Jahrgang 
1913
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Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer 406, im Winter 408 Schüler. Von diesen waren befreit: Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen Ubungen: auf Grund ärztlichen Zeugnisses: im S. 41, im W. 45, im S. 1, im W. 1, aus anderen Gründen: im S. 5, im W. 4, im S. 0, im W. 0.

Es bestanden bei 15 getrennt zu unterrichtenden Klassen 8 Turnabteilungen; zur klein- sten von diesen gehörten 32, zur größten 64 Schüler. Es waren für den Turnunterricht wöchent- lich insgesamt 24 Stunden angesetzt. Davon erteilten Oberlehrer Kruepper 3 Stunden bis 1. August 1912, Oberlehrer Dr. Willms 3 Stunden vom 1. August 1912 ab, Oberlehrer Franz 3, Oberlehrer Schnädter 9, Oberlehrer Reith 3 und v. Keitz 6 Stunden.

Für Schwimmübungen war den Schülern in der städtischen Bade- und Schwimmanstalt passende Gelegenheit geboten. 3

Für den Spielbetrieb wurde eine große Wiese für drei Nachmittage wöchentlich ge-

pachtet. Außerdem turnte und spielte der Schülerturnverein, der sich aus 60 Schülern der Sekunda

und Prima zusammensetzte, wöchentlich zweimal.

Am 18. August beteiligte sich der Verein an dem Rhönturnfest auf der Wasserkuppe. Sämtliche Wetturner erwarben sich den schlichten Eichenkranz, während es der 1. Stafetten- mannschaft vergönnt war, bei einem Wettbewerb von 17 Mannschaften als erste durchs Ziel zu laufen und damit den von Herrn Landrat Springorunn, Fulda, gestifteten Wanderpreis zu

erringen. In dem 4 Tage später im hiesigen Schloßgarten abgehaltenen Jugend-Wetturnen konn-

ten abermals 14 Turner des Vereins preisgekrönt den Kampfplatz verlassen.

An den Tagen, an denen Turnunterricht oder Turnspiele nicht stattfanden, wurden für alle Klassen 5 Minuten lange Freiübungen, womöglich im Preien, unter Aufsicht der Anstalts- lehrer vorgenommen.

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Zeichnen.

Der Zeichenunterricht ist für die Schüler der Klassen V bis OIII einschließlich verbind- lich, für die Klassen II und I wahlfrei.

Klasse V übt das Gedächtniszeichnen nach Lebensformen unter Anwendung von Kohle und Pastellkreide.

Klasse IV zeichnet Flachornamente nach Blättern, Schmetterlingen, Federn und Fliesen mit besonderer Berücksichtigung der Farbenerscheinung. Neben Kohle und Pastellkreide fin- den Bleistifte und Wasserfarben Verwendung..

Klasse III übt das perspektivische Zeichnen mit Berücksichtigung der Beleuchtung und Farbe. In UIII kommen einfache Kunst- und Naturformen zur Darstellung, in OIII schwie- rigere Objekte, Stilleben und Innenräume. 2