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1. Philosophische A. G.: René Descartes, Auswahl aus seinem Werke„Die Principien der Philosophie“; Baruch de Spinoza,„Rationalistischer Pantheismus“(Auswahl); Schopenhauer,„Voluntarismus, Pessimismus“(Auswahl).
2. A. G. zur Vertiefung des Deutschunterrichts: Otto Ludwig.
A. G. zur Vertiefung des englischen Unterrichts: Shakespeare und sein England.
4. A. G. zur Vertiefung des erdkundlichen Unterrichts: Deutschtum im Auslande. Wirt-
schaftskrisen, ihre Ursachen und Kuswirkungen.
A. G. zur Vertiefung des naturwissenschaftlichen Unterrichts: Meßtechnik für Stark-
strom; leichtere Arbeiten aus der organischen Chemie.
6. A. G. zur Vertiefung des mathematischen Unterrichts: Projektions- und Raumlehre mit entsprechenden Aufgaben. Theorie des Rechenschiebers und seine Benutzung bei einfacheren Aufgaben.
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h) Wahlfreier Unterricht.
Der im Winterhalbjahr wieder eingeführte wahlfreie Zeichenunterricht umfaßte wöchentlich 4 Stunden und zwar 2 Stunden Linear- und 2 Stunden Freihandzeichnen. Behandelt wurden folgende Stoffgebiete: 1. Linearzeichnen: Darstellung von flandwerkszeugen, Möbeln u. a. Bauformen im Grund-, Auf- und Seitenriß. Projektionen von Körpern in den verschiedenen Lagen zur Projektionsebene. 2. Freies Zeichnen: Anwendung der figürlichen Darstellung auf verschiedene Techniken. Papierdruck, Scherenschnitt, Linoldruck, Federzeichnungen. Malen nach der Natur.
3. Bericht über die Lehrer.
Für den zu Ostern 1925 nach flomburg v. d. H. versetzten Studienrat Dr. Reuter trat Studienrat Boerner ein, der mehrere Jahre an der Deutschen Schule in Mexiko gewirkt hatte. An die Stelle des nach Wiesbaden überwiesenen Studienassessors Dr. Kröning trat Studien-— assessor Hesse, zuletzt in Bad Ems. Die Stelle des während der Osterferien verstorbenen Oberschullehrers Szymanski blieb vorläufig unbesetzt. Der Berichterstatter war zur Er- holung von einem ferzleiden bis zum 16. 5. beurlaubt und wurde in der Leitung der Anstalt von Studienrat Kops vertreten.
Mit dem Schlusse des Sommerhalbjahres schied Studienrat Dr. Wessling von der Anstalt, der er seit Ostern 1918 wertvolle Dienste geleistet hatte, um an das Gymnasium in Wiesbaden überzugehen. An seine Stelle kam Studienrat Thies von dort.
Erst mit dem 1. 11. wurde die Verwaltung der freien Musiklehrerstelle dem Schulamts- bewerber Berz aus Schwanheim übertragen. Bis dahin hatte der Musikunterricht ganz aus- fallen, der Turnunterricht stark eingeschränkt werden müssen. Auch die vorgesehenen Arbeits- gemeinschaften für die Oberstufe konnten jetzt eingerichtet werden.
Am 1. 12. kam Studienassessor Dr. Kröning wieder an die Anstalt zurück, während Studienassessor Hesse dessen Stelle in Frankfurt a. M. übernahm.


