Jahrgang 
1874
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d. Deutſche Sprache und Aufſatz bei Knaben im 6. Schuljahre. 2 St. Umſtands⸗, Verhältniß⸗ und Bindewörter, der einfache nicht erweiterte und der einfache erweiterte Satz, dazwiſchen Uebungen in der Orthographie, Erzählungen, Beſchreibungen, Briefe, Quittungen ꝛc. Bei Seminarlehrer Kirchner.

e. Naturkunde bei Schülern im 5. Schuljahr. 2. St. Beſprechung folgender Pflanzen: Akeley, Radieschen, Tulpe, Erbſe, Kartoffel, Roſe, Schierling, Waldrebe, Glockenblume, Taubneſſel, ſchwarzer Nachtſchatten, gelbe Rübe, Bärenklau, Merkmale der Doldenfamilie, Dickwurz, Zuckerrübe und Tabak, mit Berückſichtigung der wichtigſten Formen der verſchiedenen Pflanzenorgane. Aus dem Thierreich: Wieſel, Iltis, Hamſter, Maus, Eichhorn, Rabe, Dohle, Ente und Gans, Eier und Federn. Aus dem Gebiete der Naturlehre: Einfluß der Wärme auf den Rauminhalt und den Aggregatzuſtand der Körper, Thermometer, Ver⸗ halten des Waſſers zur Wärme, wäſſerige Lufterſcheinungen, Wärmequellen, Fortpflanzung der Wärme; Gewicht der Körper, Wage, ſpezifiſches Gewicht, Schwimmen. Bei Seminar⸗ lehrer Dr. Heid.

f. Elementares Rechnen mit Kindern im 3. und 4. Schuljahr. 2 St. Elementariſcher Stufengang durch die 4 Species gleichbenannter und reiner ganzer Zahlen, dabei Bildung der Zahlenvorſtellungen, Zahlenſchreiben, Zahlenleſen und allmähliche Entwicklung des Ver⸗ ſtändniſſes vom Zehnerſyſtem. Verwandlungen in benannten Einheiten; Veranſchaulichung der neu eingeführten Längenmaße, Hohlmaße und Gewichte und Löſung entſprechender Aufgaben; ſtufenmäßig geordnete Regeldetri⸗Aufgaben in ganzen Zahlen. Das veranſchaulichende Rechnen führt zunächſt zum ſchriftlichen Rechnen und Kopfrechnen folgt nach. Am Schluſſe der Stunde und in einer beſonderen Conferenzſtunde wöchentlich werden die Unterrichtsproben beſprochen, in methodiſchen Zuſammenhang gebracht, Unterrichtsgeſetze daraus abgeleitet und auf feſtſtehende zurückgeführt. Bei Seminarlehrer Wahl.

g. Im Winterhalbjahr Geſangunterricht in der Volksſchule mit Kindern im 3. Schul⸗ jahre. Stimmbildungs⸗ und Gehör⸗Uebungen, leichte einſtimmige Schullieder unter Be⸗ nutzung der Violine als Begleitungsinſtrument. Bei Profeſſor Thurn.

h. Schönſchreiben mit Kindern im 3. Schuljahr. 2 St. Uebungen ohne und mit Material, welche den fürs Schönſchreiben erforderlichen Schwung vorbereiten; Augenmaß⸗ übungen; das kleine und große deutſche und lateiniſche Alphabet in praktiſcher Folge und ge⸗ eigneten Verbindungen; die arabiſchen Ziffern; gebräuchliche Abkürzungen auf der Schiefertafel. Beſprechung der Probelektion wie beim Rechenunterricht in der Schule. Bei Seminar⸗ lehrer Wahl.

2. Religion. a. Katechismus. Lehrbuch: Der alte badiſche Katechismus.

III. Kl. 2 St. Das erſte Hauptſtück der Sittenlehre oder die Pflichten gegen Gott.

II. Kl. 2 St. Aus der Sittenlehre die Selbſtpflichten(2. Hauptſtück des Lehrbuchs, mit Auswahl) und die Nächſtenpflichten, letztere im Anſchluß an die zweite Hälfte des Dekalogs. Aus der Glaubenslehre(im Anſchluß an das Lehrbuch) die Einleitung, das erſte und ein Theil des zweiten Hauptſtücks.

1. Kl. 2 St. Die Glaubenslehre vom 2. Hauptſtück an bis zu Ende; in den beiden letzten Hauptſtücken(Lehre vom heil. Geiſte, von den Gnadenmitteln und den letzten Dingen) nach eigenem Gang ohne genauen Anſchluß an das Lehrbuch. Profeſſor Dr. Köhler.

b. Bibelkunde. Lehrbuch: Poſtel's Bibelkunde. Die Bibel.

III. Kl. 2 St. Geſchichte des Alten Bundes bis zum babyloniſchen Exil, mit ein⸗ gehender Lectüre von Geneſis und Exodus, der Bücher Samuelis, der Könige, des Buches Esra und wichtiger Abſchnitte aus den andern Schriften, wie z. B. aus Nehemia, Jeſaia, Jeremia und Daniel in chronologiſcher Ordnung. Nothwendige Einleitungen und Erklärungen wurden am betreffenden Orte eingeſchaltet..