Jahrgang 
1914
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Dr. G. Engel, Dr. S. Hirsch und G. Wen deroth; für das Winterhalbjahr wurde Herrn Aushilfs-Oberlehrer Otto Schreiner der größtte Teil der Unterrichtsaufgaben des erkrankten Kollegen übertragen, doch unterstützte uns Herr Dr. Hirsch noch durch Ubernahme fran- zösischen Unterrichts. Den genannten Herren sind wir für ihre treue Hilfe zu besonderem Danke verpflichtet.

Im April 1913 trat Herr Dr. Otto Großkurth sein Probejahr an; aus Anlaß wieder- holter längerer Erkrankung des Herrn Oberlehrer Dr. Hunke ist er mit umfangreicher Ver- tretung betraut worden. Wir danken dem jungen Kollegen herzlich für seine ersprießlichen Dienste und geben ihm zu seinem bevorstehenden Ubertritt an die Realschule zu Lübeck die besten Wünsche mit.

Während der militärischen Cbungen der Herren Professor Tente r, Oberlehrer Dr. Hartte und Dr. Laibach halfen Mitglieder unseres Pädagogischen Seminars gerne aus, die auch während des Urlaubs der Herren Professor Dr. K raemer(Studienreise nach Spanien) und Oberlehrer Dr. Stiebeling(Studienaufenthalt in Frankreich) bei der Ordnung der Ver- tretung willkommene Dienste leisteten.

Der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Paul Braschin g war auch im letzten Schul- jahre der Anstalt zugeteilt, wurde indessen wiederholt zu längeren Vertretungen an aus- wärtigen oder hiesigen höheren Lehranstalten herangezogen. Vom 1. Oktober 1913 ab kehrte Herr Dr. Wilhelm Wenz als wissenschaftlicher Hilfslehrer an unser Realgymnasium zurück; die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft erkannte ihm im Februar 1914 den von Reinach-Preis für seine ArbeitGrundzüge einer Tektonik des östlichen Teiles des Mainzer Beckens zu. Zu dieser ehrenvollen Anerkennung wissenschaftlichen Strebens unseren Glück- wunsch!

Nach zwölfjähriger Tätigkeit gab Fräulein Au guste Lindner am 1. April 1913 ihre Stellung als Schulsekretärin auf, um sich zu verheiraten. Direktor und Lehrerkollegium sprechen auch an dieser Stelle der langjährigen treuen Gehilfin, jetzigen Frau Born zu Offenbach a. M., für ihre gewissenhaft und gewandt geleisteten Dienste den wohlverdienten Dank aus.

2. Außerordentliche Belehrungen der Schüler.

Im Berichtsjahre machte die Frankfurter Direktorenvereinigung einen Versuch, für die Schüler der Oberstufe der hiesigen Vollanstalten Vorträge über Berufswahl Halten zu lassen. Als Redner stellten sich bisher in dankenswertem Entgegenkommen zur Verfügung: Herr Dr. med. A. Eiermann, der über den ärztlichen Beruf sprach, und Herr Patentanwalt Diplom-Ingenieur C. Weihe, der die akademisch-technischen Berufe behandelte.

Die Vorlesungen des Physikalischen Vereins, der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, des Hochstifts, der Deutschen Kolonialge- sellschaft, des Vereins für Volkswirtschaft und Gewerbe und der Frank- furter Abteilung der Deutschen Orientgesellschaft boten eifrigen Schülern der Oberklassen reiche Anregungen.

Herr Missionsprediger Gsell hielt in der Aula zwei Vorträge überMission und Kolonien, derFreie Verband zur Förderun g der Jugendpflege erörterte vor den Frankfurter Abiturienten das Thema»Höhere Bildung und soziale Pflichten.

Am 24. Februar 1914 wurde für unsere Schule eine Licht bildervorstellung zum Besten des Völkerschlachtdenkmals bei Leipzig veranstaltet.

Durch Xrzte der vereinigten Samariter- und Rettungsgesellschaft wurde eine große Anzahl von Schülern der Oberklassen in der ersten Hilfeleistun g bei Unglücksfällen theoretisch und praktisch unterwiesen.

In den Sommerferien nahmen einige Primaner und Obersekundaner an einer Schüler- reise nach England teil.

Die Neusprachliche Vereinigung bot Rezitationen, Vorträge und dramatische Aufführungen.