alter Frontoffizier Langemarck als das Sinnbild des großen und reinen Opfers, das in den Mythos der Nation eingegangen ſei. Indem der Schulleiter in ergreifenden Worten Weſen und Wert von Lange⸗ marck pries, richtete er folgende Mahnung an die Schüler:„Dieſe Frühvollendeten ſind nicht tot. Dieſe ſingende Jugend lebt und iſt uns Vorbild geworden. Darum, meine Schüler, öffnet eure Herzen und lernt von ihnen, die die unſterbliche Wache ſind um Deutſchland! Eifert ihnen nach in treuer Pflichter⸗ füllung und Diſziplin! Übt euch frühzeitig in kämpferiſchem Mut! Seid gehorſam gegen eure Eltern, Lehrer und Vorgeſetzten, ſeid treu, auch in den kleinſten Handlungen des Lebens, begreift den Sinn des freiwil⸗ ligen Opfers jener Helden, das ſie uns ſo groß und heilig erſcheinen läßt! Langemarck! Heiliger, ſtolzer Name! Leuchte hinfort über unſerer Schule und über ihrer Jugend als unvergeßliches Symbol jugend⸗ ſtarken deutſchen Kampftums und deutſcher Manneshaltung! Wir wollen dich faſſen als Erbe und Ver⸗ pflichtung, als Schwur und Gelöbnis! Seid ſtolz, Gießener Langemarckſchüler zu ſein und ſtellt eure Arbeit unter das Loſungswort eurer Kameraden von Langemarck, die in ſieghaftem Glauben vorwärts⸗ ſtürmend in den Tod gingen, auf den Lippen das Wunderwort„Deutſchland!“ Dr. Kraft.
Die Landſchulheimaufenthalte wurden diesmal auf die Unterſekunden beſchränkt. Von ſchönem Wetter begünſtigt, verlebte die IIb 1 unter Führung von Stud.⸗Aſſeſſor Keſter ihre Landheimtage in Zwingenberg an der Bergſtr., die IIb2 weilte, geführt von Studienrat Geck, in Gersfeld, die IIbZ unter Leitung von Stu⸗ dienrat Backes in Lauterbach.— Hitzfrei konnte 5 mal gewährt werden; anläßlich eines ſchönen freien Tages im Winter verlebte eine ſtarke Gruppe von Skiläufern meiſt der oberen Klaſſen unter Leitung von Stud.⸗ Rat Dr. Miüller einen herrlichen Nachmittag auf dem Hoherodskopf.— Die Tagesausflüge waren für IIl al und Ila3 zweitägig angelegt, auch die 1b 1, 1b 2, 1b3 und IIa2 waren unter Leitung der Herren Buß, Schmoll, Poepperling und Krämer für zwei Tage ausgefahren und kamen mit ſtarken Eindrücken von der Ausſtellung„Schaffendes Volk“ aus Düſſeldorf zurück.— Alle anderen Klaſſen waren einen Tag nach den verſchiedenſten Richtungen unterwegs. Die Zahl der monatlichen Spaziergänge hielt ſich in mäßigen Gren⸗ zen.— Am 14. 4. führte Stud.⸗Rat Hölzel die Schule zur Jagdtrophäenſchau des Jagdgaues Oberheſſen in die Volkshalle. Am 22. 4. zeigte Kunſtglasbläſer Ringling die Herſtellung von Schmucktieren, Vaſen, Glasſchmuck, Glühlampen, Baro⸗ und Thermometern, auch von künſtlichen Augen und gab einen Überblick über die Herſtellung des Glaſes aus den Grund ſtoffen.— Sehr eindrucksvoll war der Beſuch der vom Oberheſſiſchen Kunſtverein veranſtalteten Skagerrak⸗Gemäldeausſtellung am 13. 6.— Am 4. 10. hielten der Gießener Studentenführer, der Führer des Studentenwerkes und ein Dozent der Univerſität den Schülern der Ib⸗ und II a⸗Klaſſen Vorträge über Berufsberatung.— Am 16. 11. legten anläßlich des Tages der deutſchen Hausmuſik etwa 25 Schüler der Anſtalt vor ihren Lehrern und Klaſſenkameraden Proben ihres Könnens ab.— Der in ſonſtigen Jahren von der ganzen Schule beſuchte Gottesdienſt anläßlich des Reformationstages fiel diesmal mit einem Sonntag zuſammen, ſo daß den Schülern der Beſuch an⸗ heimgeſtellt blieb. Die Predigt hielt Pfarrer Bechtolsheimer.— Die letzte unterrichtsſtunde des 24. 11. vereinigte die Primaner der höheren Knabenſchulen zu einem Vortrag über Flugweſen ſeitens eines Flieger⸗ offiziers, als Abſchluß wurde die Beſichtigung des Gießener Fliegerhorſtes durchgeführt. Ein Stabsoffizier der pſychotechniſchen Prüfungsſtelle in Kaſſel ſprach am 4. 12. zu den Schülern der Oberklaſſen. Ein weite⸗ rer Werbevortrag eines Majors des hieſigen Fliegerhorſtes fand am 12. 1. in der Aula des Gymnaſiums ſtatt, für die Förderung des Nachwuchſes der Kriegsmarine warb am 18. 1. ein Vortrag im Kaffee Leib.
— Anläßlich der Hauptprobe zum Großkonzert der Wehrmacht zu Gunſten des WHW. war am 19. 2. unterrichtsfrei.
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