Neuſprachliches Seminar(Dr. Roller), 2 Wochenſtunden im Sommer; Mathematiſches Seminar(Dr. Männchen), 2 Stunden wöchentlich; iſtoriſches Seminar(Dr. Schraub), 6 Wochen à 2 Stunden im Winter, dkundliches Seminar(H. Heymann), 6 Wochen à 2 Stunden im Winter; oſikaliſches Seminar(Schmidt), 6 Wochen à 2 Stunden im Winter; hemiſches Seminar(ODxr. Flörke), 6 Wochen à 2 Stunden im Sommer; Biologiſches Seminar(Dr. Boech,, fiel in dieſem Jahre aus, Turnen und Einführung in die Methodik der Leibesübungen (Klippeh, wöchentlich einſtündig; .Kurſus im Wandtafelzeichnen(Klein), von Weihnachten bis Oſtern einſtündig wöchentlich.
Außerdem hielten Studienrat Dr. Kiefer für die Referendare ein Kolloquium über deutſche Literatur(Sommerhalbjahr) und Studienrat Dr. Adolph ein ſolches über philo⸗ ſophiſche Fragen(Winterhalbjahr) ab.
An der Einführung der Studienreferendare in den praktiſchen Anterricht waren beteiligt die Kollegen: Dr. Boeck, Dr. Flörke, Dr. Fuhr, Dr. Gebhardt, Größer, H. Heymann, Dr. W. Heymann, Dr. Hillenbrand, Keßler, Dr. Kiefer, Klein, Klippel, Dr. Männchen, Dr. Noll, Obermann, Paul, Dr. Roller, Schmidt, Dr. Schraub, Weber, Zilch.
Probejahr.
Zur Ableiſtung ihres zweiten Vorbereitungsjahres(Probejahr) wurden uns im Oktober fol⸗ gende Studienreferendare überwieſen: Ernſt Chriſt(von November ab an der höheren Privat⸗ ſchule in Crainfeld), Ludwig Geismar ſſeit November an der Oberrealſchule am Stadthaus in Offenbach), Wilhelm Hainz und Albrecht Steinhäuſer(die beiden letzteren ſeit Januar 1928 zur Vertretung am Landgraf⸗Ludwigs⸗Gomnaſium in Gießen.
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Staatsprüfungen. Dieſelben ſind bereits auf Seite s angeführt.
2. Der Anterricht.
Angeteilter Anterricht.
Mit Genehmigung des Landesamtes für das Bildungsweſen(Verfügung vom 8. März 19⁰27) wurde uns in Anbetracht der außergewöhnlich hohen Zahl auswärtiger Schüler (52% geſtattet, von Oſtern 1927 ab den ungeteilten Anterricht einzuführen, d. h. eine Verteilung der geſamten Anterrichtsſtunden ausſchließlich auf den Vormittag vorzunehmen. Dies war nur möglich, wenn zu den üblichen 5 Vormittagsſtunden an einigen Tagen noch eine 6. Stunde, die in früheren Jahren am Nachmittag erteilt wurde, hinzukam. Die Ein— richtung hat gegenüber dem geteilten Anterricht den großen Vorzug, daß unſere Schüler ihre ſämtlichen Nachmittage ſchulfrei haben. Wird dadurch einerſeits den Auswärtigen die Mög⸗ lichkeit gegeben, am Ende des Vormittagsunterrichts ſchon nach Hauſe zu fahren, ſo hat auch für die in Gießen wohnenden Schüler die Einrichtung den Vorteil, daß ihnen die Nachmittage einesteils zur Anfertigung der Hausarbeiten, aber auch zu anderer freiwilliger Betätigung außerhalb des Rahmens der Schule zur Verfügung ſtehen, und daß außerdem der doppelte Schulweg in Wegfall kommt. Dieſe Einrichtung hat natürlich nur dann ihren Zweck erreicht, wenn ſich ſämtliche verbindlichen Anterrichtsſtunden und möglichſt auch die wahlfreien vor⸗ mittags unterbringen laſſen. Durch das Entgegenkommen der Direktionen des Landgraf⸗
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