Jahrgang 
1938
Einzelbild herunterladen

Stundentafel

Klaſſen 1 2 3 4 5 6 7 8 zuſammen Leibeserziehung 5 5 5 5 5 5 5 5 40 Deutſch 5 4 4 4 4 4 4 4 33 Geſchichte 1 3 3 3 3 3 3 3 22 Erdkunde 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Kunſterziehung 2 2 2 2 1 2 1 2 14 Muſik 2 2 2 1 1 1 1 1 11 Biologie 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Chemie 2 2 2 2 8 Phyſik 2 2 3 3 3 13 Mathematik 4 4 4 4 4 4 4 5 33 Engliſch 6 6 5 4 5 4 4 3 37 Latein 4 4 3 3 3 3 20 Franzöſiſch 2 2 3 3 10 Freiwillige Arbeits⸗

gemeinſchaft des math.⸗nat. Zweigs(2) 2)(2)(6) Religionslehre 2 2 2 2 1 1 1 1 12

Anmerkung: Im kommenden Übergangsjahr ſind in den math.⸗nat. und in den fremdſprachlichen Fächern gegenüber dem kommenden Reichsplan einige kleine Anderungen eingetreten, damit bei der Umſtellung in der Dar⸗ bietung des Stoffes keine Lücken entſtehen.

Zwei Ereigniſſe des verfloſſenen Schuljahres geſtalteten ſich beſonders eindrucksvoll: Die in guter Kameradſchaft mit der Oberrealſchule gemeinſam begangene und unter froher Teilnahme weiteſter Kreiſe glänzend verlaufene 100⸗Jahrfeier des Realgymnaſiums vom 3. bis 5. Juli und die Schulfeier anläßlich der Verleihung des NamensLangemarckſchule, Oberſchule für Jungen, die, nach dem ehrenvollen Ent⸗ ſcheid des Herrn Reichsſtatthalters Jakob Sprenger vom 23. 12., am 8. 1. 38 ſtattfand.

Die Joo⸗Jahrfeier der Anſtalt.

Nach mühevoller, unermüdlicher, höchſt erfolgreicher Vorarbeit durch den Schriftführer der Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Realgymnaſiums, Stud.⸗Rat Scharmann,(ſetzt J. v. Liebigsſchule, Gießen) ſchloß Stud.⸗Rat Hölzel den ausgedehnten Schriftverkehr ab, der lange vor den eigentlichen Jubiläums⸗ tagen in der Feſtſtellung von Anſchriften ehemaliger Schüler und durch deren Einladung die breite Grund⸗ lage geſchaffen hatte, auf der das glückliche Gelingen des Feſtes ſicherſtand. Ein ausgewählt kundiger Feſt⸗ ausſchuß unter Leitung der beiden Direktoren und unter dem Vorſitz von Stud.⸗Rat Wilh. Schmidt (O. R. Sch.) legte die wirtſchaftlichen Grundlagen. Alle Lehrkräfte traten in ſelbſtloſer Hingabe in den Dienſt der Vorbereitungen, ſei es bei der Herausgabe der Feſtſchrift, ſei es bei Betreuung der Gäſte oder wie auch immer. Der in jeder Hinſicht glänzende und beglückende Verlauf der feſtlichen Tage ſollte alle Mühen reichlich lohnen. Denn dieſe Feiertage, von ſchönſtem Wetter begünſtigt, weiteten ſich über den engeren Rahmen einer ſchuliſchen Sonderveranſtaltung ſchließlich zu einem Feſt echter, fröhlicher Volksgemeinſchaft aus, bewieſen damit aufs Deutlichſte die innige, tätige Verbundenheit zwiſchen Schule, Heimat, Volk und Staatsführung und bezeugten den friſchen Geiſt jungen, kraftvollen völkiſchen Lebens, dem auch alle er⸗ zieheriſche Arbeit zu dienen hat und dient.

Am Samsstag, den 3. Juli, vereinigte der Begrüßungsabend des Realgymnaſiums in den Räumen des Geſellſchaftsvereins eine überaus zahlreiche, frohgeſtimmte Menge alter und junger Schüler. Ob.⸗St.⸗Dir. Angelberger begrüßte die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, die Behörden und die Wehrmacht ſowie alle Realgymnaſiaſten, alt oder jung, gab in launigen Worten ſeiner Freude über den frohen und

8