Jahrgang 
1929
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9. Physik(Astronomie).

Oberprima(1 Wochenstunde, 13 Schüler). Im Anschluß an Beobachtungen mit Hilfe des Helmuth-Huck-Fernrohrs wurden Vorträge über das Sonnensystem, Fixsterne, Nebel, Milch- straße usw. gehalten. Geschichte der Astronomie. Neueste Forschungen der Stellar-Astronomie, besonders mit Rücksicht auf die Atomtheorie. Gerlach.

Unterprima(1 Wochenstunde, 25 Schüler). Sommerhalbjahr: Da die Schüler noch nicht praktisch gearbeitet hatten, wurden zunächst in gleicher Front in Gruppen zu zweien Ubungen veranstaltet. Nach verschiedenen Methoden wurde das spez. Gewicht fester, flüssiger und gasförmiger Körper bestimmt. Nachdem die einzelnen Gruppen eine gewisse Handfertigkeit erworben hatten, wurden ihnen Einzelaufgaben aus der Mechanik und Wärmelehre Z. B. Be- stimmung des Ausdehnungskoeffizienten von Stäben usw. gestellt. Winterhalbjahr: Aufbauend auf den Ubungen des Sommerhalbjahres, wurden Messungen aus dem Gebiet der Wärmelehre angestellt(z. B. spez. Wärme, Schmelzwärme, Verdampfungswärme). Da nun nicht mehr immer in gleicher Front gearbeitet wurde, mußte die Teilnehmerzahl auf 12(6 Gruppen zu 2) beschränkt werden. Daran schlossen sich Ubungen aus der Optik an, wie Linsenformel, Be- stimmung des Brechungsexponenten, optische Instrumente. Protz.

10. Biologie.

Obersekunda(1 Wochenstunde, 28 Schüler). Die Ubungen erstreckten sich auf die Unter- suchung der Kleinlebewelt der einheimischen stehenden Gewässer, ferner auf die Benützung der Hilfsmittel für die Präparation und die Herstellung einfacher mikroskopischer Präparate. Außerdem wurde versucht, ausgewählte Kapitel aus der Physiologie der Pflanzen und Tiere dem Verständnis der Schüler durch einfache Versuche näherzubringen. Sack.

g) Musik(Gesang, Musikpflege, Orchester). 1. Singen.

Sexta: Einführung in die Notenschrift. Aufbau der Stammleiter. Erfassen, Darstellen und Erfinden einfacher rhythmischer Motive im graden und ungraden Takt. Punktierte Rhythmen. Notenwerte und Pausen. F-dur und G-dur. Leitereigne und leiterfremde Töne. Einstimmiger Liedgesang. Kanon(Wecken des Verständnisses für Nachahmung, Motiv usw.). Im Anschluß an den Liedgesang kleine Instrumentalformen(Tanzformen, Marsch usw.).

Quinta: Einführen in den zweistimmigen Liedgesang. Kanon als Ausgangspunkt der Mehr- stimmigkeit. Dreiklänge. Kadenz. Dominantseptakkord. Weitere Tonleitern. Die Moll-Leiter. Dur- und Moll-Dreiklang. Lieder und Instrumentalstücke in Moll.

2. Musikpflege in den Klassen IV Ol.

Quarta: Wiederholung von Dur und Moll. Alte und neue Tonarten. Ein- und mehrstimmiger Liedgesang. Kanon. Motive in einzelnen Liedern. Der Liedsat⸗(Zwei-Vier-Acht-Takter). Instrumentalformen: Marsch in seinen verschiedenen Arten(Armeemarsch, feierlicher Marsch, Trauermarsch), Menuett, Ländler.

Untertertia: Das historische Lied(Die Weltfeste zittert,Hildebrandslied,Lands- knechtslied u. dgl.). Marsch- und Tanzlieder. Mittelalterliche Tanzlieder und Tänze(grade und ungrade Taktart. Vor- und Nachtanz Pavane, Gagliarde). Im Anschluß Instrumental- formen wie Marsch, Tänze(Courante, Sarabande, Gigue u. dgl.). Rondoform.

Obertertia: Das historische Lied. Instrumentalformen wie in Untertertia, auch in ihrer Zusammenstellung in der Suite.

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