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geſchmückten Aula, welchen auch der hochwürdigſte Herr Biſchof mit ſeiner Gegenwart beehrte, wurden vom gemiſchten Chore drei für den Tag paſſende Geſänge und von einem Sekundaner ein eigens dazu verfaßtes Gedicht vorgetragen. Der Schwerpunkt jedoch lag in der Beglückwünſchung des Jubilars durch eine Reihe von Korporationen. Das Lehrerkollegium vertrat Prorektor Prof. Gegenbaur(in längerer Rede), die damaligen Schüler der Oberprimaner Frei, die früheren Schüler H. Stadtkaplan Müller, die theologiſch⸗philoſophiſche Fakultät H. Prälat Regens Dr. Komp, das Realprogymnaſium H. Rektor Dr. Bergmann, das Lehrer⸗ ſeminar H. Direktor Dr. Weiß, die übrigen hieſigen Schulen H. Kreisſchulinſpektor Dr. Kley, die Stadt Fulda endlich H. Oberbürgermeiſter Rang. Von auswärts waren die Herren Gymnaſialdirektor Dr. Braun in Hanau ſowie Prorektor Dr. Uth in Wiesbaden erſchienen, welche gleichfalls ihre Glückwünſche darbrachten und im Namen ihrer Kollegien Votivtafeln überreichten.(Auch vom Gymnaſium und vom Real⸗ progymnaſium zu Marburg waren Votivtafeln überſandt worden.) Die Anſprachen der Genannten wurden ſofort erwidert. Außer dieſer Feier bezeugten wertvolle Geſchenke, welche dem Jubilar zugingen, die Liebe und Achtung, die er ſich zu erwerben gewußt hatte. Nicht am wenigſten erfreulich muß es für ihn geweſen ſein, daß der Herr Miniſter der geiſtlichen ꝛc. Angelegenheiten ihm zur 25jährigen erfolgreichen Thätigkeit als Direktor ſeine beſonderen Glückwünſche ausſprechen ließ. Möge es ihm vergönnt ſein, noch lange Zeit ſegensreich für die Anſtalt zu wirken!
4. Am 31. Mai, dem hl. Fronleichnamsfeſte, wurden 16 katholiſche Schüler, welche von dem Gymnaſiallehrer Pfr. Breitung durch beſonderen Unterricht vorbereitet worden waren, feierlich zur erſten hl. Kommunion geführt. Gemeinſchaftlich mit ihnen gingen auch Lehrer und Mitſchüler zum Tiſche des Herrn.
5. Schülerausflüge in die Rhön oder den Thüringerwald unter Führung von Lehrern wurden von den Klaſſen Quinta, Quarta, Obertertia und Unterſekunda im Monat Juni, von der Untertertia im Auguſt, von der Sexta im September(nach der Ausſpann) gemacht. Sie überſchritten nicht die Dauer eines Tages.
6. Am 16. Juni, vormittags 9 Uhr, verſammelten ſich aus Anlaß des Todes Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs Friedrich III. Lehrer und Schüler der Anſtalt zu einem kurzen Trauerakt in der Aula. Auf die ernſten Töne des Chorals„Herr aus der Tiefe“ ꝛc. folgte eine Anſprache des Direktors, der dem hohen Entſchlafenen einen ehrenden Nachruf widmete. Der Choralgeſang„Erhabnes aller Weſen“ ꝛc. bildete den Schluß. Hierauf wurden die Schüler für den Vormittag entlaſſen.
7. Am 18. Juni, dem Tage der Beiſetzung, fielen wegen des in der evangel. Kirche ſtattfindenden Gottesdienſtes die beiden letzten Vormittagsſtunden aus.
8. Vom 20. Auguſt ab wurde durch Herrn Prof. Dr. Schmidt⸗Rimpler aus Marburg in ſämtlichen Klaſſen die höheren Orts verfügte(vgl. II, 3) Unterſuchung der Augen der Schüler ꝛc. vorgenommen.
9. Am 1. September(der 2. fiel auf einen Sonntag) wurde zum Andenken an die glorreichen Er⸗ folge des Krieges von 1870/71 eine Schulfeier veranſtaltet, bei welcher Hülfslehrer Tiemann den ein⸗ leitenden Vortrag hielt.
10. Am 22. September, nach Beendigung des Unterrichts, wurde das Sommerſemeſter geſchloſſen.
Morgens war kirchliche Schlußfeier in der Nonnenkirche. Von den üblichen Semeſtralprüfungen war wegen beſonderer Umſtände für diesmal abgeſehen worden.


