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Feiern, Schülerkonzerte, Vorträge, Beſichtigungen, Prüfungen.
Der 5. Auguſtinerſchultag fand am 4. September in dem üblichen Rahmen ſtatt, an dem im ganzen auch wohl nichts Entſcheidendes mehr geändert werden ſoll, damit er zu einer feſten Ueberlieferung werde. Neu war die Verlegung des Hauptfeſtteils auf einen Sonntag. Dieſe Neuoroͤnung darf wohl als ein glücklicher Griff bezeichnet werden, weil dadurch manchem die Ceilnahme ermöglicht wurde, den ſeither Berufsgeſchäfte fernhielten.— Der ſchlichten Coten⸗ gedächtnisfeier der Primen für die Gefallenen am Roth'ſchen Bild folgte um 11,15 Uhr die öffentliche Feier in dem mit Birkengrün geſchmückten Feſtſaal der Schule. Nach einer muſika⸗ liſchen Einleitung durch das Schülerorcheſter unter Leitung von Prof. Dr. K. Schmidt ſprach der Primaner W. Schmidt den gehaltvollen Vorſpruch„Gelöbnis“, gedichtet von dem ehe⸗ maligen Schüler Dr. F. Scriba. Dann trug das I. Friedberger Doppelquartett, unter Leitung von Hermann Hanſtein, der ſelbſt, wie die meiſten ſeiner Sänger, zu unſeren Ehemaligen ge⸗ hört, zwei Männerchöre in bekannter Meiſterſchaft vor. In ſeiner Begrüßungsanſprache betonte dann der Direktor, wie wertvoll der Zuſammenſchluß ehemaliger Schüler für die Schule in ihrem Kampf um Beſtehen und Weiterentwicklung ſei, wie er darüber hinaus aber auch als idealer Aufbaufaktor gewertet werden müſſe, weil er die politiſchen, konfeſſionellen und ſozialen Gegenſätze überbrücken helfe. Noch einmal erfreute dann das Doppelquartett die Hörer durch den Vortrag einer Kompoſition von Prof. Dr. K. Schmidt. Dann nahm der Vorſitzende der Vereinigung ehemaliger Auguſtinerſchüler, Dr. K. Zang, das Wort zu einer eindrucksvollen Würdigung der Perſönlichkeit und Tebensarbeit des um die chemiſche und mediziniſche Wiſſen⸗ ſchaft in gleicher Weiſe hochverdienten, leider viel zu früh geſchiedenen früheren Auguſtiner⸗ ſchülers Dr. Richard Gonder. Eine Darbietung des Schülerorcheſters ſchloß die ſtimmungsvolle Feier. Darnach beſichtigten die Teilnehmer eine Ausſtellung von Schülerzeichnungen, die Zeichen⸗ lehrer Tortz in der Schule veranſtaltet hatte. Der Nachmittag brachte den üblichen Zug zur Seewieſe, wo die turneriſchen und ſportlichen Darbietungen der Schüler unter der Oberleitung des Oberreallehrers Klös vor zahlreichen Zuſchauern ſtattfanden.
Die Ehemaligen zogen ſich langſam zu einer gemütlichen Tagung ins Hotel Trapp zurück, wo Herr Dr. Zang namens der Vereinigung und ſpäter Herr Prof. Dreher namens des Lehr⸗ körpers der Auguſtinerſchule die Erſchienenen begrüßte. Am 6,15 Ahr marſchierten die Sieger von den Sportkämpfen ein, und der Direktor nahm die VYerkündigung der Sieger vor. Dann folgte die Yerteilung der Preiſe, die in dankenswerter Weiſe durch die Schule, die Stadt Frieoͤberg, Prinz Ferdinand Carl von Iſenburg⸗Birſtein, die Yereinigung u. a. geſtiftet worden waren.
Am Abend fand in dem blumengeſchmückten Saal des Hotel Trapp ein Familienabend ſtatt, der durch künſtleriſche Darbietungen von Frau Sophie Fertſch(Geſang) und Herrn Major Hertel(Klavier) eingeleitet wurde. Die literariſche Vereinigung„Scene“ unter Teitung von Herrn Tehrer Bitſch, die uns wie das Doppelquartett durch Leiter und Mitglieder verbunden iſt, bot in flotter Aufführung die dramatiſierte Schulhumoreske von Eckſtein: Der Beſuch im Karzer. Auch die feinſinnige Damenrede in VYerſen von Herrn Studienrat Gräf⸗Offenbach ſei unter den gebotenen Genüſſen nicht vergeſſen. Geſang und Tanz hielten die Ehemaligen noch lange zuſammen.
Außerdem fanden folgende Feiern ſtatt:
Der unterzeichnete Direktor wurde bei ſeinem Amtsantritt in einer Feier am erſten Tag des neuen Schuljahres im Namen des Kollegiums durch Prof. Dr. Reuß begrüßt und erwiderte darauf in einer Anſprache an die Amtsgenoſſen und die Schüler.
Die Yerfaſſungsfeier begingen wir am 17. Auguſt in den Klaſſen. Zu Ehren des 80 Jahre alt gewordenen Reichspräſidenten von Hindenburg vereinigten wir uns am 15. Oktober. Die Anſprache hielt Studienrat Dr. Gans. Bei der Cotengedenkfeier am 19. November ſprach Studienrat Dr. Volk, bei der Feier des 75. Geburtstag des heſſiſchen Staatspräſidenten Alrich am 28. Januar Studienaſſeſſor Dr. Mayer. Die Weihnachtsfeier am 22. Dezember brachte unter anderem die Aufführung der„Anbetung der Könige“ aus dem Oswalder Weihnachtsſpiel, „Bübchens Weihnachtstraum“, Dichtung von Guſtav Falke, Muſik von Humperdinck. Um die dramatiſche und ſprachliche Geſtaltung machte ſich Studienaſſeſſor Dr. Mayer, um die Bühnen⸗ ausſtattung Zeichenlehrer Tortz verdient, Groos lla half dabei mit. Bei der Abſchiedsfeier der Abiturienten am 24. März ſprach Studienrat Weckerling.


