Jahrgang 
1928
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Mit Schluß des Schuljahres verließ uns Herr Dr. Taſchner, um ſeine Studien an der Univerſität Marburg zu beenden. Der Direktor verabſchiedete ihn in der Schlußandacht am 31. März. Dem für das Reformgymnaſium von der Stadt Höchſt gewählten Studienrat Dr. Rubbel widmete der Direktor Worte des herzlichſten Dankes der Schule und die beſten Wünſche für ſein weiteres Leben und Wirken. In bewegten Worten verabſchiedete ſich Herr Dr. Rubbel. Nur ungern verlieren wir den in 1 ½ Jahren ſeines Wirkens allgemein, beſonders bei den Schü⸗ lern beliebten, kenntnisreichen und anregenden Lehrer.

7. Verfügungen und Erlaſſe der Behörde.

Der Miniſter für Wiſſenſchaft, Kunſt und Volksbildung:

30. 5. 27. Hinweis auf das Verbot, das verdorrte Gras an Feldrainen und Böſchungen anzuzünden, und auf Schonung der Tier⸗ und Pflanzenwelt und ver⸗ ſtändiges Benehmen in der freien Natur.

58. 5. 27.... Die Fragen des Völkerbundes im Unterricht zu behandeln, muß jetzt, nachdem Deutſchland dem Völkerbunde beigetreten iſt, noch mehr Auf⸗ gabe der Schule ſein.... Aus dem Weſen des Völkerbundes ergibt ſich, daß jeder Unterricht über ihn getragen ſein muß vom Gefühl für die Würde des eigenen Volkes, von verſtändnisvoller Achtung vor dem fremden Volke und von der Ein⸗ ſicht, daß die Entwicklung eines jeden Volkes gefördert wird durch die Zugehörig⸗ keit zu einer umfaſſenden Gemeinſchaft aller Völker.

3. 11. 27.

Provinzialſchulkollegium. Kaſſel , den 17. November 1927. Nr. 13 553.

Am 1 Mai 1928 werden in die ſtaatlichen Pädagogiſchen Akademien je 50 Studenten neu aufgenommen, und zwar in Eibing und Kiel zur Ausbildung evangeliſcher Volksſchullehrer und Lehrerinnen, in Bonn zur Ausbildung katholiſcher Volksſchullehrer und in Frankfurt a. M. zur Ausbildung von Volksſchullehrern und-lehrerinnen.

Der Bildungsgang iſt zweijährig. Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter gewiſſen Vorausſetzungen können Studienbeihilfen gewährt werden. Internate ſind mit den Akademien nicht verbunden. Arbeitspläne ſind bei den Sekretariaten der Pödagogiſchen Akademien erhältlich.

Das Aufnahmegeſuch iſt bis ſpäteſtens zum 15. März 1928 an eine der Pädagogiſchen Akademien zu richten.

Der Meldung ſind beizufügen:

1) ein Lebenslauf,

2) eine beglaubigte Abſchrift des Reifezeugniſſes einer neunſtufigen höheren Lehranſtalt oder eine Beſcheinigung des Anſtaltsleiters über die beſtandene Reifeprüfung oder über das vorausſichtliche Beſtehen derſelben,

3) ein Geſundheitszeugnis eines zur Führung eines Dienſtſiegels berechtigten Arztes,

4) ein amtlicher Ausweis über die Staatsangehörigkeit.

Im Laufe des Monats April werden alle Bewerber, deren Aufnahme in Ausſicht ge⸗ nommen iſt, zu einer Prüfung ihrer muſikaliſchen Kenntniſſe und Fertigkeiten am Akademie⸗

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