a. Religionsunterricht bei Mädchen im 6. Schuljahr. 2St. Katecheſen aus den 3 Haupt⸗ ſtücken des Katechismus; Behandlung bibliſcher Geſchichten, Pſalmen, Gleichniſſe, Kirchenlieder.
b. Anſchauungsunterricht bei Kindern im 2. Schuljahr. 2 St. Beſprechung geeigneter Gegenſtände aus dem kindlichen Anſchauungskreiſe; daran anſchließend paſſende Erzählungen, Gedichtchen und Einübung einfacher grammatiſcher Formen.
c. Deutſche Sprache bei Knaben im 5. Schuljahr. 2 St. Lektionen aus den ſechs erſten Wörterklaſſen in Verbindung mit Rechtſchreibung; aus der Satzlehre mündliche und ſchriftliche Uebungen über die Haupt⸗, Beifüge⸗ und Dingſätze; daneben Stilübungen an Er⸗ zählungen, Beſchreibungen, Briefen und Quittungen..
d. Elementares Rechnen mit Kindern im 3. und 4. Schuljahr. 2 St. Elementariſcher Stufengang durch die 4 Species ganzer Zahlen; dabei Bildung der Zahlenvorſtellungen, Zahlenſchreiben, Zahlenleſen und allmähliche Entwickelung des Verſtändniſſes vom Zehner⸗ ſyſtem. Verwandlung benannter Einheiten und Rechnen mit ungleich benannten Zahlen inner⸗ halb der 4 Species. Veranſchaulichung der Längenmaße, Hohlmaße und Gewichte und Löſung entſprechender Aufgaben. Stufenmäßig geordnete Regeldetri⸗Aufgaben in ganzen Zahlen. Die erſten Stufen der Bruchrechnung, insbeſondere auch der Decimalbrüche. Das veranſchaulichende Rechnen führt zunächſt zum ſchriftlichen Rechnen und Kopfrechnen folgt nach. Gegen Ende des Unterrichtsjahres Vorbereitung für den Unterricht in der einklaſſigen Volksſchule durch Theilung der Schülerklaſſen in 2 Abtheilungen, von denen die eine vor⸗ bereitendes Rechnen oder Kopfrechnen, die andere ſchriftliches Rechnen hat, oder bei denen im Rechnen und Schönſchreiben gleichzeitig unterrichtet wird. Am Schluſſe der Stunde werden die Unterrichtsproben beſprochen und auf feſtſtehende Unterrichtsgrundſätze zurückgeführt.
e. Heimatskunde bei Mädchen im 3. Schuljahr. 2 St. Friedberg und ſeine Um⸗ gebung. Elementare Behandlung der geographiſchen Verhältniſſe der Heimat. Das Groß⸗ herzogthum Heſſen. Elementare Uebungen im Kartenzeichnen.
f. Naturgeſchichte bei Mädchen im 5. Schuljahr. 2 St. Im Sommer wurde eine Anzahl Pflanzen, im Winter eine Anzahl Thiere nach vorgezeigten Exemplaren beſprochen. Die Auswahl wurde ſo getroffen, daß nicht nur eine eingehende Körperbeſchreibung vor⸗ genommen werden konnte, ſondern ſich auch genügende Anhaltspunkte ergaben, um das Wichtigſte über den Bau der Pflanzen und Thiere anzuſchließen.
g. Geometriſcher Anſchauungskurſus bei Knaben im 6. Schuljahr. 2 St. Elementare Behandlung der Lehre von dem Punkte, den Linien, den Winkeln, den Drei⸗ und Vierecken. Conſtruktionsaufgaben.
h. Schönſchreiben mit Kindern im 3. Schuljahr 2 St. Vorbereitende Bewegungs⸗ und Augenmaßübungen; Schreiben des deutſchen und lateiniſchen Alphabets und der deutſchen Ziffern in genetiſcher und ſpäter alphabetiſcher Aufeinanderfolge und geeigneten Verbindungen und Wörtern auf der Tafel und im Schreibheft. Dabei Uebergänge zum Schreiben im weiteren Sinne und ſprachliche, orthographiſche und ſachliche Anſchließungen. Zuletzt Ab⸗ theilungsunterricht im Schreiben und Rechnen zur Vorbereitung des Unterrichts in der ein⸗ klaſſigen Schule. Beſprechung des Unterrichts wie beim Rechenunterricht in der Schule.
i. Singen und Turnen mit Knaben im 3. Schuljahr. 2 St. Gehör⸗ und Stimm⸗ übungen, leichte Lieder. Einfache Frei⸗ und Ordnungsübungen.
2. Neligion. c. Katechismus. Lehrbuch: Der alte badiſche Katechismus.
U.⸗Kl. 2 St. Die chriſtliche Sittenlehre.
M.⸗Kl. 2 St. Die Glaubenslehre, und zwar die Einleitung, dann die Hauptſtücke von Gottes Weſen und Eigenſchaften, von der Schöpfung und Vorſehung, der Sünde und der Erlöſung.
O.⸗Kl. 2 St. Im Sommerhalbjahr: Schluß der Glaubenslehre(Hauptſtück von der Erlöſung, von dem heil. Geiſt, ſeinen Gnadenmitteln und Gnadenwirkungen und von den letzten Dingen). Im Winterhalbjahr: Lebensbilder aus der Geſchichte der Kirche.


