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7. Naturbeschreibung. Eingehende Durchnahme der äusseren Organe der Blüten- pflanzen im Anschluss an die Beschreibung vorliegender Exemplare und an die Vergleichung verwandter Formen. Hinweis auf das Linné'sche System. Erste
Ubungen im Bestimmen.— Beschreibung wichtiger Wirbeltiere nebst Mittei- lungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. Grundzüge des Knochenbaues beim Menschen.— UÜbungen im einfachen schematischen Zeichnen
des Beobachteten. Oberlehrer Sauerborn.
8. Schreiben. Vereinigt mit Tertia.
9. Zeichnen. Zeichnen ebener Gebilde und flacher Formen aus dem Gesichtskreise des Schülers. UÜbungen im Treffen von Farben nach farbigen Gegenständen und im Zeichnen nach dem Gedächtnis. Lehrer Roth.
Zusatz.
Die Lateinschüler haben statt der obigen 6 Stunden Franzôsisch wôchentlich 6 Stunden Lateinisch. Ausserdem bekommen sie französischen Anfangsunterricht in wôchent- lich 4 Stunden.
1. Lateinisch. Lektüre: Zwölf Lebensbeschreibungen nach Cornelius Nepos aus dem Ubungsbuche. Auswendiglernen von Fabeln und Sprüchwortern. Eingrägung der wichtigeren Phrasen, synonymische Unterscheidungen.— Grammatik: Ein- gehende Wiederholung der Formenlehre, das Wesentliche aus der Kasuslehre und der Syntax des Verbums. Mündliche und schriftliche UÜbersetzungen aus dem Lateinischen und dem Deutschen. Im Sommer der Direktor und Oberlehrer Nägler, im Winter Oberlehrer Ott.
2. Franzôösisch. Einführung in die französische Aussprache. Lese- und Sprechübungen. Auswendiglernen von Gedichten und Prosastücken. Erlernung der regelmäs- sigen Konjugation sowie der Hülfsverben avoir und être. Geschlechtswort, Hauptwort, Eigenschaftswort nebst Steigerungsgraden und Bildung des Um- standswortes. Fürwörter und Zahlwôrter. Mündliches und schriftliches Uber- setzen aus dem Französischen und dem Deutschen. KRechtschreibeübungen. Hülfslehrer Plangemann.
5. Quinta. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Cnyrim.
1. Religion. a) Katholische. Die Lehre von den Geboten, der Sünde, sowie der christ- lichen Tugend und Vollkommenheit. Auswahl biblischer Geschichten des Alten und des Neuen Testamentes. Im Sommer Frühmesser Niel, im Winter Pfarrer Feldmann.
b) Evangelische. Biblische Geschichten des Neuen Testamentes. Aus dem Katechismus: Durchnahme, Erklärung und Einprägen des ersten und zweiten Hauptstückes mit Luthers Auslegung. Wiederholung der früher ge- lernten und Einprägung neuer Katechismussprüche und Kirchenlieder. Lehrer Roth.
2. Deutsch. Lektüre: Lesen von Gedichten und Prosastücken(Fabeln, Märchen, Erzäh- lungen aus der alten Sage und Geschichte). Auswendiglernen und verständnis- volles Vortragen von Gedichten nach dem Kanon, von Volksliedern und einigen Fabeln in Prosa. Mündliches Nacherzählen. Grammatik: Der einfache und der


