Jahrgang 
1926
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Herr Studienrat Dr. K. Hartte besichtigte mit den Oberprimanern das Karmeliter- kloster und die Weißfrauenkirche. Wobei Herr Geheimrat D. Dr. Dechent die erläutern- den Vorträge hielt und Herr Orgamst Schuch die Finrichtung einer modernen Orgel erklärte.

Herr Dr. J. Höxter führte die jüdischen Schüler der Unter- und Mittelstufe in die AusstellungZur Geschichte der Juden und in das Frankfurter Museum jüdischer Altertümer.

Herr Studienassessor Lie. Dr. K. A. Mei Binger las vor den Schülern der Ober klassen in der Aula aus eigenen Arbeiten vor. u. a. die Philosophische NovelleSchillers Lroßer Tag.

Zu den in unserer Anstalt abgehaltenen V ortragsabenden des Deutschen Sprachvereins hatten Sekundaner und Primaner wiederum Zutritt wie auch zu den Wintervorlesungen des Freien deutschen Hochstifts.

An den von dem Phvsikalisc hen Verein veranstalteten Anfängervor- lesungen aus den Gebieten der Chemie und Physik beteiligte sich eine große Anzahl von Schülern der Oberstufe.

Herr Studienrat Dr. A. Gerlach gab den Sekundanern besondere Anleitung zum Bau von Radioapparaten: Herr Studienrat Dr. F. Laibach besuchte mit ein- zelnen Klassen öfters den Botanisc hen Garten der Universität.

Schulfeiern.

Am 12. Mai 1925, dem Tage, an dem der Herr Reichspräsident sein Amt übernahm, fand in der Aula eine Feier statt. bei Jer Herr Studienrat Dr. Max Preit z der Bedeutung des Wechsels des Reichsoberhauptes gedachte unter besonderer Würdigung der Persönlichkeit Hindenburgs und seines bisherigen geschichtlichen Wirkens.

Am 20. Juni 1925 hielt Herr Studienrat Rudolf Völkel die Festrede zur Rhei- nischen Tausendjahnrfeier.

Bei der Verfassungsfeier. am 11. August 1925, sprach Herr Studienrat Dr. Albert Hirsch über den deutsch-amerikanischen Staatsmann Karl Schurz.

Eine musikalische weihnacht sfeier, bei der Herr Studienrat Hl. Tenter eine Ansprache hielt. veranstaltete Herr H. Weigand am 21. Dezember 1925.

Bei Gelegenheit des Volkstrauertages fand am 27. Februar 1926 eine Ge denk- treier für die im Weltkriege gefallenen Lehrer un d Schüler unseres Realgymnasiums statt, bei der der Primaner Hugo Griebel wür- dige Worte der Erinnerung sprach und der Abiturient Werner Schumach das GedichtTrutz und Trost(von Rudolf Alexander Schröder) vortrug.

Am 20. März 1926 wurde die Schlußfeie r zur BEntlassung der Abitu- rienten abgehalten, in deren Namen Haus Rahmann über deutsches Wandern sprach. In seinen Abschiedsworten gedachte der Direktor auch der Verdienste des in den Ruhestand tretenden Herrn Studienrates Georg Bender, dem er im Auftrage des Masgistrats eine Ehrenplakette überreichte.

Zur Verschönerung der Schulfeiern trugen Chor und Schülerorchester unter Leitung des Herrn Weigand in bewährter Weise bei.

Aus Verfügungen der staatlichen Unterrichtsverwaltung.

1. Verfügung des Provinzialschulkollegiums zu Cassel vom 20. Mai 1925: Hinweis auf den Wert des orthopädischen Turnun terrichts als Vorbeugungs- mittel gegen Rückgratsverkrümmungen.