Jahrgang 
1913
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angeben, die sich für die Altersstufe und für ihre geistige Entwicklung eignen. Zu diesem Zwecke werden sich die Lehrer und Lehrerinnen gern angelegen sein lassen, sich über die in Betracht kommende Ju- gendliteratur fortlaufend zu unterrichten. Das in dem Weidmannschen Verlage zu Berlin erschienene Buch des Direktors Dr. FP. Johannesson Was sollen unsere Jungen lesen? wird den Schülern und auch den Schülerinnen wie deren Eltern als zuverlässiger Wegweiser dabei die- nen können.

Vom 8. November 1912. Professor Marxhausen wird zum 1. April 1913 an das Königliche Cassel. Gymnasium zu Hanau versetzt.

Vom 16. Dezember 1912. Professor Dr. Schmitthenner vom Königlichen Gymnasium zu Cassel. Hadamar wird zum 1. April 1913 an das hiesige Gymnasium versetzt.

III. Zur Geschichte des Gymnasiums.

a) Personalien.

Mit Beginn des neuen Schuljahres legte der evangelische Religionslehrer, Herr Pfarrer Hattendorff I, der bereits seit Herbst 1911 infolge eines längeren Erholungsurlaubs in seinen Stunden vertreten worden war, seinen Dienst an der Anstalt nieder. Herr Pfarrer Hat- tendorff hat 10 Jahre jang in dankenswerter Weise dem Gymnasium seine besten Kräfte ge- widmet und sich durch sein freundliches und konziliantes Wesen die Hochachtung des Leh- rerkollegiums sowie die Liebe seiner Schüler in hohem Grade erworben. Um so größer war die- allgemeine Trauer, als er schon im November 1912 durch einen plötzlichen Tod in das Jenseits

abberufen wurde. Die Erteilung des evangelischen Religionsunterrichtes wurde vorläufig dem Kandidaten des höheren Lehramts Alfred Schäfer übertragen.

Durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 30. April 1912 wurde- der Kandidat des höheren Lehramts Dr. Ernst Hofsommer, der zurzeit seiner Militär- Dpflicht genügt, dem Gymnasium bis auf weiteres überwiesen.

Zum 1. Juli wurde Oberlehrer Kruepper, der seit Ostern 1906 dem Lehrerkollegium angehört hatte, an das Realgymnasium zu Duisburg-Ruhrort versetzt und an seine Stelle Ober- lehrer Dr. Willms von der genannten Anstalt hierher berufen.

Dr. Johann Willms, katholisch, geb in Gelsenkirchen am 11. November 1876, stu- dierte in Münstor i. W. und Marburg neuere Sprachen und Deutsch und bestand am 19. Juli 1902 in Münster die Prüfung für das höhere Lehramt. Das Seminarjahr legte er am Berger-Gym- nasium zu Posen, das Probejahr an der Realschule zu Gelsenkirchen ab, wirkte dann vom 1. Ok- tober 1904 als Oborlehrer an der Realschule zu Gelsenkirchen, an dem Progymnasium i. E. zu Betzdorf-Kirchen und an dem Realgymnasium zu Duisburg-Ruhrort, bis er zum 1. Juli 1912 hier- her versetzt wurde