Jahrgang 
1928
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gelaufene Schuljahr trug, ſo hoffen wir, auch ſeinen Bauſtein bei zum Wachstum unſres Auguſtiner⸗B. K., daß in ihm unſre Jugend heranwachſe zu rechten, für alles Erhabene, Heilige und Reine aufgeſchloſſenen Menſchen.

V. D. A. An der Pfingſtfahrt zur Kaiſerſtaèdt Goslar beteiligte ſich die Schulgruppe des Vereins für das Deutſchtum im Ausland mit 13 Schülern unter Führung des Obmanns Stud.⸗Rat Eckes. An die bewegten Feſttage mit Beſichtigungen der an Kunſtwerten reichen Stadt ſchloß ſich eine Harzreiſe an, die über den Brocken zu den Tropfſteinhöhlen bei Rübeland und ſchließlich ins Bodetal zu Hexentanzplatz und Roßtrappe führte. In den Sommerferien unternahm der Obmann mit 12 Schülern eine Fahrt nach Nürnberg und München, wo reichlich Gelegenheit war, die in den dortigen Muſeen und Galerien aufgehäuften Kunſtſchätze zu be⸗ wundern, vor allem auch, im Deutſchen Muſeum die Fortſchritte der Technik und des Verkehrs zu überblicken. Daran ſchloß ſich ein mehrtägiger Ausflug nach Oberbayern, der vom herr⸗ lichſten Wetter begünſtigt war. Im Januar konnte mit Einwilligung der Direktion der ganzen Schule der Goslarfilm gezeigt werden, der den Gedanken an das Auslandsdeutſchtum in hohem Maße gefördert hat. Bei der Werbewoche im vorigen Sommer hat ſich der Sammeleifer der Schüler glänzené bewährt. Sie brachten 1075 RM. zuſammen. Einzelne Schüler waren auch für die Ortsgruppe eifrig tätig. Die Zahl der Nitglieder hat ſich auf 120 gehoben; alle be⸗ zogen den Jung⸗Roland. Der ſeitherige Vertrauensmann Schmitter la, dem wir großen Dank ſchulden, verläßt die Anſtalt, an ſeine Stelle tritt Ohlemutz Ib.

Die Auguſtiner⸗Curn⸗ und Spielvereinigung(A. T.)(Leiter: Oberreallehrer Klös) betätigte ſich wie in den vorausgegangenen Jahren recht erfolgreich. Faſt alle orodnungsmäßig durchgeführten Hand⸗ und Fußballſpiele, die gegen benachbarte heſſiſche und preußiſche höhere Tehranſtalten und gegen ſpielſtarke Sportvereine zum Austrag kamen, konnte die A. T. als Siege buchen. Beſondere Anerkennung erwarb ſich die Handballmannſchaft, die den Hanoͤballmeiſter der höheren Schulen Frankfurts bezwang. Das Schlagballſpiel fand dagegen wenig Gegen⸗ liebe, weil es von den älteren Schülern nicht als eigentliches Kampfſpiel empfunden wird. Trotzdem ſchlug ſich eine neu gebildete Schlagballmannſchaft bei den Wettſpielen um den Preis des Heſſiſchen Philologenvereins gegen den Provinzmeiſter recht wacker. Im Januar veranſtal⸗ tete die Vereinigung vor einem großen Zuſchauerkreis einen Curnabend. Der Vorführungsplan enthielt Ausſchnitte aus dem Gebiet der rhythmiſchen Gymnaſtik mit Muſikbegleitung, ein Boden⸗ turnen der Sekundaner, die Handballſchule in der Halle, die gemiſchten Sprünge vom Federbrett am hohen Pferd und einige Volkstänze der Schüler und Schülerinnen.

Der Horſt Friedberg im Deutſchen Pfaofinderbund(Leiter: Philipps Ib) zählte wie im vergangenen Jahr 37 Mitglieder. Außer den feſtgeſetzten eintägigen Fahrten wurden auch ver⸗ ſchiedene größere Wanderungen unternommen. Die beiden FähnleinAdler undWiking bezogen an Pfingſten getrennte Tager bei Ruppertenrod im VYogelsberg. In den Sommerferien beſuchte eine Gruppe den ſüdlichen Schwarzwald. An dem Gaulager bei Roßbach im Sauer⸗ land(während der Herbſtferien) beteiligte ſich ein Fähnlein des Horſtes. Bei den vom Gau veranſtalten Pfadfinderwettbewerben(Gruppenhindernislauf, Einzelprüfung, Modellwettbewerb) errangen wir verſchiedene Auszeichnungen.

Die beiden Jugenôgruppen des V. H. C. ſind an Oſtern 1927 eingegangen. Die Gruppe Wanderfalke dadurch, daß ihre Angehörigen die Reifeprüfung beſtanden, und die Gruppe Chattengeiſt dadurch, daß viele ihrer Mitglieder die Schule verließen. Es beſteht Ausſicht, daß neue Wandergruppen entſtehen.

Taut Anoroͤnung des Tandesamtes für das Biloͤungsweſen iſt auch an der Auguſtiner⸗ ſchule eine Auskunftsſtelle für Berufsberatung eingerichtet worden, um vor allem den Abiturienten in Berufsfragen über Studien, Koſten uns Ausſichten Auskunft zu geben. So wirkte zum erſten Male die Schule bei der Berufsberatung mit. Den drei Oberprimen der Anſtalt wurde von dem Berufsberater, St. R. Mulch, Auskunft für die Berufswahl gegeben. Den Ausführungen lag der von dem akademiſchen Auskunftsamt der Aniverſität Berlin heraus⸗ gegebeneLeitfaden für die akabemiſchen Berufe zu Grunde.

Beteiligung an Sammlungen. Für die Heſſiſche Künſtlerhilfe wurden durch Schüler und Schülerinnen 200 Toſe verkauft.

Zugunſten notleidender Mittelſtandsangehöriger und Sozialrentner wurden für 69,05 Mk. Binaenburg Wohlſahrtsbiiefmarten vertrieben. Die Leitung der Sammlungen hatte Studienrat

r. Rabes. Ueber die Sammlung für den YV. D. A. wurde oben berichtet.