Zur Geſchichte der Anſtalt.
Der Lehrkörper.
Der Lehrkörper beſtand aus folgenden Perſonen(Stand am Schluß des Schuljahres): 1. Oberſtudiendirektor: Otto Altendorf, Bismarckſtraße 4.
2 Oberſtudienräte: Profeſſor Hermann Oßwald, Nordanlage 12; Profeſſor Dr. Karl Bernbeck, Schanzenſtraße 22.
3. Studienräte: Profeſſor D. Dr. Auguſt Freiherr von Gall, Stephanſtraße 27; Profeſſor Dr. Wilhelm Gundel, Roonſtraße 6; Heinrich Miſchler, Lud⸗ wigsplatz 10; Dr. Georg Appel, Ebelſtraße 18; Georg Schelhorn, Ludwig⸗ ſtraße 24; Dr. Siegfried Kann, Liebigſtr. 37; Heinrich Röder, Oſtanlage 27; Dr. Paul Wolkewit, Oſtanlage 16; Dr. Fritz Fiſcher, Marburgerſtraße 25; Dr. Rudolf Blank, Stephanſtraße 16.
. Studienaſſeſſor: Dr. Fritz Heichelheim, Oſtanlage 39.
. Studienreferendare: Karl Bernhard Knaus, Stephanſtraße 27; Dr. Karl Gernand, Bleichſtraße 21; Otto Hornickel, Südanlage 4.
6. Reallehrer: Adolf Etz,, Schiffenbergerweg 17.
7. Hilfslehrer: Dr. David Sander, Provinzialrabbiner, Landgrafenſtraße 8; Kaplan
Heinrich Nauer, Liebigſtraße 26; Lehrer und Kantor Joſeph Marx, Lony⸗ ſtraße 4; Oberreallehrer Heinrich Blaß, Großen⸗Linden.
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Mit Beginn des Schuljahres wurde Studienrat Prof. Paul Helmke auf ſein Nach⸗ ſuchen in den Ruheſtand verſetzt. Er war von der Auguſtinerſchule zu Friedberg mit Wirkung vom 1. März 1917 an die Anſtalt berufen worden, wirkte alſo 11 Jahre an ihr. Seit Sommer 1919 war er zur Hälfte beurlaubt, um einem Lehrauftrag zur Abhaltung der lateiniſchen Er⸗ gänzungskurſe an der Landesuniverſität genügen zu können. Neben ſeiner Berufstätigkeit war er ſeit 1897, eingeführt durch den damaligen Oberſchulrat Soldan, mit Forſchungen auf dem Gebiete der heimatlichen Vor⸗ und Frühgeſchichte beſchäftigt. Die Ausgrabung der Kapersburg, die Anlagen des Friedberger und Bad⸗Nauheimer Muſeums, die Erweiterung und Bereicherung des Oberheſſiſchen Muſeums zu Gießen ſind Ergebniſſe dieſer Tätigkeit. Ihre Anerkennung fand ſie durch die ehrenamtliche Anſtellung als Denkmalpfleger für die Bodenaltertümer in der Pro⸗ vinz Oberheſſen, durch die Ernennung zum Mitglied der Römiſch⸗Germaniſchen Kommiſſion zu Frankfurt a. M. als Vertreter der Heſſiſchen Regierung, durch die Berufung zum korreſpon⸗ dierenden Mitglied des Archäologiſchen Inſtituts des Deutſchen Reiches. Seit dem 1. April 1928 iſt er Direktor der ſtädtiſchen Muſeen Gießens.— Auch ſeine unterrichtliche und erzieheriſche Tätigkeit am Gymnaſium war überaus erfolgreich. Er war ein Lehrer, der ſeine Schüler, wie das ſein muß, ſtraff hielt, von ihnen ein fleißiges und gewiſſenhaftes Arbeiten forderte, dabei aber auch aus dem reichen Schatz ſeines Wiſſens viel Anregendes zu geben wußte.
An ſeine Stelle wurde Studienrat Dr. Paul Wolkewitz mit Wirkung vom 23. April vom hieſigen Realgymnaſium an die Anſtalt berufen.— Studienrat Otto Heß, der in Ver⸗


