Jahrgang 
1903
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erweiterte Satz, sowie das Notwendigste vom zusammengesetzten Satze. Recht- schreibe- und Interpunktions-Ubungen. Diktate und schriftliche Nacherzählungen. Erzählungen aus der Sage und Geschichte der Griechen und Rômer. Hülfslehrer Plangemann.

3. Eran zôsisch. Sprech- und Leseübungen in jeder Stunde. Gedichte und Prosastücke auswendiggelernt. Systematische Durchnahme der regelmässigen Formenlehre unter Berücksichtigung der notwendigsten syntaktischen Regeln. Die wichtig- sten unregelmässigen Verbalformen. Rechtschreibeübungen. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus dem Französischen und dem Deutschen. Der Ordinarius. 3

4. Erdkunde. Tandertunde Mitteleuropas, insbesondere des deutschen Reiches. Weitere Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karten sowie des Reliefs. An- fänge im Entwerfen von einfachen Umrissen an der Wandtafel. Im Sommer Hülfslehrer Plangemann, im Winter Oberlehrer Dr. Rauch.

5. Kechnen. Teilbarkeit der Zahlen. Gemeine Brüche. Fortgesetzte Ubungen mit be- nannten Dezimalzahlen. Einfache Aufgaben aus der Regeldetri. Propädeuti- scher geometrischer Anschauungs-Unterricht. Ubungen im Gebrauche von Zirkel und Lineal. Haus- und Klassenarbeiten. Oberlehrer Sauerborn.

6. Naturbeschreibung. Vereinigt mit Quarta.

7. Schreiben. Das kleine und das grosse Alphabet, sowie Wôrter und Sätze in deutscher und lateinischer Schrift. Taktschreiben. Rundschrift. Lehrer Roth.

8. Zeichnen. Zeichnen ebener Gebilde und flacher Formen aus dem Gesichtskreise des Schülers nebst UÜbungen im Abändern der vorgeführten Formen und Zeichnun- gen an der Mandtafel. Lehrer Roth.

Zusatz.

Die Lateinschüler erhalten den nämlichen Unterricht wie die Realschüler mit Ausnahme des Französischen, wofür sie wôchentlich 6 Stunden Lateinisch haben. Lateinisch. Wiederholung der regelmässigen Formenlehre, die Deponentia, die unregel- mässige Formenlehre mit Beschränkung auf das Notwendige. Einige syntakti- sche Regeln und stilistische Anweisungen. Auswendiglernen von Fabeln und Er- zählungen. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus dem Lateinischen und

dem Deutschen. Obekleurer Dr. Kauch.

6. Sexta.

Ordinarius: Hulfslehrer Plange mann.

1. Religion. a) Katholische. Vereinigt mit Quinta. Ausserdem in einer besonderen Stunde: Ausgewählte biblische Geschichten des Alten und Neuen Testamentes.

Im Sommer Frühmesser Niel, im Winter Pfarrer Feldmann. b) Evangelische. Vereinigt mit Quinta. Ausserdem eine Stunde allein:

Biblische Geschichten des Alten Testamentes. Vor den Hauptfesten die betref-

fenden Geschichten des Alten und Neuen Testamentes. Einprägen einer mässi- gen Zahl von Katechismussprüchen und von vier Liedern zunâchst im Anschluss an die Festzeiten des Kirchenjahres. Lehrer Roth.