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Curngeräte durch Anſchaffung der ſchwediſchen Sproſſenwand, der Tangbank und einer Anzahl Hürden zu ergänzen, enoͤlich in einem Kellerraum Brauſen anzubringen. Teider mußten bei der beſtehenden Geloknappheit bis heute dieſe Anträge meiſt unerfüllt bleiben. Nur eine Waſſer⸗ ſpülung wurde im Schülerabort angebracht ſowie Sproſſenwand, Tangbank und vier Hürden angeſchafft.
Auf die Anoroͤnung des Tandesbildungsamtes wurde in den Obertertien ein unverbindlicher Unterricht in der Einheitskurzſchrift eingerichtet, den Studienaſſeſſor Dr. Kabes leitete. An⸗ fangs beteiligten ſich 56 Schüler, die in zwei Abteilungen wöchentlich je eine Stunde unterrichtet wurden. Die Teilnahme nahm im zweiten Halbjahr ſtark ab und ging bis auf 10 Mitglieder am Schluß des Schuljahres zurück. Studienrat Weckerling erteilte freiwillig 10 Ober⸗ ſekundanern Anterricht in der neuen Kurzſchrift.
Die ordentlichen Reifeprüfungen des Gymnaſiums und der Oberrealſchule wurden unter dem Vorſitz des Miniſterialrats Glückert, diejenigen der Richtſchüler unter demjenigen des Direktors abgehalten. Miniſterialrat Glückert beſuchte die Anſtalt außerdem am 30. April 1925 und nahm am Anterricht der Klaſſen Ila, IIb, IIIa, IIIb, IV, V, VI, Ib, 3 b u. 3s teil.
Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen recht befriedigend.— Auf Anordnung des Tandesbildungsamtes wurden zur Aufſtellung einer Statiſtik der körperlich Be⸗ hinderten(Krüppel) alle Schüler bis zu 14 Jahren durch Medizinalrat Dr. Uebel unterſucht. Unter rund 250 Schülern wurden bei 28 Gebrechen, faſt ausnahmslos leichte und leichteſte, feſtgeſtellt.— Durch Vermittelung des Kreiswohlfahrtsausſchuſſes nahmen 15 Schüler aus den Klaſſen Sexta bis Anterſekunda an einer ſechswöchigen Erholungskur auf dem Heuberg(Baden) teil, außerdem mehrere Kriegerkinder an anderen Kuren.
Am 25. Januar 1926 erlag der Unterprimaner unſerer Oberrealſchule Karl Schünemann einem ſchrecklichen Geſchick. In geiſtiger Umnachtung nahm er ſich das Teben, indem er ſich von einem Eiſenbahnzug überfahren ließ. Der Direktor richtete infolge dieſes erſchütternden Falles ernſte Worte an die Schüler der Mittel⸗ und Oberklaſſen. An dem Begräbnis nahmen der Lehrkörper
und die Sekunden und Primen geſchloſſen teil. Für den Tehrkörper ſprach Prof. Werner und legte in deſſen Namen einen Kranz am Grabe nieder. Auch die beiden Primen der Oberrealſchule und die Unterprima des Gym⸗ naſiums legten Kränze nieder. Dem gutgeſinnten Schüler, dem treuen Klaſſen⸗ genoſſen werden Tehrer und Mitſchüler ein freundliches Andenken bewahren.
Von den Schülervereinen.
Die beiden Kurzſchriftvereine(Gabelsberger und Stolze⸗Schrey) löſten ſich infolge der Einführung der Einheitskurzſchrift auf und ſtifteten ihr Eigentum, je einen Schrank mit Büchern und Schriften, dankenswerter Weiſe der Anſtalt. Die Bücher konnten faſt alle den Schüler⸗ büchereien überwieſen werden.
Dem Auguſtiner⸗Bibelkreis gehörten im verfloſſenen Schuljahre etwa 20 Schüler der Anſtalt von Quinta bis Anterſekunda an, die an einem Nachmittage der Woche zu Bibelbe⸗ ſprechungen und Behandlung von ſittlichen Lebensfragen, ſoweit ſie dem Erleben und Verſtändnis dieſer Jugend entſprechen, und an einem anderen Nachmittage zu kameradſchaftlicher und jugend⸗ froher Geſelligkeit unter der freiwilligen und dankenswerten Teitung der beiden Kandidaten


