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seiner Vertretung wurden Herr Domkaplan Alsheimer in wöchentlich 15 Religionsstunden, und der Kandidat des höheren Schulamts Bongard in wöchentlich 9 Geschichtsstunden beauftragt.
Die Beaufsichtigung der freien naturwissenschaftlichen Schülerübungen, die seit Ostern 1907 hier eingeführt sind, haben Professor Hoffmann sowie die beiden Oberlehrer Franz und Schnädter übernommen. Zur Anschaffung der nötigen Lehrmittel hat der Herr Minister bislang 1200 Mark zur Verfügung gestellt.
Zu Herbst 1909 schied Oberlehrer Bauwens, der seit Ostern 1903 an der Anstalt gewirkt hatte, aus dem Lehrerkollegium aus, um eine Oberlehrerstelle an dem Königlichen Realprogymnasium in Biedenkopf zu übernehmen; an seine Stelle trat der Oberlehrer der zuletzt genannten Schule Joseph Gotthardt in das hiesige Lehrerkollegium ein.
Joseph Martin Gotthardt, katholisch, geb. den 11. November 1875 zu Weilburg a. L., studierte nach abgelegter Reifeprüfung zunächst Theologie und nach Absolvierung dieses Studiums Deutsch und neuere Sprachen an den Universitäten Münster i. W. und Berlin, wo er auch seiner Militärpflicht genügte. Nach Ableistung des Seminar- und Probejahres in der Provinz Schlesien wurde er Herbst 1907 als wissenschaftlicher Hilfslehrer dem Reform-Real- progymnasium zu Ems überwiesen, Ostern 1908 als Oberlehrer am Realprogymnasium zu. Biedenkopf angestellt und in gleicher Eigenschaft Herbst 1909 an das hiesige Königliche Gym- nasium versetzt.
Vom 1. Oktober ab wurde der Kandidat des höheren Schulamts Hans Bongard zur Ableistung des gesetzlichen Probejahres der Anstalt überwiesen.
In das mit dem Gymnasium verbundene Pädagogische Seminar traten im Herbst 1909 folgende 7 Kandidaten des höheren Schulamts als Mitglieder ein: Dr. Herm. Bergfeld, Dr. M. Classen, Dr. Fr. Eichhorn, Dr. Karl Henkel, Friedr. Kneuper, Rudolf Walkhof, Jos. Mazurkiewicz.
Zu Seminarlehrern für den neuen Kursus wurden Professor Hoffmann und Pro- fessor Dr. Haas ernannt.
Den Oberlehrern Bernhard Heun und Hermann Port wurde durch Ministerial- Erlaß vom 7. Juli beziehungsweise 20. Dezember 1909 der Charakter als„Professor“ und von Sr. Majestät dem Kaiser und König mittelst Allerhöchsten Erlasses der„Rang der Räte vierter Klasse“ verliehen.
Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler war im verfossonen Jahre im all- gemeinen günstig. Doch waren infolge von Erkrankungen einzelner Lehrer auf kürzere Zeit wiederholt Vertretungen erforderlich; auch mußten wegen der in hiesiger Stadt auf- tretenden Kinderkrankheiten eine Anzahl von Schülern teils wegen eigner Krankheit, teils wegen Erkrankung von Familienmitgliedern dem Unterricht für mehrere Wochen fern bleiben.
b) Feierlichkeiten und andere Vorgänge.
Am 19. April begann das neue Schuljahr mit der Prüfung der neu angemeldeten Schüler; tags darauf nahm nach einem feierlichen Gottesdienste in der Gymnasialkirche- der regelmäßige Unterricht seinen Anfang.


