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2. Deutsch. Lesen und Erklären von Gedichten und Prosastücken(Märchen, Fabeln, Er-
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zählungen, Darstellungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte, Bilder aus der Natur und der Erdkunde). Mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem und Gelesenem. Auswendiglernen und verständnisvolles Vortragen von Gedichten nach dem Kanon und von einigen Fabeln in Prosa.— Grammatik: Redeteile. Deklination und Konjugation; Unterscheidung der starken und schwachen Formen. Lehre vom einfachen Satze und von der für ihn erforderlichen Zeichensetzung. Rechtschreibeübungen. Wöchentliche Diktate.— Lebensbilder aus der vater- ländischen Geschichte, namentlich der neueren. Der Ordinarius.
Franzosisch. Lautliche Schulung durch praktische Ubung zur Erzielung einer rich-
tigen Aussprache. Leseübungen. Chorlesen. Erste Versuche im Sprechen. An- eignung eines mässigen Wortschatzes. Auswendiglernen von Gedichten und Prosastücken. Aus der Grammatik die regelmässige Konjugation sowie die Hülfsverben avoir und être, das Notwendigste aus der Formenlebre des Geschlechts- worts, Hauptworts, Eigenschaftsworts, der Fürwörter und Zahlwôrter im An- schluss an Gelesenes. Ubungen im Rechtschreiben. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus dem Pranzösischen und dem Deutschen. Der Ordinarius.
.Erdkunde. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. Bild der
engeren Heimat. Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karte. An- fangsgründe der Länderkunde, beginnend mit der Heimat und Europa. Der Ordinarius.
Rechnen. Die Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten.
Die deutschen Masse, Gewichte und Münzen nebst UÜbungen in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen. Vorbereitung der Bruchrechnung. Oberlehrer Nägler. 1.
6. Naturbeschreibung. Beschreibung vorliegender Blutenpflanzen und Besprechung
der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbarer Blütenstände und Früchte.— Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vôgel in Bezug auf äussere Merkmale und auf charakteristische Einzelheiten des Knochen- baues(nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen), nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. Oberlehrer Nägler.
. Schreiben. Das kleine und das grosse Alphabet, sowie Wörter und kleine Sätze
in deutschen und lateinischen Schriftzügen. Lehrer KRoth. Zusatz.
Die Lateinschüler erhalten den nämlichen Unterricht wie die Realschüler mit Ausnahme des
Französischen, wofür sie wôchentlich 6 Stunden Lateinisch haben.
Lateinisch. Formenlehre mit Beschränkung auf das Regelmässige unter Ausschluss der
Deponentia. Aneignung eines angemessenen Wortschatzes. Beständige Ubungen im Konstruieren und Rückübersetzen. Auswendiglernen von Sprichwörtern und Fabeln. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus dem Lateinischen und dem Deutschen. Im Sommer Oberlehrer Dr. Rauch, im Winter Oberlehrer Ott.
Vom Religions-Unterrichte war kein Schüler befreit.


