4. Englisch.
Ober- und Unterprima(1 Wochenstunde, Sommer: 18, Winter: 21 Schüler). Die Trieb- kräfte des englischen Imperialismus. England und die Dominions. Wirtschaftliche, soziale und Rassenprobleme. Wirtschaftsethik. Struktur der englischen Gesellschaft. Handel und Industrie (Lage der Bergwerksbesitzer, der Eisen- und Wollindustrie). Arbeiterfragen. Trade Unions.
H. Schmidt. 5. Heimatkunde.
Unterprima bis Obersekunda(1 Wochenstunde, 13 Schüler). Erarbeitung des morpho- logischen und kulturgeographischen Formenschatzes des Kristallinen und des Buntsandstein- Odenwalds durch entsprechende Auswertung der Reichskarten 1: 100000, 1 25000 und durch Lehrausflüge in die behandelten Gebiete. Waldformen, Dorf- und Hausformen, Besiedlung, Wegenetz, geschichtliche Spuren in ihrer Abhängigkeit von natürlichen Gegebenheiten und geschichtlichen Kräften. Nach Weihnachten 1928: Die Entwicklung des Straßennetzes und der Straßenformen einer Großstadt am Beispiel Frankfurts: Citybildung, neue und alte Straßen- führung und-bebauung als Zeugen für die in einer Siedlung früher und heute wirksamen wirtschaftlichen Kräfte. Völkel.
6. Geopolitik.
Unterprima(1 Wochenstunde, 16 Schüler). Im Anschluß an Sames Fairgrieve, Geographie und Weltmacht, sowie an verschiedenen Aufsätzen der Zeitschrift„Geopolitik“ wurde der Ver- such gemacht, die geographischen Tatsachen, die den Gang der Geschichte wesentlich beein- flußt haben und beeinflussen, aufzuzeigen. Von den besprochenen Problemen seien genannt: Die Wüste, Die Anfänge der Geschichte, Agypten, Der Ozean, Seemacht, Holland und Frank- reich, Kohle, Die Vereinigten Staaten. Probst.
7. Chemie und Technologie.
Oberprima(1 Wochenstunde, 25 Schüler). Aus dem Gebiete der organischen Chemie wurden nach einleitenden allgemeinen Besprechungen theoretisch und praktisch behandelt: Nachweis und Gewinnung des Athylalkohols, Oxydation zu Aldehyd und Säure, die Gruppe der Alkohole, Ssterbildung, die Seife und ihre Fabrikation. Gegen Schluß des Winterhalbjahres fanden praktische mineralogische Ubungen statt. Wegen der großen Zahl waren die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt, die vierzehntägig abwechselten.
Unterprima(1 Wochenstunde, 26 Schüler). Nach allgemeinen Ubungen in einfachen Labo- ratoriumsarbeiten an geeigneten ausgewählten Beispielen wurde die Chemie und Technologie der Calciumverbindungen behandelt. Die Teilnehmer waren ebenfalls in zwei Gruppen geteilt.
Hunke. 8. Angewandte Chemie(Photochemie und Photographie).
Oberprima bis Obersekunda(2 Wochenstunden alle 14 Tage, 15 Schüler). Aus den 68 vorliegenden Meldungen wurden auf Grund ihrer vorgelegten photographischen Arbeiten 15 geeignete Schüler ausgewählt, mit denen ein erster Versuch auf dem Gebiet gemacht werden sollte. Da eine Dunkelkammer leider immer noch nicht vorhanden ist, mußte behelfsmäßig im chemischen Unterrichtsraum gearbeitet werden. Im Anschluß an Aufnahmeübungen im Freien sowie an den sonstigen Arbeiten der Teilnehmer wurde die Bildkritik gezeigt und geübt. In die Technik der Kunstlichtabzüge und die Vergrößerung wurde eingeführt, ebenso in das Entwickeln, Verstärken und Abschwächen von Negativen. Im Winter wurde den Aufnahme- arbeiten mit Kunstlicht(Blitzlicht, Nitraphotlampe usw.) besonderer Raum gewährt. Die chemischen und physikalischen Vorgänge wurden besprochen. Neben der Erwerbung techni- scher Fertigkeiten und ausreichender Kenntnisse der theoretischen Grundlagen unseres Arbeits- gebietes wurde als wichtigste Aufgabe angesehen, die Teilnehmer zum richtigen Sehen und künstlerischer Erfassung der Motive zu erziehen. Hunke.
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