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Wettkämpfen, die Schüler der Quarta bis Oberprima maßen im Vier- oder Dreikampf(Weit- springen, Kugelstoßen, Schnellaufen, Ringen) ihre Kräfte. Der Direktor hielt eine Ansprache, in der er die vaterländische Bedeutung des Turnens betonte und hervorhob, daß durch die Volksbewegung vor hundert Jahren auch der Grund zu unserer heutigen Jugenderziehung gelegt wurde, in der Ausbildung und Stählung körperlicher Kräfte ihr Recht verlangen. Besonders dankte er noch dem Vorstand des Wöhlerschulvereins, der gehaltvolle Bücher vaterländischen Inhalts als Ehrengabe für die ersten Sieger freundlichst gespendet hatte. In der ersten Riege, die Schüler über 16 Jahre umfaßte, wurde der Primaner Gischler Ehrensieger. Er verteidigte mit Erfolg den silbernen Becher, den die Abiturienten des Jahres 1910 als Wanderpreis gestiftet haben und den er bereits im vorigen Jahre errungen hatte. Weitere Preise erhielten: Klinge, Klein, Happel, Penné, Tittmann, Diener, Schäfer, Kurz, Jordan, Stellwaag, v. Fischer-Treuenfeld, v. Hollen, Amberger; in der zweiten Riege: Kühnemann, Tittmann, Fleisch, Fadé, Wilhelm, Carow, Süß, Elstermann von Elster; in der dritten Riege: Bierstedt, Hartmann, Scholz, Kleyer, Schiff, Ehrmann, Stroh; in der vierten Riege: Böhm, Hildebrand, Achard, Barthel, Dreschfeld, Wohlfromm; in der fünften Riege: Rössel, Salomon, Lesch, Silber, Bauer, Osterritter, Frommelt, Eduard Schäfer, Droeser, Joos, Muth, Ollendorf, Hünecken, Simons, Eberhard, Friesecke, Bruck, von Rosenthal, Friedel Schäfer.
Am Abend des Festes fand im Saale des Oberforsthauses noch eine gesellige Ver- einigung statt, bei der wir Herren des Vorstands des Wöhlerschulvereins und viele ehemalige Schüler begrüßen durften. Allen Mitgliedern des Lehrerkollegiums, die sich auch in diesem Jahre in den Dienst dieses allgemeinen Anklang findenden Familienfestes unserer Schule gestellt haben, sei herzlichst gedankt!
Zur Jahrhundertfeier am 18. Oktober spielten am Vorabend die Schüler der Untersekunda b begeistert und begeisternd in der Aula zwei vaterländische Einakter von Ernst Wichert„In Feindesland“ und„Das Eiserne Kreuz“. Diese wohlgelungene Schüler- aufführung, die von Herrn Professor Marx angeregt und vorbereitet war, wurde am 7. November zu einem wohltätigen Zwecke wiederholt.
Bei der Hauptfeier sprach Herr Oberlehrer Dr. G. Dorschel über die Folgen der Völkerschlacht bei Leipzig für die nationale Entwicklung des deutschen Volkes und wurde in Rückblick wie Ausblick der Bedeutung des ernsten Gedenk- und Mahntages gerecht. Die patriotische Feier war wie folgt geordnet:
1. Türmerlied:„Wachet auf, ruft euch die Stimme“(mit Schülerorchester).... Prätorius. 2. Germania an ihre Kinder... 3.—...— 3.. LI. v. Kleist. 3. Marsch: Bataillon Garde 1806, Armeemarsch No. 7.(Für Orchester.) 4. Aufruf König Friedrich Wilhelms III.:„»An mein Volk“(verf. v. Theod. Gottlieb v. Hippel). Rückzug Tr 1 Rußland:„Mit Mann und Roß und Wagen“, Volkslied 1813.
6. Aus Ernst Moritz Arndt:„Katechismus für den deutschen Kriegs- und Wehrmann“ 1813.
7.„Auf die Schlacht von Leipzig-.......... Fr. Rückert. 8. Festrede.
9.„O Deutschland, hoch in Ehren“(mit Orchester)... Pierson.
Durch Uberreichen von Erinnerungsschriften wurden ausgezeichnet: die Obersekundaner F. Dirichs und P. Möller, die Untersekundaner K. Elstermann von Elster, die Quartaner H. Bothe, W. Jost, Fr. Kade und M. Mohr.— Eine Abordnung des Real- gymnasiums, die das Schulbanner begleitete, nahm um zwölf Uhr mittags an der Feier vor dem Römer teil, wo der Frankfurter Sängerbund Vaterlandslieder vortrug; nachmittags wirkte eine stattliche Zahl unserer Schüler bei dem Schülerkonzert in der Festhalle mit, bei dem in Chören vereinigte 2200 Knaben und Mädchen aus Frankfurter Schulen jeder Gattung und ein von 150 Schülern gebildetes Orchester mit jugendfrischer Begeisterung ihr Teil zu einer würdigen Jahrhundertfeier unter ehrlich verdientem Beifall beitrugen. Als Dirigent eines Teiles der Orchesterstücke wurde unser Chorleiter, Herr August Morin, von der Schulbehörde bestimmt, der in Frankfurt als erster ein Schülerorchester begründet hatte und am 1. April 1913 auf eine vierzigjährige, der Pflege des Chorgesanges und der Instrumental-
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