5—— tretung Prof. Helmkes eine halbe Studienratsſtelle verwaltete, verlor damit ſeine Verwendung und wurde an die hieſige Oberrealſchule abberufen.
Weiter wurde mit Beginn des Schuljahres Studienrat Georg Schelhorn von der Oberrealſchule und dem Progymnaſium zu Alzey als Nachfolger des Prof. Lucius an die Anſtalt be⸗ berufen. Die beiden Studienreferendare Wilhelm Hainz und Albrecht Steinh äuſer, die nach der Ruheſtandsverſetzung des Prof. Lucius vom 1. Dezember 1927 ab aushilfsweiſe an der Anſtalt unterrichtet hatten, fanden Verwendung an den höheren Bürgerſchulen zu Grünberg und Hungen.
Schulverwalter Wilhelm Mohr wurde zur ſelben Zeit an das hieſtige Realgymnaſium verſetzt. An ſeiner Stelle erhielt der Lehrer an der Volksſchule zu Herbſtein Adolf Etz eine kommiſſariſche Verwendung an der Anſtalt, wo er den Turn⸗ und Zeichenunterricht übernahm. Er wurde dann mit Wirkung vom 1. Dezember zum Reallehrer ernannt.— Den Geſangs⸗ unterricht übernahm Oberreallehrer Heinrich Blaß aus Großen⸗Linden, der dieſen Anterricht am Gymnaſium, Nealgymnaſium und der Oberrealſchule erteilt.
Studienreferendar Karl Bernhard Knaus wurde zur Ableiſtung ſeines Probejahres der Anſtalt überwieſen; er beſtand am Ende des Schuljahres ſeine Staatsprüfung. Die Studien⸗ referendare Dr. Karl Gernand und Otto Hornickel werden ſeit Beginn des Winterhalb⸗ jahres in den Anterricht eingeführt.
Studienrat Prof. Dr. Wilhelm Gundel wurde vom 1. Oktober ab zunächſt zur Hälfte beurlaubt, um mehrere wiſſenſchaftliche Arbeiten fertig zu ſtellen. Die Notgemeinſchaft der deutſchen Wiſſenſchaften bewilligte ihm zu dieſem Zweck ein Forſchungsſtipendium für ein Jahr. Sein Vertreter wurde Studienaſſeſſor Dr. Fritz Heichelheim.
Kaplan Kalteyer wurde am 16. November abberufen, um die katholiſche Pfarrer⸗ ſtelle in Heimersheim in Rheinheſſen zu übernehmen. An ſeiner Stelle übernahm den katho⸗ liſchen Religionsunterricht Kaplan Heinrich Nauer.
Zu Oberſtudienräten wurden ernannt: mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 die Studien⸗ räte Prof. Heinrich Lucius und Prof. Hermann Oßwald, mit Wirkung vom 1. Oktober 1928 Prof. Dr. Karl Bernbeck.
Am Turnkurs zu München vom 22. bis 31. Auguſt nahm teil Reallehrer Etz, am neuſprachlichen Fortbildungskurs zu Darmſtadt vom 22. bis 27. Oktober Studienrat, Miſch⸗ ler, am Einführungskurs in den chemiſchen Arbeitsunterricht zu Mainz vom 4. bis 7. Dezember Studienrat Dr. Rudolf Blank.
Oberſtudienrat i. R. Profeſſor Ernſt Kutſch †.
Prof. Ernſt Kutſch ſtarb am 24. Oktober nach längerem Siechtum. Sein Leben hat in engſter Verbindung mit dem Landgraf⸗Ludwigs⸗Gymnaſium geſtanden. Hier hat er ſeine Reifeprüfung beſtanden, kehrte nach Erledigung des Aniverſitätsſtudiums an die An⸗ ſtalt zunächſt als Mitglied des Pädagogiſchen Seminars zurück, fand dann hier Ver⸗ wendung und Anſtellung, erhielt den Charakter als Profeſſor, das Ritterkreuz des Philipps⸗
ordens I. Kl. und wurde ſchließlich Oberſtudienrat. In den Ruheſtand trat er am 16. Juli 1923.— Seine jahrzehntelange Tätigkeit an der Schule war ſehr erfolgreich. Mit geiſtiger Klarheit und Schärfe, die ihn zum mathematiſchen Anterricht, der in ſeiner Hand lag, beſonders befähigte, verband ſich eine natürliche Begabung für die Lehrtätigkeit, ſodaß er im Anterricht wahrhaft Vorbildliches zu leiſten in der Lage war.— An ſeinem Begräbnis nahm der ganze Lehrkörper teil, der Direktor legte in deſſen Namen einen Kranz nieder und ſpendete dem Verſchiedenen einige Abſchiedsworte.


