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8. Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im ganzen gut; nur hatte eine Maſern⸗ epidemie in der 2. Hälfte des Novembers und während des Dezembers 1902 eine ſtarke Ent⸗ völkerung der zwei unterſten Klaſſen der Vorſchule zur Folge.— Der Geſundheitszuſtand des Lehrerkollegiums war ebenfalls befriedigend.
9. Für die unſerer Schule überwieſenen Geſchenke ſagen wir auch hier den freundlichen Gebern herzlichen Dank, insbeſondere Herrn Rentner Zobel, der uns ein ſehr ſchön gearbeitetes und überſichtliches Modell von Apparaten für drahtloſe Telegraphie, Syſtem Prof. Braun⸗Siemens und Halske, überließ. Bei der Übergabe des Modelles am 19. November 1902 hielt auf Ver⸗ anlaſſung des Herrn Zobel Herr Ingenieur Schmidt aus Berlin einen lehrreichen Vortrag über drahtloſe Telegraphie in Gegenwart von Lehrern unſerer Anſtalt und einer Anzahl geladener Gäſte. Auch Herrn Schmidt ſind wir zu beſonderem Dank hierfür verpflichtet.
W.
1. Das folgende Ausſchreiben Großh. Miniſteriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, vom 26. November 1901, die Befreiung von der Fortbildungsſchule, bezw. den Austritt von Schülern aus höheren Lehranſtalten betreffend, bringen wir nochmals zur Kenntnis:
Schüler der Gymnaſien, Realgymnaſien, Oberrealſchulen, Realſchulen und höheren Bürgerſchulen, welche nach Ablauf des erſten Schuljahres austreten, ſind von der Fort⸗ bildungsſchulpflicht nur dann entbunden, wenn ſie mindeſtens ein Jahr lang der Obertertia angehört haben.
2. Durch Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern, Abteilung für Schulangelegen⸗ heiten, vom 7. März 1903 ſind für die höheren Schulen Gießens folgende Ferien beſtimmt:
a) Oſterferien 2 Wochen, und zwar vom Palmſonntag an; b) Pfingſtferien 1 Woche, vom Pfingſtmontag an;
c) Herbſtferien 6 Wochen, vom 1. Sonntag im Auguſt an; d) Weihnachtsferien 2 Wochen, wie ſeither.


