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einer kleinen Erleichterung, die durch das Entgegenkommen von Amtsgenoſſen ermöglicht wurde, wieder auf. Studienaſſeſſor Ludwig Schneider wurde vom 15. Oktober ab die Verwaltung einer ſeminariſchen Stelle am Cyzeum in Alzey übertragen.
Vor den Herbſtferien legte Studienreferendar Karl Roth ſeine Staatsprüfung ab. Die Prüfungslehrproben fanden am 23. Auguſt vor Herrn Miniſterialrat Glückert und dem Anter⸗ zeichneten in den Klaſſen IIb und 4 ſtatt, der mündlichen Prüfung unterzog er ſich in Gießen am 6. September. Mit Wirkung vom 20. September wurde er zum Studienaſſeſſor ernannt.
Den Studienaſſeſſor Dr. Fritz Heichelheim beauftragte das Miniſterium mit je einer halben Aushilfeleiſtung an der Oberrealſchule und dem Tandgraf⸗Ludwig⸗Gymnaſium zu Gießen vom 15. Oktober ab.
An dem KNeuſprachlichen Fortbildungslehrgang, der vom 22.—27. Oktober in Darmſtadt ſtattfand, nahmen teil: Oberſtudiendirektor Reuter, Studienrat Dr. Gans(engliſche Abteilung), Studienrat Dr. Krämer, Studienaſſeſſor Tehn(franz. Abteilung); an dem TLehrgang für heimat⸗ kundliche Arbeitsgemeinſchaften(Abteilung: Biologie) vom 10.—12. November in Darmſtadt Prof. Balſer(3 Tage) und Dr. Haun(1 Tag); an dem Lehrgang zur Einführung in den chemiſchen Arbeitsunterricht vom J4.— 7. Dezember an der Oberrealſchule zu Mainz die Studien⸗ räte Prof. K. K. Schaum und Dr. Haun.
Von dem Anterricht des ſeit den Herbſtferien erkrankten Studienaſſeſſors Lortz übernahm der Zeichenlehreramtsanwärter Siegler 10 Stunden ab 22. November 1928 bis 31. Januar 1919. Aſſeſſor Tortz nahm ſeinen Anterricht am I. Februar 1929 wieder auf.
Durch Yerfügung vom 15. bzw. 17. Dezember 1928 wurde den Studienräten Profeſſor Dr. Schmidt, Profeſſor Werner, Profeſſor Gebhard, Profeſſor Tampas die Amtsbezeich⸗ nung„Oberſtudienrat“ mit Wirkung vom I. 10. 1927. bzw. I. 10. 1927, bzw. I. 7. 1928, bzw. J. 8. 1928 verliehen.
Durch YVerfügung vom 20. Dezember 1928 erhielten der Oberreallehrer Klös mit Wirkung vom I. 10. 1927 die Amtsbezeichnung„Turnoberlehrer“, der Studienaſſeſſor Tortz die Amts⸗ bezeichnung„Zeichenoberlehrer“.
Durch Verfügung vom 3. Januar 1929 wurde Studienaſſeſſor Dr. Mayer zum über⸗ planmäßigen Studienrat ernannt.
Vom I. April 1929 an wirdé Oberſtudienrat Prof. Dr. Karl Schmidt wegen geſchwächter Geſundheit auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt. Er war mit unſerer Anſtalt als Schüler und Lehrer durch Jahrzehnte verbunden. Mit ihm ſcheidet aus unſerem Kreiſe eine ausgeprägte Perſönlichkeit, deren Wert auch in der Wahl zum Veorſitzenden der altphilologiſchen Fachabteilung durch die Amtsgenoſſen ihren Ausdruck fand, ein Mann, deſſen Offenheit im Verkehr mit ſeinen Mitarbeitern und deſſen Wohlwollen gegenüber ſeinen Schülern geſchätzt wurden. Es iſt uns eine beſondere Freude, daß ſeine wertvolle literariſche und praktiſche Betätigung auf dem Gebiet der Muſik ihre Fortſetzung in der Teitung und Weiterführung der von ihm begründeten Auguſtinerſchulkonzerte finden und ihn mit der Auguſtinerſchule auch in Zukunft verbinden wird. Anſere freunoͤlichen Wünſche begleiten ihn.
Schüler.
Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen gut. Von den Grippeerkran⸗ kungen im Februar wurden wir nicht ſehr ſtark betroffen, ſodaß der Anterricht verhältnismäßig wenig darunter litt.
Wegen großer Hitze ſiel der Anterricht am 30. Juni, J., 2. und 11. Juli teilweiſe aus.
An einer vom Kreiswohlfahrtsamt Friedberg eingerichteten Kur auf der Oſtſeeinſel Fehmarn in der Tübecker Bucht vom 5. Juli bis 16. Auguſt 1928 nahmen 13 Schüler der Anſtalt aus den Klaſſen OQuinta bis Anterſekunda mit gutem Erfolge teil. Am ihre Anterbringung machte ſich wie in früheren Jahren Oberſtudienrat Tampas verdient.
Leider haben wir den Codè eines begabten, freundlichen Schülers zu beklagen. Am 17. Juli verunglückte beim Baden der Gymnaſialunterſekundaner Ernſt Rack. Der Klaſſenführer, Studien⸗ rat Hörr, legte für den Tehrkörper mit einer Anſprache einen Kranz am Grabe nieder, die Mitſchüler gaben ihrem Kameraden das letzte Geleit.
Die Reichsjugendkämpfe, an denen 119 Schüler teilnahmen, wurden am 11. September auf dem Sportplatz der Schutzpolizei durchgeführt. Von 51 Schülern der Jahrgänge 1914 und 1915 konnten 15, von 48 Schülern der Jahrgänge 1912 und 1913 konnten 36 und von 20 Schülern der Jahrgänge 1910 und 1911 konnten 17 mit Auszeichnungen bedacht werden.
In den beſtehenden Schülervereinen herrſchte reges Leben.
Der Auguſtinerſchul⸗Bibelkreis erlebte im verfloſſenen Schuljahr Dank treuer Mitarbeit eines in unſere Reihen eingetretenen auswärtigen B. K.lers einen ſehr erfreulichen Aufſchwung.


