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die akademische Ausbildung anzusehenden Abiturienten um Aufnahme muß von der Schule ausgehen, die den Abiturienten entläßt(Termin Mitte März). Die Auswahl wird äußerst streng gehandhabt. 4. P. S. K. vom 5. 12. 24 Nr. 8617: Ferienordnung für 1925/ 26:
Osterierien: Sonnabend, den 4. 4. 25 bis Dienstag, den 21. 4. 25.
Pfingstferien: Freitag, den 29. 5. 25 bis Dienstag, den 9. 6. 25.
Sommerferien: Freitag, den 3. 7. 25 bis Dienstag, den 4. 8. 25.
Herbstferien: Dienstag, den 29. 9. 25 bis Mittwoch, den 14. 10. 25.
Weihnachtsierien: Mittwoch, den 23. 12. 25. bis Donnerstag, den 7. 1. 26.
Osterferien: Sonnabend, den 27. 3. 26.
VIII. Mitteilungen an die Eltern.
Zur Erleichterung des Verkehrs zwischen Elternhaus und Schule werden zu Anfang jedes Schulhalbjahres besondere Stunden angesetzt, in denen die Lehrer für die Eltern oder Pſieger ihrer Schü- ler zu sprechen sind. Das Verzeichnis dieser Stunden wird am Schwarzen Brett im Erdgeschoß der An- stalt angeschlagen. So erwünscht jedoch im Laufe des Schuljahres Rücksprachen der Eltern besonders mit den Klassenleitern ihrer Söhne sind, so unerwünscht und zweckslos erscheinen sie in den letzten 6 Wochen des Jahres, sofern es sich um eine Besprechung der Versetzungsaussichten handelt, da der ein- zelne Lehrer zu dieser Zeit gar nicht in der Lage ist, eine bestimmte Auskunft zu erteilen.
Infolge des erweiterten Turn-, Spiel- und Wanderbetriebes ist auch trotz größtor Achtsamkeit die Gefahr der Schädigung der Schüler gestiegen. Es wird daher den Schülern der Beitritt zu einer von der Anstalt vermittelten Schülerunfallversicherung empiohlen. deren Jahresbeitrag im Vergleich zu den Leistungen wirklich niedrig ist.—
Es ist außerordentlich zu bedauern, daß das wahlfreie Hebräf sch und Englisch am Gym- nasium nicht mehr, wie früher, zum planmäßigen Unterricht gehört, Sondern nur gegen besondere Be- zahlung nebenamtlich erteilt werden darf. Die von den Teilnehmern zu deckenden Unkosten für die Stunde betragen 2.65 Mk. Mögen die Eltern trotzdem ihre Söhne recht zahlreich an diesem Unterricht teil- nehmen lassen; denn Englisch wird in Zukunft von noch größerer Bedeutung für jeden Gebildeten sein, als es bisher schon der Fall war. Es steht auch zu hoffen, daß es gelingen wird, einen Fonds zu schaf- fen, aus dem die Unkosten in der Bolgezeit gedeckt werden können. Wirtschaftlich gut gestellte Eltern und Freunde der Anstalt könnten durch Ueberweisung von Beiträgen für diesen Zweck den bedürftigen Schülern der Anstalt und damit dem Gymnasium selbst einen wertvollen Dienst erweisen.
FUILDA, im Mai 1925. Der Direktor: Dr. Julius Mäüller.


