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in den Ueubau mit, mit dem er im Taufe der Jahre völlig verwuchs. In ſeiner amtlichen Tätigkeit hat er die vollſte Zufriedenheit ſeiner Vorgeſetzten errungen. Direktor Golomann ſchreibt über ihn in einem Berichte:„Er hat ſich als ein ſehr pflichteifriger und williger Mann gezeigt. Er beſorgt die ihm gewordenen Aufträge ſehr gewiſſenhaft, iſt in der Säuberung des Hauſes äußerſt genau und iſt überhaupt andauernd eifrig beſchäftigt, das ſeiner Pflege anver⸗ traute Gut in gutem Zuſtande zu erhalten“, Direktor Dr. Loebell:„Sein hervorragender Fleiß, ſeine Umſicht, ſeine ganze muſterhafte Dienſtführung iſt uneingeſchränkten Cobes würdig“— und der Anterzeichnete:„Er iſt ein außergewöhnlich gewiſſenhafter Beamter. Er nimmt ſeine Dienſtpflichten ſehr ernſt und wioͤmet ihnen, ohne die Arbeitszeit nachzurechnen, ſeine ganze Kraft“. Volle Anerkennung fand ſeine pflichteifrige Tätigkeit auch bei den Mitgliedern des Tehrkörpers, die ihm deswegen bei ſeinem Scheiden aus dem Amt ein namhaftes Geldgeſchenk überreichten.
2. Die Vereinigung ehemaliger Auguſtinerſchüler hat ein arbeits⸗ und erfolgreiches Vereinsjahr hinter ſich. Ihre Mitwirkung am Auguſtinerſchultag iſt ſchon erwähnt. Am die ehemaligen Schüler möglichſt vollſtändig zu erreichen, wurde das Anſchriftenverzeichnis in mühevoller Arbeit durch den Vorſtand erweitert, über 1500 Anſchriften ſind nunmehr zu⸗ ſammengebracht. Es wurde außerdem das Nachrichtenblatt für ehemalige Auguſtiner⸗ ſchüler„Es war einmal“ gegründet, das bis jetzt in zwei Nummern erſchienen iſt. Es ſoll den ehemaligen Schülern zugeſtellt werden und ſo das Intereſſe an der Schule und der Ver⸗ einigung wach erhalten.— Im Winterhalbjahr veranſtaltete die Vereinigung in unſerem Turn⸗ ſaal drei Vortragsabende. Am 7. November ſprach Tehrer Bitſch über moderne Bühnen⸗ fragen, Rezitationen des Studierenden am hieſigen Polytechnikum Rud. Steinbach gingen dem Vortrag voran. Am 15. November hielt Forſtreferendar Wallker einen Lichtbilder⸗ vortrag über den Schilauf, ſein Weſen und ſeine Technik; am 6. Dezember ſprach der Vorſitzende der Vereinigung, Medizinalrat Dr. Ad. Weckerling, über Gandhi und Tagore und zeigte anſchließendé herrliche Tichtbilder von Bauwerken und Oertlichkeiten Indiens. Am 3. Januar 1927 fand im Gaſthof„Zum Deutſchen Haus“ die Weihnachtszuſammen⸗ kunft ſtatt, die gut beſucht war und bei der wiederum„Die Szene“ für die Unterhal⸗ tung ſorgte.
3. Auf Yerfügung des Landesamtes für das Bildungsweſen leitete Oberreallehrer Klös vom 23. Auguſt bis I1. September den 3. Lehrgang für Schulturnen, Sport und Be⸗ wegungsſpiele an der Anſtalt. An ihm nahmen 21] Tehrer und 2 Stusenten(Heinrich Lotz und Erich Trapp), ehemalige Schüler der Anſtalt, teil, die die Hochſchule für Leibesübungen in Berlin und die Turnlehrerbildungsanſtalt in München beſuchen. Einer Anregung aus den Kreiſen der Volksſchullehrerſchaft folgend, richtete Oberreallehrer Klös an der Anſtalt eine Curnſchule ein, welche für die methodiſche und praktiſche Weiterbildung der Tehrkräfte im Curnunterricht Sorge tragen ſoll. Sie wird zur Zeit von 12 Lehrern und 8 Lehrerinnen beſucht.
J. Die künſtleriſche Ausſchmückung der Anſtalt hat im abgelaufenen Schuljahr keinen äußerlich ſichtbaren Fortſchritt genommen. Doch haben die beiden damit beſchäftigten Künſtler, Profeſſor Richard Hoelſcher⸗Darmſtadt und Studienrat Ludwig Roth, ihre Arbeiten tat⸗ kräftig fortgeſetzt. Prof. Hoelſcher hat zu den zwei Bildern, die ſich ſchon in der Anſtalt an dem für ſie beſtimmten Ort befinden, vier neue vollendet, die vorläufig, ſolange die Schule nicht in der Tage iſt, die Koſten zu bezahlen, in der Werkſtatt des Künſtlers aufbewahrt bleiben. Der Unterzeichnete hat ſich am Anfang Mai erneut mit einem Aufruf an die Oeffentlichkeit ge⸗ wendet und um Spenden gebeten. Er hat dabei eine gutachtliche Beurteilung der Hoelſcherſchen Bilder durch den Geheimen Hofrat Dr. Back, den nunmehr in den Ruheſtand getretenen Direktor des Heſſ. Tandesmuſeums, bekannt gegeben, in dem der Kunſtwert der Bilder eine hohe Anerkennung erfährt. Der Aufruf war leider nicht von großem Erfolge. Prof. Dr. Karl Schmidt ſpendete aus dem Erlös des durch ihn veranlaßten Konzertes des Amar⸗Ouartettes 100 RM., die Buchhandlung Streckfuß 25 R., Buchbinder Niederhoff 10 RN.— Studienrat Roth iſt mit der Bearbeitung der Entwürfe zu ſeinen großen Wandoͤbildern für den Creppenraum beſchäftigt. Leider mußte die Arbeit eine unerwünſchte längere Anterbrechung durch einen Anfall Roths(Armbruch) erleiden. Erfreulicherweiſe hat er aber die Arbeit wieder aufnehmen können.— In der Sache der künſtleriſchen Ausſchmückung der Anſtalt, die dem
Unterzeichneten beſonders am Herzen liegt, hinterläßt er ſeinem Nachfolger die Weiterführung und Vollendung einer großen und dankenswerten Aufgabe.


