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Am 7. Juni machten die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Klassenlehrer den üblichen Ausflug.
Am 2. September wurde zur Feier des Sedantages in der Aula eine Festlichkeit mit Gesang, Musik und Deklamation veranstaltet. Professor Dr. Lahmeyer wies die Schüler in einer Ansprache auf die große Bedeutung des Tages hin.
Am 10. Oktober fand die Aufnahmeprüfung der neu angemeldeten Schüler statt. Am folgenden Tage begann nach einem feierlichen Gottesdienste in der Gymnasialkirche der regel- mäßige Unterricht.
Am 23. Dezember wurde für die verstorbenen Wohltäter des Gymnasiums das jährliche Gedächtnisamt in der Gymnasialkirche gehalten.
Am 27. Januar beging das Gymnasium die Feier des Allerhöchsten Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. in der Aula mit Musik, Gesang und Dekla- mationen. Die Festrede hielt Oberlehrer Gutheil. Vor der Feier war Festgottesdienst mit Te Deum in der Gymnasialkirche.
Am 4. Februar wurde das Andenken an Rhabanus Maurus durch einen feierlichen Gottesdienst in der Gymnasialkirche festlich begangen; die erste Unterrichtsstunde fiel aus.
Am 15. Juni, 18. Oktober, 9. und 22. März wurde in allen Klassen durch angemessene Ansprachen auf die Wichtigkeit dieser vaterländischen Gedenktage hingewiesen.
Die regelmäßigen Ferien waren nach Vorschrift der Verfügung vom 31. März 1892 verteilt, und zwar dauerten die Pfingstferien vom 21. bis 25. Mai, die Sommerferien vom 2. Juli bis 1. August, die Herbstferien vom 24. September bis 10. Oktober und die Weihnachts- ferien vom 23. Dezember bis 7. Januar. Wegen großer Hitze fiel der Nachmittagsunterricht am 17. Juni, 4. und 5. August aus.
Mit Genehmigung der vorgesetzten Behörde wurde in der Zeit von Ostern bis Pfingsten sowie im Monat September der Anfang der ersten Unterrichtsstunde versuchsweise auf 8 Uhr vormittags verlegt.
Im Herbst d. J. gedenkt unsere Schule das hundertjährige Bestehen des letzten Ab- schnittes ihres an Wandlungen so reichen Daseins durch eine in engen Grenzen gehaltene Fest- feier zu begehen. Zwar reicht die Gründung der höheren Schule Fuldas auf die Zeiten des hl. Bonifatius und seines Zöglings Sturmius zurück, die jedenfalls bald nach der im Sommer 744 erfolgten Gründung des Klosters Fulda auch eine Klosterschule anlegten. Diese Schule wurde bekanntlich schon im Anfange des 9. Jahrhunderts, seitdem Rhabanus Maurus ihr Vorsteher und Leiter wurde, Mittelpunkt und Pflanzstätte der Gelehrsamkeit in Deutschland, von der die Klosterschulen zu Hirschau, Reichenau, Weißenburg, Hersfeld u. a. teils gestiftet, teils mit Lehrern versorgt worden sind. An die Stelle dieser Klosterschule trat dann von 1572—1773 ein Jesuitengymnasium und nach Aufhebung des Jesuitenordens das Hochfürstliche Gymnasium von 1773— 1803 unter Leitung des Bischöflichen Seminarklerus. Der Erbprinz Wilhelm von Oranien, der im Herbst 1802 das säkularisierte Fürstbistum Fulda in Besitz nahm und in dem höheren Schulwesen einschneidende Anderungen eintreten ließ, errichtete durch Urkunde vom


