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kraft, ſein friſches, anregendes Weſen, ſeine warmherzige Liebe für die Jugend und die hohe Auffaſſung ſeines Berufes, in dem er einer der tüchtigſten war, haben ihm im höchſten Maße die Herzen ſeiner Schüler gewonnen und werden ihm im Kreiſe ſeiner Kollegen ſtets das beſte Andenken ſichern.
Von unſern Schülern traten als Kriegsfreiwillige oder Fahnenjunker in das aktive Heer ein: die Oberprimaner Heinrich Banff, Max Fritz, Ernſt Geitz, Adolf Herrmann, Hans Schenk(vermißt ſeit 30. Oktober bei Le Quesnoy), Heinrich Sommerlad, Heinz Speth(verwundet), Werner Stoeriko, Arwed Sundheim, Karl Zimmer; die Unterprimaner(Ula) Ernſt Becker (verwundet), Erich Bender, Walter Dornberger, Heinrich Gompf, Otto Hofmann, Karl Zöller (gefallen am 3. Dezember 1914 in der Schlacht bei Lodz); ferner aus Ulb Fritz Breidenbach, Joſeph Grohe, Karl Schmidt, Wilhelm Wagner, Albert Weinberg; die Oberſekundaner Karl Boller, Oskar Eigenbrodt(verwundet), Hermann Roth(verwundet), Reinhold Schulte(verwundet); der Unterſekundaner Bruno Fix.
Aufs tiefſte beklagt die Anſtalt den Tod ihres lieben und hoffnungsvollen Schülers, des Unterprimaners Karl Zöller. Sein beſcheidenes, freundliches Weſen, ſein reifer Charakter, ſein Fleiß und ſeine Begabung, ſeine treukameradſchaftliche Geſinnung haben ihn Lehrern wie Schülern gleich wert gemacht und werden ihn im Herzen aller, die ihn kannten, fortleben laſſen.
Da die Sommerferien bis Mitte September dauerten, blieb unſere Schule vor den erſten, gewaltſamſten Erſchütterungen bewahrt; obwohl die Hälfte des Kollegiums zum Heeresdienſt eingezogen war, konnte doch durch Gewährung des notwendigſten Erſatzes und organiſatoriſche Änderungen(da die Oberprima zunächſt ganz wegfiel und die beiden Unterprimen zu einer Klaſſe vereinigt wurden) der Unterricht zu Beginn des Winterhalbjahrs in ſeinem vollen Um⸗ fang wieder aufgenommen und aufrecht erhalten werden. Mehrere Profeſſoren der Landes⸗ univerſität und Geiſtliche unſerer Stadt hatten ſich uns für eine beſtimmte Anzahl von Unter⸗ richtsſtunden zur Verfügung geſtellt. Obwohl wir infolge der genannten Maßnahmen ihre Dienſte nicht in Anſpruch zu nehmen brauchten, iſt es uns doch eine gern erfüllte Pflicht, den Herren auch an dieſer Stelle für ihr ſelbſtloſes und vaterländiſches Anerbieten wärmſten Dank zu ſagen.
Die Lehramtsreferendare Herr Dr. Otto Schmidt, Herr Hans Roloff und Herr Johann Georg Nungeſſer waren zu Beginn des Winterhalbjahres für etwa 14 Tage frei⸗ willig und jeder mit der vollen Stundenzahl eines Oberlehrers bei uns eingeſprungen und hatten es uns dadurch ermöglicht, von vornherein den vollen Unterrichtsbetrieb durchzuführen. Für dieſe Bereitwilligkeit ſei ihnen hier nochmals herzlichſt gedankt.
Zu ganz beſonderem Danke aber ſind wir Herrn Univerſitätsprofeſſor Dr. Karl Schaum verpflichtet, der vom 14. September 1914 an bis zum Schluſſe des Schuljahres neben ſeiner akademiſchen Tätigkeit noch 9 Stunden Phyſik in unſerer Prima und den beiden Sekunden übernommen hatte.
Durch Verfügung Großherzogl. Miniſteriums des Innern, Abteilung für Schulangelegen⸗ heiten, wurden mit der Verwaltung einer Lehrerſtelle an unſerer Anſtalt betraut: Herr Lehramts⸗ aſſeſſor Wilhelm Hahn vom 14. September 1914 ab; Herr Lehramtsaſſeſſor Dr. Peter Stautz vom 5. Oktober 1914 ab; Herr Lehramtsreferendar Dr. Karl Kern vom 12. Oktober 1914 ab.
Zu Lehramtsaſſeſſoren wurden ernannt am 1. Oktober 1914 die Lehramtsreferendare Herr Albert Cullmann und Herr Dr. Robert Schütz; am 2. Januar 1915 Herr Lehramts⸗ referendar Dr. Karl Kern mit Rückwirkung vom 1. April 1914 an.


