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Themata zu den Aufſützen: 1) Ein andres Antlitz, eh' ſie geſchehn, Ein anderes zeigt die vollbrachte That. (Chrie.)— 2) Soll'n dich die Dohlen nicht umſchrei'n, Mußt du nicht Knopf auf dem Kirchturm ſein.(Chrie, freiere Form.)— 3) Wahre Bildung macht beſcheiden.— 4) Welche Stellung und Bedeutung hat Rudenz in Schillers Drama„Wilhelm Tell“?(Klaſſenarbeit.)— 5) Im Kriege ſelber iſt das letzte nicht der Krieg.— 6) Wiege und Sarg. — 7) Charakteriſtik des Wirtes in Leſſings„Minna von Barnhelm“.— 8) Nichts iſt ſchwerer zu ertragen als eine Reihe von ſchönen Tagen.— 9) a. Was treibt die Menſchen in die Ferne?— b. Warum konnte Riccaut nicht der Freund eines Tellheim ſein?(Klaſſenarbeit.)
3. Latein: a) 6 St. Livius lib. XXII und XXIII, 1—20. Grammatik nach Meiring, Kap. 106— 119. Exercit. domest.(wöchentlich) und scholast.(jede dritte Arbeit), ſowie mündliche Üüberſetzung aus Süpfle, 2. Teil. Im W. 3 kleine freie Aufſätze. Der Ordinariue.— b) 2 St. Vergil. Aeneid. VI und VII teilweiſe. Im S. Tiemann, im W. Schäfer bezw. Stern.
Themata für die Aufſätze: 1) Quid Mardonins Xerxi post pugnam Salaminiam suaserit.— 2) De pugna Cannensi.— 3) De Camillo, altero urbis conditore.
4. Griechiſch: a) 5 St. Herod. histor. lib. VIII und IX mit Auswahl. Grammatik nach Seyffert⸗Bamberg§ 62— 158. Exercit. domest. und scholast. abwechſelnd, ſowie mündliche überſetzung aus Seyffert. Der Ordinarius.— b) 2 St. Homeri Odyss. lib. XIII—XV und XVI teilweiſe. Prof. Dr. Koerber bezw.(im S.) Stern.
5. Hebräiſch: 2 St. Formenlehre und Hauptregeln der Syntax. Leſen und Üüberſetzung nach Voſens Leitfaden. Breitung.
6. Franzöſiſch: 2 St. Lektüre von Voltaire: Charles XII(Vol. XXXVI der Bibliothek ꝛc. von Dr. Ant. Goebel). Syntax nach Knebel§ 100—120. Überſetzen ins Franzöſiſche aus Höchſten. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Arbeit. Dr. Bölke.
7. Geſchichte und Geographie: 3 St. Römiſche Geſchichte, nach dem Grundriß von Pütz. Völker und Staaten Europas, nach Gegenbaurs Leitfaden. Im S. Dr. Zilch, im W. Schäfer.
8. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Gleichungen vom 1. und 2. Grado, letztere mit einer Un⸗ bekannten; Logarithmen und Exponentialgleichungen. Arithmetiſche und geometriſche Reihen. Übungen nach Heis' Aufgabenſammlung§ 56— 59, 63— 72, 81— 83. b) Geometrie: Wiederholung der Planimetrie, beſonders der Lehre von den regulären Vielecken und der Kreismeſſung; geometriſche Orter; algebraiſche Analyſis geometriſcher Aufgaben, meiſt nach dem Lehrbuche von Heis und Eſchweiler, Kap. 6— 11. Ebene Trigonometrie. Wagner.
9. Naturkunde: 2 St. Phyſik: Wärme, Magnetismus, Elektrizität. Derſelbe.
Anter⸗Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Zilch.
1. Religionslehre: Je 2 St. Kombiniert mit Ober⸗Sekunda.
2. Deutſch: 2 St. Allgemeine Eigenſchaften des Stils. Tropen und Figuren. Erklärung und Vortrag von Gedichten, hauptſächlich Balladen. Lektüre von Goethes„Hermann und Dorothea“. Be⸗ ſprechung und Korrektur der Aufſätze. Dispoſitionsübungen. Im 1. Quartal Prof. Gegenbaur, im 2. Tiemann, im W. der Ordinarius.


