle brachte die Grippewelle gegen Ende des Jahres. Auch die Lehrerſchaft durfte ſich, von einzelnen Grippefällen abgeſehen, guter Geſundheit erfreuen.— Durch die während des ganzen Jahres eingerichtete Milchabgabe können die Schüler zu einem geſunden, hygieniſch einwandfreien, im Winter warmen Frühſtück kommen. Es wird Milch und Kakao(geliefert durch die Milchzentrale Grieb) durch den Hausmeiſter ausgegeben. Es wäre ſehr wünſchens⸗ wert, wenn von dieſer Einrichtung ein noch ſtärkerer Gebrauch gemacht würde.
Unter Zuſtimmung der Stadt und mit Genehmigung des Miniſteriums wurden 54 ganze und 42 halbe Freiſtellen verliehen. Zwei Schüler, Reh, Kl. II b2, und Lepper, II bl, konnten am Schluſſe des vorigen Schuljahres insgeſamt 100 RM Erziehungsbeihilfen im Sinne des Art. 146 Abſ. 2 der Reichsverfaſſung er⸗ halten. Dieſe Zuwendungen dürfen natürlich nur an ſolche Schüler vergeben werden, die nach Charakter, Lei⸗ ſtungen und in ihrer Geſamtperſönlichkeit ganz beſonders würdig ſind.
Aus Reichsmitteln wurden auf Grund des Geſetzes betr. Ausbildungsbeihilfen für Kinderreiche zur Ver⸗ fügung geſtellt: An 24 Schüler voller Schulgelderſatz, an vier weitere das halbe Schulgeld und in zwei Fällen je 60 RM zur Beſchaffung von Lehrmitteln.
Die Schüler⸗Unfall⸗Verſicherung„Colonia“, deren Beſtimmungen alle Schüler unterſtellt ſind, wurde in 51 Fällen in Anſpruch genommen. Die Leiſtungen der Geſellſchaft erſtrecken ſich auf Unfälle auf dem Schul⸗ grundſtück bei jederlei Dienſt, bei allen Veranſtaltungen der Schule außerhalb des Gebäudes, auf jeder Strecke Schulweg, auch bei Ausflügen und Landheimaufenthalten. Der Beitrag iſt 1:— RM Mindeſtſatz, er kann ſich auf 50 Rpf. ermäßigen, wenn ein zweites Kind die Schule beſucht.
Dem Eisverein ſind wir für Überlaſſung von 39 Freikarten zu beſonderem Danke verpflichtet.
Anläßlich der Rheinfahrt konnte der Direktor aus den Schenkungen der„Vereinigung“ eine ganze Anzahl von Schülern mit Beihilfen bedenken.
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