(Anſprache Studienrat Dr. König); Verfaſſungsfeier am 29. Auguſt(Anſprache Stu⸗ dienrat Dr. Ritzert); das Reformationsfeſt am 31. Oktober durch einen gemeinſamen Kirchgang der evangeliſchen Schüler Gießens; Totengedenkfeier am 21. November als Vorfeier am 20. November in der letzten Schulſtunde(Anſprache Studienrat Koch); Elternabend am 6. und 13. Dezember(Anſprache Muſiklehrer Blaß).
Beſichtigungen und Prüfungen.
Im Laufe des Jahres legten 19 Studienreferendare ihre Staatsprüfung an unſrer Schule ab. Zweimal war Herr Miniſterialdirektor Urſtadt, einmal Herr Miniſterialrat Glückert dabei anweſend. Außerordentliche Reifeprüfungen fanden am 17. und 19. Oktober, die mündlichen Abſchlußprüfungen der drei Oberprimen vom 4. bis 6. Februar unter dem Vorſitz des Unterzeichneten ſtatt. Am 14. September war Herr Miniſterialdirektor Urſtadt bei einer Reifeprüfung von 6 Nichtſchülern(Maturum) und am 4. und 5. März von 14 Nichtſchülern(10 Maturum, 4 Oberſekundareife) zugegen.
Geſundheitszuſtand und Spaziergänge.
Im allgemeinen war der Geſundheitszuſtand von Schülern und Lehrern günſtig. Der Jahresausflug wurde aus Sparſamkeitsgründen für alle Klaſſen auf einen Tag beſchränkt, die vorgeſehenen Monatsſpaziergänge wurden regelmäßig unternommen. Im Juni unter⸗ nahm die Untertertia 1 unter Führung von Dr. Keßler und Dr. Flörke eine ſechstägige Studienfahrt in den vorderen Taunus mit Standbleibe in Bad⸗Homburg. Die Koſten waren äußerſt gering und konnten vorher in kleinen Wochenbeiträgen in einer Reiſeſpar⸗ kaſſe angeſammelt werden. Leider haben wir den Verluſt eines ſtrebſamen und braven Schülers zu beklagen. Der Oberprimaner Heinz Heck aus Römershauſen, Kreis Bieden⸗ kopf, ſtarb am 12. Januar 1932 nach längerem Leiden. Ein Beweis für die Beliebtheit des Dahingeſchiedenen war es, daß ſeine ſämtlichen Klaſſenkameraden unter Leitung des Klaſſenführers Studienrat Schmidt den weiten Weg in ſeine Heimat nicht ſcheuten, um ihm das letzte Geleite zu geben. Für Schule und Klaſſe wurden Kränze am Grabe niedergelegt.
Körperliche Ausbildung.
Turnſtunden und Spielnachmittage dienten der körperlichen Ausbildung in gewohnter Weiſe. Von dem großen Können unſrer Handballmannſchaft zeugt die Tatſache, daß ſie alle Spiele gegen andere Schulen gewann. Im Kampf um das Heſſenbannerdes Philo⸗ logenvereins trat ſie viermal an und gewann das Entſcheidungsſpiel gegen das Real⸗ gymnaſium Darmſtadt in Friedberg mit 8:4. Damit ging das Heſſenbanner für ein Jahr in den Beſitz unſrer Schule über. Der Schülerwanderpreis der Gießener Rudergeſell⸗ ſchaft wurde zuſammen mit Schülern des Realgymnaſiums gegen das hieſige Gymnaſium gewonnen. Bei den Reichsjugendwettkämpfen trugen von 86 Teilnehmern unſrer Schule 63 Preiſe davon. Für 42 Quartaner und Quintaner konnte das Freiſchwimmer⸗
zeugnis ausgeſtellt werden. Stiftungen.
Für den Zeichenunterricht: Ein gerahmter Wandſpruch in gotiſcher Schrift von dem Schüler Heinz Rothermel in laz, ein Wandſchränkchen für die graphiſche Schülerbücherei im Zeichenſaal von Karl Rinn in IIaz, ein Farbreiber für die graphiſche Werkſtätte von Erich Schäfer in IIIb;, ein Winkel für Linolſchnitte von Franz Bourgeois in Vi; für den erdkundlichen Unterricht: Ein Bildwerk„Hielſcher, Das unbekannte Spanien“ von einem ungenannten Spender. Allen Gebern danken wir auch an dieſer Stelle herzlichſt.
Verſchiedenes.
Wiſſenſchaftliche Tagungen und Fortbildungskurſe konnten nicht beſucht werden, da keine Mittel zur Verfügung geſtellt wurden.
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