Jahrgang 
1927
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5. Der Tehrkörper hat für die Einladung zu mehreren Veranſtaltungen zu danken. Das hieſige Polytechnikum lud uns zur Feier ſeines 25jährigen Beſtehens im Oktober ein, das Tehrerſeminar zur Schlußfeier gelegentlich der Entlaſſung ſeiner letzten Zöglinge, die Ober⸗ realſchule zu Butzbach zu ihrer 50jährigen Jubiläumsfeier. Beim Feſtakt der letzten Feier konnte der Anterzeichnete namens der höheren Schulen der benachbarten oberheſſiſchen Städte der Schweſteranſtalt die herzlichſten Glückwünſche übermitteln. Außerdem waren wir zum Herbſtſportfeſt des Heſſ. Polizeiſportvereins, zum Sommerfeſt der V. D. A. Schulgruppe der Schillerſchule, zur Weihnachtsfeier der Ernſt⸗LCuôwigs⸗Schule (Oberrealſchule) zu Baèd⸗Uauheim eingeladen.

6. Auf Veranlaſſung des Tandesbildungsamtes wurde unter den Eltern eine Abſtimmung über die Einrichtung einer Schulbeſuchsverſicherung für ſämtliche Schüler und Schülerinnen der heſſiſchen höheren Tehranſtalten mit Wirkung vom Beginn des kommenden Schuljahres herbei⸗ geführt. An unſerer Schule haben ſich die Eltern in ganz überwiegender Mehrheit(92%) dafür erklärt. Wir haben deshalb eine ſolche Verſicherung ſchon im abgelaufenen Schuljahr mit der Frankfurter Allgemeinen Verſicherungsgeſellſchaft abgeſchloſſen in der Annahme, daß der Abſchluß ſeitens des Tandesbildungsamtes mit dieſer Geſellſchaft erfolgen werde. Das iſt aber nicht ein⸗ getreten. Es wurde mit der Naſſauiſchen Tandesverſicherungsbank in Wiesbaden abgeſchloſſen, auf die alſo im kommenden Schuljahr die Verſicherung überführt wird. Der Jahresbeitrag beträgt im Jahr 70 RPf. für den Schüler. Das Geld wird durch die Schule eingezogen.

7. Unſere Bemühungen, die Schülerbüchereien wieder auf einen erträglichen Beſtand zu bringen, wurden fortgeſetzt. Eine Spende der Schülerſchaft gelegentlich der Yerteilung des vor⸗ jährigen Jahresberichtes in Höhe von 133.27 RM. und Aufwendungen der Schule erlaubten die Anſchaffung von mehr als 200 Bänden. Außerdem ſpendeten wie üblich, die Abiturienten den Büchereien der Primen wertvolle Bücher(das BilderwerkDeutſchland und Bismarcks Gedanken und Erinnerungen). Folgenden Einzelſchülern kann die Schule für Stiftungen danken: Prinz Ferdinand Karl von Iſenburg(1a), Heinrich Hübner und Walter Kloos(IIa), Otto Hochgraefe (2a¹), Wilhelm Becker(2b¹), Wilhelm Graulich(3a2), Manfred Scheuer(3b1), Willi Moll, Hans Helmut Grether, Ernſt Sauer, Walter Käß, Helmuth Porzenheim, Karl Kohlas, Walter Süßen⸗ berger, Karl Tanz(41), Willi Jöckel, Fritz Heinz Köhler, Rupprecht Hainer(IV), Helmut Wolters⸗ dorf(V), Hermann Sang(51), Theo Roeder, Wilhelm Heinrich, Hermann Eiſenreich(52²), Dieter Altendorf, Philipp Rupp, Karl Möſer, Wilhelm Fleckenſtein, Erich Faatz, Walter Rüfer, Karl Dielmann, Franz Metje, Fritz Röschen(V!). Die Gymnaſialſerta und Realquarta: haben ſich hier beſonders ausgezeichnet. Vom Tehrkörper erfolgten namhaftere Spenden ſeitens des Unter⸗ zeichneten und der Profeſſoren Dr. Karl Schmièdt und Balſer. Die Tehrerbücherei hat Herrn Regierungsrat Ucko, der auch der Steinſammlung einen Kriſtall aus den Quarzitwerken bei Uſingen überwies, ſowie den Profeſſoren Dr. Karl Schmidt und Dreher für Gaben zu danken.

8. Ueber die Beteiligung unſerer Schüler an Sammlungen iſt folgendes zu berichten: Für die Deutſche Nothilfe wurden durch den Verkauf von Wohlfahrtsbriefmarken 96,50 RM. aufgebracht. Mit Anterſtützung der Schülerinnen C. Krombach, E. Ritter, T. Zang(I a), E. Schmidt und E. Leun(2a) wurden 177 Toſe der Künſtlerhilfe vertrieben, deren Erlös notleidenden heſſ. Künſtlern zugute kam. Auf die von der Schule verkauften Loſe entfielen 11 Gewinne, darunter der dritte. Für die im vorhergehenden Jahre veranſtaltete Sammlung für die Zeppelin⸗Eckener⸗Spende erhielt die Schule eine Ehrenurkunde.

9. Dankenswerter Weiſe ging die Stadt in dieſem Jahre an die von uns ſeit Jahren be⸗ antragte Durchführung der elektriſchen Beleuchtung in allen Räumen der Anſtalt. Es wurde zunächſt die Zuleitungsanlage, die Räume des unteren Stockes ſowie je ein Klaſſenzimmer des mittleren und oberen Stockes damit verſehen.

10. In der Nacht vom 4./5. Dezember wurde ein Einbruch in die Schule verübt. Die Einbrecher drangen durch ein offenſtehendes Fenſter in den Keller ein und ſuchten die Direktions⸗ zimmer und Sammlungsräume heim. Sie hatten es auf bares Geld abgeſehen, es fiel ihnen aber nur ganz weniges in die Hände. Die Cüren waren mit Aachſchlüſſeln, die Schubladen und Schränke mit Brecheiſen geöffnet. In den Direktionszimmern waren alle Schubladen und Schränke erbrochen und durchwühlt außer dem Geloſchrank, deſſen Schloß ſie ſprengen wollten, der aber dieſem Verſuch ſtandhielt, und einem leicht erbrechbaren Holzſchrank, dem letzten, an den ſie kamen, in dem ſie nach den Enttäuſchungen, die ſie bei den anderen gehabt, offenbar kein Geld vermuteten, der aber gerade allein eine Summe von einigen Hundert Mark enthielt.