Jahrgang 
1926
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Der Schulgeldsatz betrug im Berichtsjahre für Einheimische monatlich 10 M., für Auswärtige 12.50 M. und für Ausländer 20 M. Fr. eistellen: 30 Schüler hatten eine ganze Freistelle und 8 Schüler eine halbe Freistelle inne(mit Genehmigung des Schulausschusses der städtischen höheren Schulen). 17 Freistelleninhabern wurden auf Antrag der Eltern freie Lernmittel(Bücher, Hefte, Schreib- und Zeichen- nmiaterialien) gewährt. Bedürftige Schüler benutzten die Hilfsbücherei, die unter der Verwaltung des Herrn Studienrats Dr. A. Hirsch stand. Zwei Schülern der Ober- stufe wurde aus städtischen Mitteln eine einmalige besondere Ausbildungsbeihilfe von 400 bezw. 250 M. bewilligt.

k)

Berufsberatung: Obmann war Herr Studienrat Dr. R. Ritterder die Schüler und ihre Eltern erforderlichen Falles zu besonderer Auskunft an das Städti- sche Berufsamt verwies.

5.

Dem Elternbeirate gehörten im abgelaufenen Schuljahre an: Die Damen Frau Henriette Fuler, Frau Marianne Fries, Frau Emma Holzmann, Frau Anna Keller, Frau Lili de Nah m; die Herren: Erster Staatsanwalt Theodor Floret als Vorsitzender und Vorstandsmitglied in dem Verbande der Elternbeiräte der Frank- furter höheren Schulen, Kaufmann Otto Laakmann, Fabrikant Otto Be nzinger, Oberingenieur Otto Brückmann..Oberpostinspektor Fritz Mazet. Zur Beratung standen Fragen der Erholungsfürsorge, Bestrebungen zur Verhütung von Auswüchsen im Vereinswesen der Jugendlichen. Warnung vor sittlichen Gefahren bei bedenkenlosem Anschluß der Schüler an sogenannte freieWandervereinigungen, die Vergiftung der Jugend durch Schundliteratur, der Uebergang von der Grundschule zur Sexta, die städtischen Sparmaßnahmen im Schulwesen u. d. m.

Aus den Kreisen der Fltern und Freunde unserer Schule wurden wir mit gütigen Zuwendungen bedacht, u. a. wurde F. Ouillings archäologisches Prachtwerk über die Mainzer Jupitersäule geschenkt. Eine Reihe willkommener Bücher verdanken wir dem Reichsbürgerrat durch Vermittlung der hiesigen EF-A-G.(Herrn Professor Dr. e. h. Salomon), der Neumannschen Buchhandlung(H. v. Mayer), die auch Kunst- blätter überließ, Herrn Prokuristen W. Klebe(Dessau), Herrn stud. G. Salomon. Die Emergency Society stellte ein Freiexemplar derZeitschrift für den fran- zösischen und englischen Unterricht zur Verfügung, Herr Konsul Dr. G. Specka schenkte eine Sammlung japanischer Krebse(in einem Schaukasten), Fräulein Julie Abresel zahlreiche Bilder und Photographien aus Schweden, Norwegen, Belgien, Schweiz, Italien.

Die Entwertung unserer St iftungsfonds, aus denen wir früher minder- bemittelte Schüler gelegentlich unterstützen oder die Lehrmittelbestände ergänzen konnten, legt die dringliche Bitte um freundliche Spenden zur Erneue- rung nahe.

Allen Gönnern unserer Sammlungen und Stiftungen sagen wir auch an dieser Stelle verbindlichen Dank.

6. Aus der Chronik.

Mit Beginn des Schuljahres traten die neuen Preußischen Lehrpläne und Lehraufgaben(f. Richert. Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen Preußens: 1. Grundsätzliches und Methodisches; 2. Lehraufgaben. Berlin, Weidmann.