1. Zur Geſchichte unſerer Anſtalt.
Das Schuljahr 1922/28 nahm am Montag, den 2s. April 1027 ſeinen Anfang. Die Zahl der Schüler betrug 756, die der Klaſſen 25. Es unterrichteten 36 ordentliche und 5 außerordentliche Lehrkräffe.
Lehrkörper.
Mit Beginn des Schuljahres gab es einige Aenderungen in der Zuſammenſetzung des Lehrkörpers. Studienrat Prof. Wentzel wurde auf ſeinen Wunſch nach Darmſtadt verſetzt und gehört dort dem Lehrkörper des Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſiums an. Er war ſeit Oſtern 1916 an unſerer Anſtalt tätig. Für ihn wurde Studienaſſeſſor Walter Backes von der Realſchule in Lauterbach an unſere Schule verſetzt.
Studienrat Adolf Clotz, der ſeit Auguſt 1923 mit uns zuſammen arbeitete, kam wieder an ſeine frühere Anſtalt, die Oberrealſchule in Butzbach, zurück. Er wurde erſetzt durch Studienrat Wilhelm Schmidt in Butzbach, der die Stelle ſchon früher innehatte.
Reallehrer Ludwig Hebermehl, der ſeit einigen Jahren ſchon einen Teil der Zeichen⸗ ſtunden am Realgymnaſium erteilt hatte, wurde endgültig an dieſe Anſtalt verſetzt. An ſeine Stelle trat Oberreallehrer Heinrich Will vom Realgomnaſium in Gießen, der ſeither als außerordentlicher Lehrer mit 12 Wochenſtunden bei uns tätig war. Er hatte ſchon früher einmal von Oſtern 1914 bis Oſtern 1920 unſerem Lehrkörper angehört.
Auch der mit 12 Wochenſtunden beſchäftigte Studienrat Dr. Heußel vom Real⸗ gomnaſium übernahm wieder ſeine volle Stelle an dieſer Anſtalt. Er wurde durch den Studienrat Dr. Georg Heß vom Landgraf⸗Ludwigs⸗Gymnaſium erſetzt.
Studienrat Dr. König wurde für ſeine Tätigkeit an der Aniverſität mit 12 Stunden erihe den Studienaſſeſſor Dr. Friedrich Grünewald von der Oberrealſchule in Butzbach entlaſtet.
Reallehrer Paul war mit einigen Turnſtunden am Realgymnaſium beſchäftigt.
Wegen Erkrankung waren im Laufe des Schuljahres die Studienräte Kreilin g und Schoen längere Zeit beurlaubt; der erſtere von Oſtern bis zu den Sommerferien(vertreten von Studienreferendar Bendder), letzterer von den Herbſtferien bis zum 11. Januar(durch Studienaſſeſſor Dr. Todt vertreten).
Durch Verfügungen des Landesamtes für das Bildungsweſen wurden die Studien— räte Wilhelm Geck und Wilhelm Größer mit Wirkung vom 1. Juni 1927 und der Studienrat Dr. Flörke mit Wirkung vom 1. Januar 1028 als überplanmäßige Studien⸗ räte angeſtellt.
Lehrerfortbildung.
Vom 4. Juli bis zu Ende der Sommerferien hielt ſich Studienrat Dr. G ebhardt ſtudienhalber in England auf. Während der Herbſtferien und im Anſchluß daran nahmen die Studienräte Prof. Dr. Noll und Schmidt an einem phoſikaliſchen Kurſus in Darmſtadt teil. Studienrat Prof. Dr. Boeck hielt im Herbſt an drei Sonnabenden einen biologiſchen Kurſus für Junglehrer ab.
Gedenktage und Feiern.
Am 24. Juni wurde der heſſiſche Jugendtag als gemeinſame Feier in der Turn— halle begangen. Studienrat Prof. Barth ſprach dabei über Bedeutung und Zweck dieſer alljährlich ſtattfindenden Veranſtaltung. An die Feier ſchloß ſich ein Spaziergang der einzelnen Klaſſen unter Leitung der Klaſſenführer an.
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