24—
1925) in Kraft. Das Lehrerkollegium arbeitete einen die Besonderheiten des Frankfurter Reform-Realgynmasiums und die örtliche Eigenart berücksichtigenden Anstalts- lehrplan aus, der im Einklang mit den neuen Stundenta feln(Stundentafeln zur Neuordnung des höheren Schulwesens in Preußen. Berlin, Weidmann 1924) und den amtlichen methodischen Hinweisen steht. Am 12. und 13. September 1925 fand in Frank- furt a. M. eine Versammlung der Studiendirektoren der Provinz Hessen-Nassau statt zur Aussprache über Lehrplanfragen.
Für die Reifeprüfun Lg am Frühjahrstermin 1926 waren die ministeriellen Uebergangsbestimmun Len maßgebend; von der schriftlichen Arbeit in Physik Wurde abgesehen, für den deutschen Aufsatz wurde den Prüflingen die Auswahl aus vier zur Behandlung vorgeschlagenen Themen überlassen.
Am 15. Januar und am 23. Februar 1926 wohnte der Dezernent des Provinzialschul- kollegiums, Herr Präsident Dr. Borb ein, dem Unterricht bei. Am 25. September 1925 besichtigte Herr Obermusiklehrer und Fachberater Veidt den Musikunterricht. Am 29. August 1925 besuchte im Auftrage des Württembergischen Kultusministeriums Herr Oberstudiendirektor Dr. J. Miller aus Stuttgart unser EReform-Realgymnasium.
Am 15. September 1925 starb ein verehrter ehemaliger Mitarbeiter, der von 1879 bis 1921 an unserer Anstalt gewirkt, Herr Wilhelm Bangert, im 74. Lebensjahre. Die Schule geleitete ihn am 109. September zu seiner Ruhestätte auf dem Frankfurter Friedhofe, der Direktor würdigte in einem Nachrufe am Grabe die Verdienste dieses bedeutenden Jugendbildners, der es als Wegweiser in der Methodik des Vorschulunter- richts zu Ansehen in der deutschen Schulwelt gebracht hat.
Bei der Einweinung des Fr an kfurter Stadions im Stadtwald(am 21. Mai) nahm eine aus 34 Kürturnern bestehende Abordnung unter Führung des Herrm Studienrates R. Völkel teil.
Bei Anwesenheit des Herrn Reichspräsidenten in Frankfurt a. M., am 13. November 1925. beteiligte sich die Schule an den Veranstaltungen durch eine Aufstellung vor dem Römer, der Direktor hatte von dem Magistrat eine Einladung zur Begrüßung im Kaisersaal erhalten.
Am 31. Oktober 1925 fand aus Anlaß des Reformationsfestes ein gemein-— samer Gottesdienst für die evangelischen Schüler und Lehrer der Anstalt in der Deutschen evangelisch-reformierten Kirche statt: bei dieser Feier sprach außer Herrn Pfarrer W. Lueken Herr Studienrat Dr. K. Hartte.
Auf Antrag der Vereinigung evangelischer Keligionslehrer an den höheren Schulen Frankfurts wurden besondere„Gottesdienste für die konfirmierte Jugend“ eingerichtet, die in jedem Vierteljahr einmal in der Weiß frauenkirche stattfanden.
Französische Sprechübun gen hielt Herr Lektor P. Fraikin monatlich einmal für die Schüler der Oberstufe ab, Herr Studienrat Dr. Richard Ritter ließ acht Obersekundaner und Primaner an seinem von der Städtischen Schulbehörde in der Merton-Ralschule eingerichteten ita lienischen Interricht(Anfänger- u. Fort- bildungskursus) teilnehmen.
Mit den Obersekundanern besichtigte Herr Studienrat Dr. Gerb er die vor- Leschiichtliche Abteilung des Frankfurter Völkermuseums und in Mainz das bömisch- Germanische Zentralmuseum, den Dom und das Kurfürstliche Schloß.
Mit den Tertianern besuchte Herr Studienrat Pe. Völkel das Saalburg-Museum, das Frankfurter Historische Museum und eine Vorführung der afrikanischen und amerikanischen Kulturen im Völkermuseum. Herr Studienrat Dr. M. Preitz führte die Unterprimaner in die von dem Kunstgewerbe-Museum veranstaltete„Ausstellung von Meisterwerken deutscher Favence-Kunst“, in die Handschriften-Ausstellung der Stadtbibliothek und in das ehemalige Heim des Dichters Wilhelm Jordan.


