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Die Mitgliederzahl ging weit über das Doppelte der Vorjahre hinaus. Auf allgemeinen Wunſch wurde die Leitung etwas ſtraffer; neben der allgemeinen wöchentlichen B. K.⸗ und Spielſtunde hielten die einzelnen Gruppen Zuſammenkünfte(Raſten) ab. Seit Herbſt haben wir wieder einen Herrn Kandidaten vom hieſigen Predigerſeminar als Stellvertreter des Leiters und Führers des älteren Kreiſes. Unſere Vertreter nahmen an der Tagung des Gaues Heſſen⸗Kaſſel auf dem Knüll und an der Ferienfahrt des Gaues Groß⸗Frankfurt nach dem Mombachtal teil. Sonn⸗ tägliche Wanderungen und Uebungsfahrten dienten geiſtiger Ausſpannung und körperlicher Aus⸗ bildung.— Wir ſkizzieren das Teben in unſerem Kreiſe, indem wir noch folgende Tatſachen erwähnen: Bildung eines Orcheſters, eines Chors, eines Pfasfindertrupps; im Mai 1928 ein Tichtbildervortrag, im Juni und November Appellverſammlungen, alle 3—4 Wochen Gruppen⸗ raſten; eine ſchlichte Weihnachtsfeier im engſten Rahmen, am 23. Februar 1929 ein auch von auswärtigen B. K.lern und Angehörigen unſerer Jungen beſuchter Familienabend im Kaſino⸗ ſaale; Einführung einer B. K.⸗CTracht(grünes Hemd, blauer Schlips).(Bericht v. Prof. Werner.)
V. D. A.(Ceiter: Studienrat Eckes). Die Zahl der Mitglieder bewegte ſich weiterhin um 120.— Etwa zwanzig Knaben und Mädchen beteiligten ſich an der Pfingſtfahrt nach Gmunden. Die Führung hatte Stud.⸗Rat Buß. Die Schüler empfingen die lebhafteſten Eindrücke von der Größe und Bedeutung der Y. D. A.⸗Bewegung.— Kleinere Schüler machten mit Stud.⸗Rat Eckes einen Ausflug auf die Kapersburg bezw. den Feloͤberg.— Alle Mitglieder bezogen den „Jung⸗Roland“. GEberſekundaner Ohlemutz bekleidete in vorbiloͤlicher Weiſe das Amt eines VYertrauensmannes.— Zur Vorbereitung für die Tagung in Kiel hielt Stus.⸗Rat Eckes einen Tichtbildervortrag vor der Schulgruppe.
Die Auguſtiner⸗Curn⸗ und Spielvereinigung(A. T. Leiter: Oberreallehrer Klé8) be⸗ tätigte ſich in der ſeither üblichen Weiſe. Von einer TCurnſchau mußte in dieſem Jahr abgeſehen werden, weil der Leiter durch den Muſikunterricht ſtark in Anſpruch genommen war. Die Spiel⸗ mannſchaften konnten in Wettſpielen wieder glänzende Erfolge buchen. Am 2. September er⸗ rangen 10 wackere Täufer beim Staffellauf durch die Stadt im Kampfe gegen die Turn⸗ und Sportvereine, Schulen und Jugendverbände einen von der Stadtverwaltung geſtifteten Wanderpeis.
Der Horſt Frieèberg des Deutſchen Pfadfinderbundes(Horſtleiter: Werner Groß la) unternahm im vergangenen Jahr, wie gewöhnlich, eine größere Anzahl von Fahrten, Horſt⸗ abenden, Geländeſpielen, Übungsnachmittagen, uſw.; ferner die üblichen Sonnwend⸗ und Weih⸗ nachtsfeiern.— Beſonders hervorzuheben ſind das Pfingſtlager auf einer ſchöngelegenen Wald⸗ wieſe am Niedermooſer See(Vogelsberg), das Sommerlager im Taunus(GHaroͤſteinweiher bei Uſingen) und ſchließlich das Herbſtlager an den Hungener Teichen, wo wir ein Paodelboot mit hatten. In den Sommerferien durchwanderte eine kleine Gruppe von Coburg aus den Thüringer Wald. Es fanden zwei Aachtfahrten ſtatt.— Der Horſt ſchickte YVertreter zum Treffen der Tandesmark in Darmſtadt(im Juni), in Frankfurt(im Oktober) und zu einem Spielabend des Horſtes Bas⸗Nauheim.(u. a. Aufführung des„Philotas“ von Teſſing).— In der Heimfrage ſind wir endlich zu einem Ziel gekommen; der Horſt konnte ſich ein zwar kleines, aber zur Not ausreichendes Heim einrichten; beſonderer Dank gebührt in dieſer Hinſicht Herrn Prof. Michel. Auch die Wölflinge haben jetzt einen eignen Raum für ihre Zwecke.(Bericht des Horſtleiters.)
Auch in dieſem Jahre hat die Auskunftsſtelle für Berufsberatung(Berufsberater: St. R. Mulch) den Abiturienten der drei Oberprimen Auskunft in Berufsfragen gegeben. Den Ausführungen des Berufsberaters lagen u. a. die von der Wirtſchaftshilfe der Deutſchen Studentenſchaft herausgegebenen Schriften„Der Deutſche Hochſchulführer“ und„Wohin“ zu Grunde. Beide Schriften waren vom Kultusminiſterium empfohlen worden.
Beteiligung an Sammlungen.(Seiter: St. R. Dr. Rabes). Jür die Heſſiſche Künſtler⸗ hilfe wurden durch Schüler und Schülerinnen 200 Loſe vertrieben.
Zu Gunſten der Deutſchen Nothilfe wurden für 88.65 Mk. Wohlfahrtsmarken abgeſetzt.
Feiern, Schülerkonzerte, Vorträge, Beſichtigungen, Prüfungen.
Der 6. Auguſtinertag begann mit einem Begrüßungsabend im„Deutſchen Haus“ am Samstag, den J. September, der einen erfreulich ſtarken Beſuch namentlich auch der älteren Jahrgänge aufwies, ein Zeichen dafür, daß immer mehr Ehemalige gern die Gelegenheit benutzen, mit ihren Klaſſenkameraden, ihrer alten Schule und Schulſtaôõt wieder einmal in Berührung zu kommen. Gemeinſame Tieder und ein lebhafter Austauſch von Erinnerungen brachten die Teil⸗ nehmer in kurzer Zeit einander wieder nahe wie einſt in jungen Tagen.
Der Feſtſonntag am 2. September begann wie alljährlich mit der ſchlichten Cotengedenk⸗ feier der Primen vor dem Rothſchen Bild. Dann folgte um 11 Uhr der Feſtakt in der tradi⸗ tionell mit Birkengrün geſchmückten Feſthalle der Anſtalt. Nachdem das Schülerorcheſter unter Leitung von Prof. Dr. K. Schmidt die Feier eröffnet hatte, ſprach der Primaner F. Zimmer


