Jahrgang 
1925
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E) Mathematische Nufgaben für die Reifeprüfung.

1. Wie heißt die Gleichung des geometrischen Ortes für die Spitzen aller Dreiecke auf derselben Grundlinie c, in denen tg α ꝓtg.= K ist, wo k eine positive oder negative Zahl bedeuten kann? Man beachte auch die besonderen Werte k⸗ 4; K⸗ 0; k⸗ t l und stelle den Zusammenhang zwischen ϑ und fest.(Analytische Geometrie.)

2. In einer Ellipse mit den Halbachsen a und b sind die Endpunkte einer zur Nebenachse paral- lelen Sehne mit dem Mittelpunkt der Ellipse verbunden. Bei welchem Abstand der Sehne von der Ne- benachse beschreibt das so erhaltene Dreieck bei der Rotation um die Hauptachse einen Kegel größten Inhalts?(Differentialrechnung.)

3. Für je einen Ort der heißen und der kalten Zone auch Grenzfälle können gewählt werden sind die Sonnenbahnen für die charakteristischen Tage im Laufe des Jahres zu zeichnen. Ferner ist zu berechnen, unter welcher Breite die Sonne am 1. Juni(3= 22⁰) 20 Stunden lang über dem Horizont steht. Wann und wo geht sie am gleichen Tage in Mexiko(H⸗¹9 26) auf?(Sphärische Trigonometrie.)

4. Es soll die Bedingung abgeleitet werden, unter welcher die Wheatstonesche Brücke stromlos ist.

Wie lassen sich mit ihr Widerstandsmessungen ausführen?(Physik.) 3 oder 4 V=II7 411(Arithmetik.)

P) Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts.

1. Musik:

Sexta: 2 Std. wöchentlich. Stimm- und Sprechschulung. Singen nach Noten in C-, G- und F-Dur unter besonderer Uebung der Hauptdreiklänge. Die gebräuchlichen Taktarten, Anwendung der Noten- und Pausenwerte bis zum Sechzehntel. Uebung des musikalischen Gedächtnisses. Musikdik- tate. FEin- und 2-stimmiger Liedgesang, Pflege des Musikempfindens. Einfache hermeneutische Uebungen und Erfinden kleiner Motive zu Worten und Sätzchen.

Quinta: 2 Std. wöchentlich. Fortsetzung der Stimm- und Sprechschulung. Erweiterung des Tonarten- kreises bis A- und Es-Dur. Der Dominantstimmakkord. Konsonanzen und Dissonanzen. Die Moll-Leiter, Dur- und Molldreiklänge. Die Modulation. Fortsetzung der hermeneutischen Uebun- gen und der kleinen Erfindungsübungen. Musikdiktate. Zweistimmiger Liedgesang, Einführung in die polyphone Mehrstimmigkeit.

Chorgesang, 2 Std. wöchentlich. Die stimmlich und musikalisch geeigneten Schüler der Mittel- und Oberstufe bildeten einen vierstimmigen gemischten Chor von ca. 100 Sängern, der das deutsche Volks- und Kunstlied pflegte.

Ein Schülerorchester, zusammengesetzt aus Schülern der Mittel- und Oberstufe, widmete sich der Pflege

der Instrumentalmusik.

2. Leichnen:

Der Zeichenunterricht war für die Klassen VI bis UII verbindlich, für die Klassen OII bis 01 wahlfrei. In der Sexta sollten die Schüler in spielender Beschäftigung ihren künstlerischen Gestal- tungstrieb betätigen. In der OQuinta und Quarta wurde das Gedächtniszeichnen nach Lebensformen un- ter Anwendung von Kohle und Pastellkreide, Bleistift und Wasserfarben geübt. Auf der Oberstufe sollte die Fähigkeit der Schüler ausgebildet werden, Gegenstände in ihrer räumlichen oder körperlichen Erscheinung aufzufassen und darzustellen mit Berücksichtigung der Beleuchtung und Farbe. Die am wahlfreien Zeichenunterricht teilnehmenden Schüler zeichneten im Sommerhalbjahr im Freien, im Win- terhalbahr wurde hauptsächlich Linearzeichnen getrieben.