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Eine Anzahl Schüler der Anstalt sind unter der besonderen Fürsorge des Herrn Oberlehrer Dr. Laibach Mitglieder des Frankfurter Pfadfindervereins; sie gehören den beiden Gruppen„Lützow“ und„Friesen“ an. Jeden Samstag nachmittag finden innerhalb der beiden Gruppen Ubungen statt, gewöhnlich im Stadtwalde(Orientierung im Gelände, nitiedüwsadlacn, Kartenlesen, Signaldienst usw.); am ersten laatoge jeden Monats wurde eine größere Abteilungsübung. mit Kriegsspiel und Abkochen im Freien abgehalten. In den- Sommerferien wurde von einigen Pfadfindern der Anstalt auf selbstgezimmerten Booten eine mehrtägige Lahnfahrt(von über 100 km) unternommen, die bei günstigem Wetter einen schönen Verlauf nahm. Auch an der zu Anfang der Herbstferien vom Frankfurter Pfadfinderverein unter Teilnahme von etwa 500 Schülern der hiesigen höheren Schulen veranstalteten Blücher- feier in Caub beteiligte sich eine größere Anzahl Schüler unseres Realgymnasiums. Sie unternahmen, zum Teil anschließend daran, eine achttägige Wanderung durch Hunsrück und Eifel, wo vor allem die Maare besichtigt wurden. Im Laufe des Sommers wurde ein Unter- führerkursus und im Winter durch Herrn Dr. med. Hellmann ein gut besuchter Samariter- kursus abgehalten.
Die Rugbymannschaft und die Hockeyabteilung beteiligten sich öfters an Wettspielen, eine Schwimmriege an dem Wettschwimmen des Frankfurter Schwimmklubs.
Während einer längeren Frostperiode stand unseren Schülern auch in Turnstunden die Eisbahn des nahen Palmengartens gegen geringes Entgelt unter Aufsicht der Lehrer zur Verfügung.
Aus Anlaß des Sängerwettstreits fiel der Unterricht am 6., 7. und 8. Juni aus; auf Anordnung Sr. Majestät wurden Freikarten an die Schüler ausgegeben. Einige Primaner hatten die Ehre, zum Pagendienste in der Kaiserloge bestimmt zu sein.
Das fünfunzwanzigjährige Regierungsjubiläum Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde am 16. Juni durch einen Festakt in der Aula begangen, bei dem Herr Oberlehrer Ernst Diehl insbesondere die Fürsorge Wilhelms II. für die Förderung von Naturwissenschaft und Technik in fesselnder Betrachtung würdigte. Die Ordnung der Feier war folgende:
1. Chor: Die Himmel rühmen.. 4 4 3. 3. L. van Beethoven. 2. Schriftlesung:(1. Chronica, Kapitel 29, 1— 21). 3. Deklamation: a) lch bin ein Preuße 4 4.—.. B. Phiersch. b) Lied der Deutschen jenseits der Meere. 3. 3. P. Dahm. 4. Orchestersatz a. d. Militär-Symphonie.. gJ. MHaydn. 5. Deklamation: a) Monolog Friedrichs I. von Brandenburg, aus den"nitows“. E. v. Wildenbruch. b) Frühlingsgruß an das Vaterland(1814) 3 4 3 MI. v. Schenkendorf. 6. Marsch und Jubelchöre a. d. Oratorium Judas Makkabäus. 8 3. G. E. Händel. 7. Deklamation: Dialog a. d. Piccolomini I, 3.. 3 3. 4 3. Scchiller. 8. Gemeinsamer Gesang:„Alles schweige“. 9. Festrede.(Kaiserhoch und Nationalbymne Str. 1.)
10. Krönungsmarsch a. d. Oper„Der Prophet“..... G. Meyerbeer.
An zü den vaterländischen Gedenktage Farden durch Picherprei se ausgezeichnet: Oberprimaner Hildebrand, die Unterprimaner K Oppenheimer und E. Stader- mann, die Haeelne A. Kaut, K. Schäfer und H. Steuernagel, die Untertertianer H. Belck, S. Hammel, 0. Weintraud und K. Wohlfromm.
Am Sedantage hielten wir am Oberforsthaus unser Turn- und Waldfest ab, das wiederum von Angehörigen, alten Schülern und Freunden der Anstalt sehr gut besucht war. Das„Neue Frankfurter Konzertorchester“ des Herrn Kapellmeister Alsleben sorgte für musi- kalische Unterhaltung; die allgemeinen Freiübungen der Gesamtschule von Sexta bis Ober- prima gelangen unter Leitung des Herrn Oberlehrer Dr. A. Ritter nach Wunsch, ein geregeltes Kürturnen, bestehend aus Ubungen am Sprungtisch, Längspferd und Bock und aus Gesell- schaftssprüngen, gab ansehnliche Proben von Gewandtheit und Geschmeidigkeit unserer Zög- linge, die Vorschüler, Sextaner und Quintaner tummelten sich in Jugendspielen und leichteren


