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Vorbereitungsklaſſee.
Klaſſenlehrer: Gymnaſial⸗Elementarlehrer Rathmann.
1) Religionslehre: 2 St. bezhw. 1 St. Einige der wichtigſten Lehren des Katechismus. Oberl. Hahn bzhw. Pfr. Schäfer.— 2) Bibl. Geſchichte: 3 St. Ausgewählte Geſchichten aus dem alten wie aus dem neuen Bunde. Oberl. Hahn bzhw. Pfr. Schäfer.— 3) Deutſch: 6 St. Lektüre nach dem Leſebuche. Uebung im Wiedererzählen. Erlernen von Gedichten und kürzeren proſaiſchen Stücken. An⸗ fänge der Satzlehre. Flexion der Hauptwörter, Eigenſchaftswörter und Zeitwörter. Rathmann.— 4) Rechtſchreiben: 2 St. Orthographiſche Uebungen. Derſelbe.— 5) Rechnen: 6 St. Das deka⸗ diſche Zahlenſyſtem. Die vier Spezies mit unbenannten Zahlen. Kopfrechnen. Derſelbe.— 6) Schön⸗ ſchreiben: 4 St.(Davon 3 komb. mit VI.) Uebungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift. Derſelbe. — 7) Singen: 1 St. Gehörübungen. Leichte Volkslieder. Derſelbe.
Die Geſangübungen der Selekta leitete in 2 St. wöchentlich der Geſanglehrer Kantor Geſang. Außerdem wurden die katholiſchen und evangeliſchen Schüler abwechſelnd 1 St. wöchentlich im Choralgeſang geübt.
Zeichenunterricht für Geübtere, woran im Ganzen 47 Schüler der Tertia, Sekunda und Prima Antheil nahmen, ertheilte jeden Mittwoch von 1—3 Uhr der Zeichenlehrer Binder. Es wurden Zeich⸗ nungen in Bleiſtift, Kreide und Aquarell⸗Farben angefertigt.
Die Turnübungen wurden(im Winter ſowie bei regneriſchem Wetter in der aufs zweckmäßigſte ein⸗ gerichteten ſtädtiſchen Turnhalle) unter Leitung des Turnlehrers Fr. Jäneke 8 St. wöchentlich mit 4 ver⸗ ſchiedenen Abtheilungen betrieben, deren jede 50 bis 60 Schüler zählte. 20 Schüler waren auf Grund ärzt⸗ licher Atteſte dispenſirt. Es wurde regelmäßig die eine Hälfte der Stunde auf Frei⸗ und Ordnungsübungen, die andere auf die Uebungen an den vorgeſchriebenen Geräthen(jedesmal 2) verwendet.
Für Schwimmunterricht war in gleicher Weiſe wie in den Vorjahren durch freundliches Entgegen⸗ kommen der Militärbehörde Gelegenheit geboten. Schwimm unterricht nahmen 29 Schüler, während 46 andere ſich am Schwimmen oder Baden unter ſachkundiger Aufſicht betheiligten.
Die Kirchenordnung war dieſelbe wie in den früheren Jahren. Bei der Beichte der katholiſchen Schüler leiſteten bis zur Auflöſung ihrer Niederlaſſung(Oktober 1875) die hochw. Herrn PP. auf dem Frauenberge, wofür ich im Namen der Anſtalt noch nachträglich den ſchuldigen Dank ausſpreche, bereitwilligſt Aushülfe. Der gleiche. Dank für freundliche Aushülfe gebührt dem Herrn Seminarlehrer Koch.
Themata für die ſchriftliche Abiturientenprüfung. (A. Zu Michaelis 1875; B. Zu Oftern 1876.) 1. Deutſcher Aufſatz: A. Welches ſind die Aufgaben, die Iphigenie nach Goethe’s Drama zu löſen hat, und wie löſt ſie dieſelben?— B. Welche Lehren können wir aus dem Leben des Demoſthenes ziehen? . 2


