Gießen, Mainz, als Reallehrer in Bingen und im höheren Schuldienſt an der OR. in Worms gewirkt hatte. Sohn des Odenwaldes, hat er, dem Oberheſſens ſchöne Natur zur zweiten Heimat geworden, ſich für ſeine ſchwere Arbeit aus Gottes Natur gerne neue Kraft geholt. Mögen ihm, den ein quälendes Augen⸗ leiden zur Aufgabe ſeines ihm lieben Dienſtes nötigte, in nun ruhigeren Tagen Linderung und Erholung ver⸗ gönnt ſein, und möge er immer wieder bei uns einkehren, denen er ſolange und auf immer verbunden war und iſt.
b) Volontäre, Probejahr und Aſſeſſoren:.
Mit Beginn des Schuljahres wurde uns zur Ableiſtung ſeines Probejahres Stud.⸗Referendar K. Schäfer, vordem an der hieſigen Oberrealſchule, zugewieſen; er trat ſeinen Dienſt aus militäriſchen Gründen am 8. 5. an. Als Volontär kehrte am 10. 4. Stud.⸗Aſſeſſor Schad aus Offenbach zurück, er erhielt mit glei⸗ chem Tage eine Hilfsaſſiſtentenſtelle an der Univerſitätsbibliothek. Aſſeſſor Wilhelmi nahm ab 20. 9. eine Stelle am Landerziehungsheim Eliſabethenhöhe zu Wutha in Thüringen an, Aſſeſſor Decker, vorüber⸗ gehend an den höheren Privatſchulen in Hoya und Gladenbach tätig, wirkte eine Zeitlang ebenfalls in Wutha und ging dann an die höhere Privatſchule nach Gladenbach. Aſſeſſor Breitwieſer nahm nach den Herbſtferien eine Stelle an einer höheren Privatſchule in Mannheim an. Aſſeſſor H. Schmidt, ab 18. 8. zu einem mehrwöchigen Studienaufenthalt nach Frankreich beurlaubt, iſt ſeit Januar 1938 Aſſiſtent am Romani⸗ ſchen Seminar der Univerſität Gießen. Aſſeſſor Mühl trat nach zwei militäriſchen Ubungen von insgeſamt 16 Wochen ebenfalls eine Stelle an der Privatſchule in Gladenbach an.
Die Studienreferendare Schultheiß, Friedrich und und Diehl beſtanden im Herbſt 1937 ihr Aſſeſſoren⸗ examen. Aſſeſſor Schultheiß wurde am 1. 10. beurlaubt, um eine Stelle an der höheren Privatſchule zu Steinhude(Hannover) zu übernehmen. Aſſeſſor Diehl verließ uns mit gleichem Tage und ging an die höhere Privatſchule in Nordeck.— Ab 8. 10. wurde Aſſeſſor Friedrich an die Heeresfachſchule nach Saarbrücken berufen..
C. Schulung, Fortbildung und Heeresdienſt.
An Schulungs⸗ und Fortbildungslehrgängen und ⸗lagern nahmen teil: Vom 12. bis 18. 4. Studien⸗ referendar Schultheiß an einem Gauſchulungslehrgang in Cröſſinſee in Pommern. Vom 10. bis 14. 9. Studienrat Fiſcher als Sturmführer beim Reichsparteitag.— Vom 2. bis 10. November Studienrat Dr. Müller an einem altſprachlichen Schulungslager zu Kettwig an der Ruhr. An einem Lehrgang für Boxen ab 1. 12. die Herren Fiſcher, Fay, Lotz und Schäfer.— Auch der Heeresdienſt rief verſchiedentlich Amts⸗ genoſſen auf. So übte Stud.⸗Referendar Friedrich vom 15. 4. bis 12. 5. beim IR. 116, Studienrat Schmidt verſchiedentlich für kürzere Zeit, desgleichen Studienrat Schuchmann. Längeren ÜUbungen unterzog ſich Stu⸗ dienrat Hölzel, ſo vom 16. 8. bis 26. 9. und vom 25. 11. bis zum 11. 12. Am 18. 1. 1938 wurde Studienrat Hölzel zum Major d. R. befördert, wozu ihm auch an dieſer Stelle herzlicher Glückwunſch der Schule ausgeſprochen werde.
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D. Unterricht und ſonſtige Veranſtaltungen.
Neuaufbau der höheren Schule.
In ſteter und organiſcher Weiſe vollzog ſich ſeit 1933 nach den richtunggebenden Erlaſſen des Reichs⸗ erziehungsminiſters Ruſt die innere Wandlung der höheren Schule; Oſtern 1937 ſollte auch die Anderung ihrer äußeren Form bringen. Das Realgymnaſium wurde S⸗ſtufige Oberſchule mit den Klaſſen 1(ſeither Sexta) bis 8. Die Oberſchule pflegt Engliſch ab Sexta als 1. und Latein ab Quarta als 2. Pflichtfremd⸗ ſprache; von Oberſekunda ab wird ſie ſich nach beendeter Übergangszeit gabeln in einen ſprachlichen Zweig mit Franzöſiſch als 3. Fremdſprache und einen mathematiſch⸗naturwiſſenſchaftlichen Zug. Der Ubergang von den alten zu den neuen Lehrplänen ſoll ſo raſch wie möglich erfolgen. Die Klaſſen, die Franzöſiſch bereits begonnen haben(ſetzige IIIb aufwärts), führen dieſe Fremdſprache geſchloſſen durch.
Wir bringen nachſtehend die im nächſten Schuljahr geltende


