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II. Einige Verfügungen.
a) Verfügungen des Kgl. Provinzial-Schulkollegiums.
1. 15. März 1913. Dem zum 1. April 1913 in den Ruhestand tretenden Herrn Professor Heinrich Butzer wird von Seiner Majestät dem Kaiser und König der Rote Adlerorden IV. Klasse verliehen.
2. 2. April 1913. Die Berufung des Herrn Dr. Ludwig Fahz als Oberlehrer an das Wöhler-Realgymnasium wird genehmigt.
3. 21. Januar 1914. Der Direktor wird von dem Ministerium zur Teilnahme an einem in Rom und Florenz abzuhaltenden kunstgeschichtlichen Kursus bestimmt.
b) Verfügungen des Kuratoriums der höheren Schulen.
15. März 1913. Das Kuratorium ersucht um einen Bericht über die Frage der Ein- heitsschule und Vorschule.
III. Zur Schulgeschichte.
1. Lehrer.
Zum 1. April 1913 wurde Herr Professor Heinrich Butzer, dessen Gesundheits- zustand eine Wiederaufnahme seiner längere Zeit unterbrochenen Unterrichtstätigkeit leider nicht mehr gestattete, unter Verleihung des Roten Adlerorden IV. Klasse in den nachgesuchten Ruhestand versetzt. Für unser Realgymnasium bedeutet der Abschied dieses hochverdienten Mannes einen in mancher Hinsicht nur schwer zu ersetzenden Verlust. Der größte Teil seiner Lebensarbeit war unserer Schule gewidmet, an die er am 1. April 1879 berufen worden war. Seine Schüler wußte er durch sein tiefes und umfassendes Wissen, durch zielsichere und wohl- durchdachte Unterrichtsweise, durch fürsorgliche und gerechte Leitung gründlich auszubilden und aufs beste zu erziehen. Seine Amtsgenossen sahen in dem bescheiden zurücktretenden und doch an Gaben des Geistes und Gemütes so reichen Manne ein YVorbild hingebender Berufstreue, sorgfältigster Genauigkeit in wissenschaftlicher Arbeit. Wir wünschen unserem in Rat und Tat jederzeit hilfsbereiten Freunde, der nun in Wiesbaden seinen Ruhesitz gewählt hat, einen ungetrübten Lebensabend. Seine vorzüglichen persönlichen Eigenschaften sichern ihm bei seinen ehemaligen Schülern und Mitarbeitern eine dankbare Erinnerung. In der Geschichte unserer Anstalt wird sein Name immer mit Ehren genannt werden, insbesondere wird seine praktische und literarische Mitwirkung bei der Durchführung des Frankfurter Reformlehrplanes in den beiden Abteilungen des Wöhler-Realgymnasiums nicht vergessen werden.
In die zu dem angegebenen Zeitpunkte frei gewordene Oberlehrerstelle rückte der bisherige Vertreter des Herrn Professor Butzer, Herr Oberlehrer Dr. Ludwig Fahz ein. Er berichtet über seinen Lebensgang wie folgt:
Ludwig Fahz, geboren am 20. April 1877 zu Nieder-Eschbach, Kreis Friedberg, besuchte das Pro- gymnasium zu Homburg v. d. H. und das Gymnasium zu Offenbach a. M. Von Ostern 1897 studierte er in Gießen, Berlin und dann wieder in Gießen Lateinisch, Griechisch und Deutsch. Nachdem er am 2. August 1902 die Staatsprüfung bestanden hatte, genügte er seiner Militärpflicht, trat im Herbst 1903 seinen Akzeß am Gymnasium in Gießen an und war vom 14. Mai 1904 bis Ostern 1906 stellvertretender Leiter der höheren Bürgerschule zu Hungen. Am 2. November 1904 wurde er von der philosophischen Fakultät in Gießen zum Dr. phil. promoviert. Im Druck erschienen von ihm: De poetarum Romanorum doctrina magica quaestiones selectae(veröffentlicht in den religionsgeschichtlichen Versuchen und Vorarbeiten, herausg. von Albrecht Dieterich und Richard Wünsch, II. Band, 3. Heft). Vom 1. April 1906 bis 31. März 1908 war er Oberlehrer am Gymnasium zu Büdingen, von Ostern 1908 bis Ostern 1913 als Aushilfs-Oberlehrer an den höheren Schulen von Frankfurt a. M. tätig.
Während des ganzen Schuljahres mußte Herr Professor Dr. Paul Wirtz wegen schwerer Krankheit beurlaubt werden; zu seiner Vertretung gewannen wir im Sommer die Herren


