anſehnliche Summe von etwa 700 RM. erhöht wurde.— Bei der Abſchiedsfeier der Abiturienten am 23. Februar ſprach Studienrat Prof. Gebhardò markige Worte über Perſönlichkeitsbildung und die Pflichten, die das Gemeinſchaftsleben auferlegt.— Eine Beet⸗ hovenfeier, die am 26. März abgehalten werden ſoll und bei der Studienrat Buß ſprechen wird, iſt in Vorbereitung.— Bei allen Feiern gab den muſikaliſchen Rahmen der Chor und die Inſtrumentalklaſſe.
Schülerkonzerte fanden im ganzen neun ſtatt. Das I.(42. der Geſamtreihe) brachte zwei Melodramen, Hektors Beſtattung nach dem 20. Geſang der Ilias und Wildenbruchs Hexenlied. Geiſtliche und weltliche Chöre, insbeſondere alte Volkslieder bot das 2.(43.) Konzert, während beim 3.(44.) Vorträge für Flöte(Beethoven, Bach, Godard) im Vordergrund ſtanden. Bei dem Schubert⸗Abend des 4.(45.) Konzertes ſtand„die ſchöne Müllerin“ im Mittelpunkt, ein Beethovenabend wurde mit drei Klavier⸗Violinſonaten(op. 12, 23, 24) beſtritten. Ihm folgte als 6.(47.) Konzert ein Abendé Frieoͤberger Komponiſten mit Werken der früheren Auguſtinerſchulkonrektoren Hartmann Kreid(1631) und J. A. Kleberger (1743—1818) und anderer Frieèberger Tonſetzer bis zu den noch lebenden. Im 7.(48.) Kon⸗ zert führte Dr. Aſinger neue Schallplatten vor. Das 8.(49.) war ein Tiederabend mit Werken von Schubert, Schumann, Brahms, Trautmann und Pfitzner. Das 9. Schülerkonzert war als das 50. der ganzen Reihe ein Jubiläumskonzert, das mit einer Anſprache des Anterzeichneten eingeleitet wurde, in der er einen zuſammenfaſſenden Rückblick auf das bisher Geleiſtete warf, ſich über Zweck und Weſen dieſer Veranſtaltungen ausließ, allen denjenigen, die als aus⸗ übende Künſtler oder ſonſtige Förderer zu ihrem Gelingen beigetragen hatten, insbeſondere dem Leiter, den Dank der Schule ausſprach und den letzteren aufforderte, weiterhin ſeine Kräfte in den Dienſt der eèdlen Sache zu ſtellen. Nach der Anſprache wurden drei Kammermuſikwerke Beethovens wiedergegeben.
Die Vortragsübungen wurden fortgeſetzt. Die Schlußübung am letzten Schultag des Schuljahrs 1925/26 kehrte das dramatiſche Moment hervor. Es wurden Szenen aus den Hebbelſchen Nibelungen und aus Leſſings Minna von Barnhelm vorgetragen, zwei von dem Untertertianer Wolfgang Schmièt dramatiſierte Szenen franzöſiſcher Erzählungen wieder⸗ gegeben und auch beim Vortrag der gewählten Gedichte ſinngemäß die Abſchnitte unter verſchiedene Sprecher verteilt. Die Wirkung auf die Hörer war ſehr ſtark. Beſchäftigt waren die Oberſekunden, Antertertien und Serxten. Im muſikaliſchen Teil wirkte außer der Inſtru⸗ mentalklaſſe in dankenswerter Weiſe Medizinalrat Dr. Rebel mit, der zwei Tieder von Toewe ſang. Die erſte Vortragsübung im Schuljahr 1926/27 brachte die Aufführung zweier Faſtnachtsſpiele von Hans Sachs,„Der fahrende Schüler“ und„Der tote Mann“, dargeboten von Schülern und Schülerinnen der Primen und einer Oberſekundanerin; die zweite war eine Weihnachtsfeier, in der Weihnachtsgedichte durch Schüler der Ila, Illa und 4, E. Th. A. Hoffmanns„Außknacker und Mauſekönig“ durch eine Oberſekundanerin mit der Muſik von Karl Reinecke vorgetragen und Weihnachtslieder für Sopran und Alt von Rob. Kahn durch die Schülerinnen aus la— 2a geſungen wurden. In beiden Uebungen betätigte ſich außerdem die Inſtrumentalklaſſe.— Die dritte Vortragsübung iſt gegenwärtig in Vorbereitung.
Die Schüler hatten die Gelegenheit, eine ganze Reihe belehrender und unterhaltender Vorträge zu hören.— Gelegentlich der Reichsgeſundheitswoche war für unſre Schüler von der Obertertia aufwärts ein Tichtbildervortrag veranſtaltet, bei dem Medizinalrat Dr. Balſer ſprach.— Vom 28. Mai bis 6. Juni befand ſich in unſerem Turnſaal die ſozial⸗ hygieniſche Ausſtellung„Mutter und Kinèé“, die die Schüler unſerer Primen unter er⸗ läuternden Worten Dr. Balſers beſichtigen konnten.— Der frühere Schüler der Anſtalt stud. phil. Hatto Schröder hielt den Primen des Gymnaſiums einen Lichtbildervortrag über Rom zur Kaiſerzeit.— Ein Prof. Dr. Dahl, der viele Jahre engliſche Schulen geleitet hatte, trug den Schülern der Oberrealſchule von Obertertia aufwärts und den Primanern des Gym⸗ naſiums engliſche Erzählungen und Gedichte vor und knüpfte daran Belehrungen über die Ausſprache des Engliſchen.— Aeber das gute und ſchöne Sprechen hielt der Rezi⸗ tator Oskar Fiedler den Schülern zwei Vorträge, einen den Schülern der Anterklaſſen und einen denjenigen der Mittel⸗ und Oberklaſſen. Er ſchloß dabei ſeine Ausführungen an Schüler⸗ deklamationen an.— Am 14. Oktober hielt der Experimentalphyſiker Tiebetrau aus Bregenz einen ſehr lehrreichen, auch mit Humor gewürzten Vortrag über flüſſige Tuft mit zahlreichen überaus intereſſanten Yerſuchen, an dem die Certien, Sekunden und Primen in zwei Abteilungen mit größter Aufmerkſamkeit teilnahmen.— Am 29. April beſuchten ſämtliche


